KW 19: Neuer Facebook-Chatbot, KI darf keine Patente anmelden, Deutsche erwarten viel von KI, haben jedoch auch Sorgen

NACHRICHTEN

Neuer Facebook-Chatbot: Facebooks KI-Abteilung FAIR hat einen Chatbot vorgestellt, der menschliche Gefühle simulieren soll. Die KI mit dem Namen Blender soll dabei Googles bisher unveröffentlichten Chatbot Meena übertreffen. Der Bot wurde mit großen Textsammlungen mit bis zu 9,4 Milliarden Parametern trainiert. Der Chatbot wird als Open-Source-Projekt veröffentlicht.
heise.de

Deutsche Bahn will Passagiere mit KI verteilen: Um Passagiere während der Corona-Krise besser auf Züge zu verteilen, will die Deutsche Bahn eine Künstliche Intelligenz einsetzen, die Zugriff auf Videoüberwachung erhält. Das System wird bereits seit dem 27. April am Stuttgarter Bahnhof getestet. Um den Datenschutz zu wahren, arbeitet die Bahn mit dem Berliner Start-up Brighter AI zusammen. Die Gesichter der erkannten Personen werden durch künstliche Nachbildungen ersetzt. So soll ausgeschlossen werden, dass Fahrgäste erkannt werden können, während gleichzeitig Informationen wie Alter und Geschlecht erfasst werden. Stuttgarts S-Bahn-Chef Dirk Rothenstein erklärte: “Wir versuchen, herauszufinden, ob wir die vorhandene Technik nutzen können und dadurch einen Mehrwert für unsere Fahrgäste schaffen können”.
t3n.de

KI darf keine Patente anmelden: Stephen Thaler ist erneut damit gescheitert, Erfindungen seines KI-Systems “DABUS” patentieren zu lassen. Nachdem zuvor bereits das Europäische und das Britische Patentamt eine Anmeldung abgelehnt hatten, verweigerte ihm nun auch das US-Patentamt eine Patentierung. Dieses erklärte wie die Ämter zuvor, DABUS sei keine natürliche Person. Nur Individuen könnten Patente anmelden. Thaler argumentierte in einem Widerspruch beim Europäischen Patentamt, wenn KI-Systeme Patente anmelden könnten, würde dies die Attraktivität für Forschungen auf dem Gebiet der künstlichen Intelligen erhöhen.
heise.de

Word bietet Textvorschläge: Die englischen Versionen von Microsoft 365 und Office 365 bieten nun eine KI-gestützte Hilfe für die Formulierung von Sätzen. Nutzern werden ab sofort auf Wunsch verschiedene Versionen für einen besseren Lesefluss oder präzisere Formulierungen vorgeschlagen.
mixed.de

PLS fordert Prüfstelle für KI in der Medizin: Künstliche Intelligenz hält seit längerem Einzug in die Medizin. Die Plattform Lernende Systeme (PLS) fordert deshalb eine unabhängige Prüfstelle, um KI-Systeme für den Einsatz in der Medizin zertifizieren zu lassen. Kontrollmechanismen sollen sicherstellen, dass nur dazu berechtigte Personen Zugriff auf sensible Daten bekommen. “Nur wenn genügend nutzbare Daten verfügbar sind, kann die Gesellschaft vom Potenzial der KI in der Medizin profitieren. Auf der anderen Seite sind die Daten gleichsam die Achillesferse der Assistenzsysteme und bedeuten eine große Herausforderung für ihre Sicherheit”, so örn Müller-Quade, vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT).
aerzteblatt.de

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Digital gegen das Virus: Unser Alltag hat sich in der Corona-Krise stark verändert. Um die Krankheit einzudämmen und das Leben in der Krise zu erleichtern, wird vermehrt auf Künstliche Intelligenz und mobile digitale Technologien gesetzt. Apps und digitale Tools sollen dazu beitragen, den Lockdown schrittweise weiter zu lockern. Am 5. Mai 2020 von 12.00 – 13.00 Uhr findet bei BASECAMP ON AIR passend dazu die Veranstaltung „Digital gegen das Virus – wie kann ein schrittweiser Exit aus dem Lockdown effektiv begleitet werden?“ statt.
Interessierte können sich hier anmelden.

