KW 26: Nachhaltigkeit: Umweltministerium will mit KI das Klima retten; Kostenfreier Crashkurs zu KI in der Produktion; Grundsteinlegung der KI-Fabrik Bayern

NACHRICHTEN

Nachhaltigkeit: Umweltministerium will mit KI das Klima retten: Das Deutsche Bundesumweltministerium hat ein Fünf-Punkte-Programm veröffentlicht, mit einem Schwerpunkt auf umweltgerechte und gemeinwohlorientierte Künstliche Intelligenz. Im Rahmen der milliardenschweren Strategie stellt das Ressort dafür bis zum Jahr 2025 150 Millionen Euro zur Verfügung.
heise.de

Kostenfreier Crashkurs zu KI in der Produktion: Eine von Fraunhofer-Experten entwickelte Schulung zur Prozessoptimierung soll Fach- und Führungskräften aus der Industrie fundiertes Wissen in Bezug auf Künstliche Intelligenz und maschinellem Lernen vermitteln. Mit einer Lernzeit von vier bis acht Stunden können Interessenten die für das Selbststudium konzipierten Materialien nach der Registrierung kostenfrei herunterladen und durcharbeiten. Anhand konkreter Anwendungsszenarien, eigens entwickelter Demonstratoren und angeleiteter Programmierübungen ermöglicht der Crashkurs konkrete Erfahrungen mit KI im Produktionskontext.
industry-of-things.de

Grundsteinlegung der KI-Fabrik Bayern: Der Grundstein für die KI-Fabrik Bayern im Deutschen Museum in München ist gelegt worden. Die Fabrik soll Wissenschaft, Forschung und Industrie zusammenbringen außerdem das Ziel, die digitale Künstliche Intelligenz mit einem physischen Körper arbeiten zu lassen. Auf dem Gelände sollen Unternehmen und Start-ups mitarbeiten und die Technologie in die Wirtschaft zu transferieren. Unterstützung bekommt die KI-Fabrik von verschiedenen Unternehmen und dem bayerischen Staat mit einer Summe von 15 Millionen Euro.
bigdata-insider.de

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Mit Schwung aus der Pandemie – Tipps und Tricks für den Onlinehandel: Die Corona-Pandemie sorgte für einen beispiellosen Boom beim Onlinehandel. Mittlerweile hat auch die kleine Boutique von nebenan den E-Commerce für sich entdeckt. Doch gerade wenn aus der vermeintlichen Notlösung plötzlich ein nachhaltiges Geschäftsmodell wird, ist professionelle Beratung unumgänglich. Welche steuerlichen Fallstricke es zu umgehen gilt, was sich durch die EU-weite Umsatzsteuerreform im Sommer für Onlinehändler verändert und was es mit dem One-Stop-Shop-System auf sich hat, darüber haben wir mit Nadja Müller und Saravanan Sundaram von fynax, dem Steuerfachberater für E-Commerce bei der ETL, gesprochen. youtube.com

Gewerkschaften warnen vor KI-Überwachung am Arbeitsplatz: Zahlreiche Firmen bieten Software an, die Beschäftigten am Arbeitsplatz automatisiert überwacht, in dem beispielsweise der Arbeitgeber immer sehen kann, was die Arbeitnehmer auf ihrem Bildschirm sehen und auch Benachrichtigungen bekommen oder wenn die Tastatur oder Maus der Mitarbeiter eine bestimmte Zeit nicht mehr verwendet wurde. Der Einsatz solcher Systeme ist nach Ansicht von Gewerkschaftsverbänden bereits rechtswidrig, es fehle aber an speziellen und strengen Regeln gegen den Missbrauch. Der Verband appelliert damit an das EU-Parlament, damit diese entsprechende Gesetze verfassen.
netzpolitik.org

Wenn die Gesichtserkennung dich für Elon Musk hält: Ein israelisches Unternehmen Adversa AI hat eine Technik entwickelt, mit dem durch winzige Veränderungen Bilder für KI-Systeme so verändert werden können, dass die Systeme andere Personen identifizieren, während die Bilder für das Auge eines menschlichen Betrachters weitgehend normal erscheinen. Durch ein bisschen Rauschen an bestimmten Stellen auf dem Foto können sie schon die Gesichtserkennungsalgorithmen verwirren. So konnte ein Bild von CEO Alex Polyakov so verändert werden, dass die umstrittene Gesichtserkennungs-Suche Pimeyes in ihm Elon Musk erkannt hat.
golem.de

Japan möchte Braunbären mit KI bekämpfen: Die japanische Stadt Shibetsu möchte bei ihrem Braunbärenproblem mit einer KI vorgehen, die einzelne Tiere erkennen und voneinander unterscheiden soll. Die Technologie soll dabei helfen, wilde Bären zu schützen und ihre Verbreitung zu überwachen. So soll ein harmonisches Zusammenleben zwischen Bären und Menschen möglich sein. In der Vergangenheit wurden einzelne Tiere für die Menschen zur Gefahr, die beispielsweise immer wieder in Städte kamen und dort die Sicherheit gefährdeten. Das KI-System „BearID Project“ welches in den USA und Kanada entwickelt wurde, soll „Störenfriede“ identifizieren können, die immer wieder in Innenstädten auftauchen.
sumikai.com