FairMOT: Microsofts kostenlose Bildanalyse-KI trackt genau und schnell mixed.de
Instagram: Neue KI enttarnt Manipulatoren auf Instagram computerwelt.at
Rüstung: Panzer zählen reicht nicht mehr neues-deutschland.de
Webcast: Wie die KI Enterprise-Netzwerke revolutioniert business-services.heise.de
Corona: Diese künstlichen Intelligenzen suchen nach Covid-19-Medikamenten t3n.de

ZAHL DER WOCHE

Mit 20 Millionen Dollar wurde das AI-Unternehmen Tecton.ai finanziert. Tecton ist eine Plattform, die Rohdaten in KI-Modelle umwandelt, die dann erfolgreich eingesetzt werden können.
forbes.com

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Das Coronavirus schränkt unser soziales Leben ein – richtigerweise müssen Menschen vor lebensgefährlichen Infektionen geschützt werden. Wenn Begegnungsräume nicht mehr erreichbar sind, verlieren wir Möglichkeiten zum Austausch und Lernen. Wer nach Verbindung sucht, nutzt digitale Alternativen. Wir unterstützen dabei, Begegnungen online zu schaffen – mit Veranstaltungsstreams können Sie die wichtigen menschlichen Verbindungen dennoch knüpfen.
livestreaming-berlin.tv

HINTERGRUND

KI: Klimaretter oder Klimakiller? Künstliche Intelligenz könnte einen wichtigen Beitrag dazu leisten, eine umweltfreundlichere und nachhaltigere Welt zu schaffen. Ein großes Problem ist jedoch, dass das Training und der Betrieb von KIs selbst viel Strom verbraucht. Um das Umweltproblem zu lösen, könnte KI beispielsweise dabei helfen, die Energieversorgung besser zu koordinieren oder die Energieeffizienz in Gebäuden und Einrichtungen besser zu steuern. Der Stromverbrauch beim Einsatz von KI ist jedoch immens. So verbraucht einer Studie zufolge das Trainieren eines modernen künstlichen neuronalen Netzes etwa 0,65 Tonnen CO2, was in etwa einem Hin- und Rückflug von Berlin nach Madrid entspricht. Auch die Hardware, die in Rechenzentren verbaut wird, wird oft auf umweltschädliche und sozial unverträgliche Weise gewonnen. Eine mögliche Lösung für das Problem ist, KI-Systeme so umweltfreundlich wie möglich zu gestalten. Die Politik könnte Anreize schaffen, eine möglichst ökologisch nachhaltige Digitalisierung umzusetzen.
netzpolitik.org

Deutsche erwarten viel von KI, haben jedoch auch Sorgen: Eine Studie der Digital-Agentur Arithnea und des Marktforschungsinstituts Splendid Research zeigt, dass die Deutschen eher auf Künstliche Intelligenz hoffen, als Angst vor ihr haben. 60 Prozent der Befragten glauben, dass KI ihnen künftig lästige Aufgaben abnehmen wird. Knapp über die Hälfte der Deutschen hofft, dass KI ihr Leben erleichtern wird. Die Hälfte der Teilnehmer ist der Meinung, dass KI einen Beitrag zur Ressourcen-Problematik leisten wird. Etwa genauso viele gehen davon aus, dass Künstliche Intelligenz unerfreuliche Arbeitsplätze übernehmen wird. 47 Prozent rechnen mit einer Verbesserung im Gesundheitswesen. Auf der anderen Seite machen sich die Deutschen mit 68 Prozent besonders sorgen um die fehlende Kontrolle ihrer eigenen Daten. Jeweils 61 Prozent stimmen der Aussage zu, dass KI zu mehr Überwachung führen könnte und Künstlicher Intelligenz Moral und Ethik fehlt. Während die Deutschen bei alltäglichen Dingen wie der Reisebuchung nicht abgeneigt sind, sich von Künstlichen Intelligenzen beraten zu lassen, bevorzugen die Menschen in den Bereichen Gesundheit und Finanzen weiter die menschliche Beratung.
it-daily.net

PROJEKT DER WOCHE

Mit Künstlicher Intelligenz gegen das Korallensterben: Das Projekt ” CORaiL” will mit KI-gestützten Unterwasserkameras die Korallenriffe schützen. Das Projekt ist eine Kooperation Intel, Accenture und der Sulubaaï Environmental Foundation. Die Kameras dokumentieren in den Philippinen die Anzahl der Fische, die oft einen Hinweis auf den Zustand von Korallenriffen geben. Dies ermöglicht Forschern eine kontunierliche Überwachung der Zustände der Riffs, die zuvor kaum möglich war. Rose Schooler, die Corporate Vice President der Sales and Marketing Group bei Intel, meint: “Project:CORaiL zeigt uns, dass der Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Edge Computing Forschern erhebliche Unterstützung bei der Überwachung von Riffen und der Wiederherstellung von Korallenschäden bietet.”
funkschau.de

ZITAT

“Menschen sind gut darin, qualitative Unterschiede zu erkennen, also ob etwas heller oder dunkler ist. Bei der Bestimmung, um exakt wie viel heller oder dunkler ein Gegenstand ist, sind aber Computer dem Menschen überlegen.”
Erklärung
elektronikpraxis.vogel.de

UNGEKÜNSTELT

KI erzeugt Memes: Derzeit erfreut sich ein KI-Meme-Generator großer Beliebtheit im Internet. Auf der Webseite “This Meme Does Not Exist” werden automatisch generierte Memes angezeigt. Die Memes sind oft sinnfrei, manchmal jedoch auch erstaunlich lustig.
futurezone.at

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