KI-Campus: So einfach kann künstliche Intelligenz sein computerbild.de
Video Spiele: Wie eine KI eine spielbare Demo von GTA 5 erzeugt gamestar.de
Aufklärung: „KI kann diskriminieren wie Menschen“ n-tv.de
Studium: Deutschlands Unis nehmen Kurs auf KI faz.net
Kreditwürdigkeit in den USA: Wie KI gegen Voreingenommenheit helfen könnte heise.de

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ZAHL DER WOCHE

Tesla verwendet für das Training des Autopiloten rund 1,5 Petabyte an Daten.
heise.de

HINTERGRUND

Menschen gehen rücksichtslos mit KI-Systemen um: Wissenschaftler stellten fest, dass Menschen nicht rücksichtsvoll mit Systemen der Künstliche Intelligenz umgehen, sondern sie häufig ausnutzen. Die Menschen waren sehr viel weniger bereit, sich einer KI gegenüber ebenso zu verhalten wie gegenüber einem Menschen. Der Wissenschaftler
Jurgis Karpus erklärte: „Im Autoverkehr würde ein Mensch einem menschlichen Fahrer die Vorfahrt gewähren, nicht jedoch einem selbstfahrenden Auto.“ Für eine künftige Zusammenarbeit könnte diese Art von Verhalten problematisch werden.
bigdata-insider.de

Generation KI? Warum Unternehmen jetzt mit ihren jungen Mitarbeitern über künstliche Intelligenz sprechen müssen: Dr. Max Neufeind, Arbeits- und Organisationswissenschaftler, plädiert, dass nur, wenn die Menschen, die mit KI zusammenarbeiten sollen, sich wirklich auf die Technologie einlassen, weil sie ihr vertrauen und weil sie die nötigen Kompetenzen haben, wird künstliche Intelligenz Unternehmen effizienter, innovativer und damit erfolgreicher machen. Bei einer Umfrage zwischen 16 und 30-Jährigen stand die Mehrheit der Unterstützung durch künstliche Intelligenz im beruflichen Kontext positiv gegenüber, junge Beschäftigte sind bereit, sich in einer Arbeitswelt im Zeichen künstlicher Intelligenz voll einzubringen. Jedoch nur, wenn sie das Gefühl haben, ehrlich über den Einsatz von intelligenten Systemen informiert zu werden und bei der Frage, wie künstliche Intelligenz genutzt wird, beteiligt zu werden.
gq-magazin.de

PROJEKT DER WOCHE

Whale Watching 2.0: KI hilft bei der Walforschung: Die Meeresbiologin Lisa Steiner will unter anderem herausfinden, auf welchen Routen sich Pottwale bewegen und außerdem erforscht sie die sozialen Bindungen der Meeressäuger. Und dafür muss sie aber in der Lage sein, die Tiere einzeln zu identifizieren und zu katalogisieren. Nur so kann sie die Wanderungen der Wale durch den Atlantik nachverfolgen. Zur Identifizierung einzelner Pottwale dienen Aufnahmen der Hinterkante beziehungsweise der Kontur der Schwanzflosse. Diese Aufnahmen werden in eine Datenbank eingepflegt und dort automatisch durch einen KI-Algorithmus abgeglichen. Auf diese Weise kann die Forscherin etwa ein Tier, das vor 25 Jahren einmal gesichtet wurde, erneut erkennen.
computerbild.de

ZITAT

„Diese beginnt bei der 3D-Vermessung des Waldes, läuft über die Verortung jedes einzelnen Baumes inklusive seiner Höhe und seinem Gesundheitszustand bis hin zu statistischen Aussagen über das gebundene CO₂, erwartbare Zuwächse etc. All dies passiert dank der KI vollautomatisiert.“
OCELL Start-up-Gründer David Dohmen über die Digitalisierung des Waldes durch Künstliche Intelligenz und die Auswertung von Waldflächen in Deutschland.
vc-magazin.de

UNGEKÜNSTELT

KI gegen Moskitos: Wie Insekten-Sex-Partys Leben retten: Wissenschaftler arbeiten an der Technik im Labor gezüchtete sterilisierte Mücken-Männchen in die freie Wildbahn zu entsenden, um die Reproduktionsrate zu verringern. Die Idee ist, diese mit Moskito-Weibchen paaren zu lassen, die daraufhin nie wieder Paarung suchen. Hat also eine sterile Männer-Mücke eine gebärfreudige Mücken-Frau „beflogen“, gibt es sowohl keine Mückeneier als auch ein Weibchen, welches aus dem weiteren Reproduktionskreislauf ausscheidet dadurch nicht mehr sticht. Das Ergebnis ist eine deutlich verringerte Mückenpopulation und weniger Krankheitsübertragungen auf Menschen. Künstliche Intelligenz hilft dabei, im Labor die männlichen von den weiblichen Larven zu trennen, die Weibchen „wegzusaugen“ und die Männchen zu sterilisieren. Die Freisetzung sterilisierter Moskitomännchen im Stadtteil Tampines erzielte laut Wissenschaftlern bereits eine Reduktion der Mückenpopulation von über 90 Prozent.
mixed.de

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