KW 28: Regierung stellt Position zum KI-Weißbuch vor, Dataiku und Snowflake gehen Kooperation ein, Fraunhofer Institut möchte KI in den Mittelstand bringen

NACHRICHTEN

Regierung stellt Position zum KI-Weißbuch vor: Die Bundesregierung hat ihre Position auf das Weißbuch der Europäischen Kommission für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz mit anderthalbmonatiger Verspätung veröffentlicht. Grundsätzlich begrüßt sie die Vorschläge und Rahmen, die ausgearbeitet wurden, allerdings fordert sie ein Melderegister für Unfälle und Vorfälle in Zusammenhang mit der KI. Dadurch sollen Fehler ausgemerzt werden. Zudem fordert die Regierung, dass die KI verstärkt genutzt wird, um die Folgen des Klimawandels zu bekämpfen. Bedenken bestehen hingegen bei der Nutzung biometrischer Daten.
heise.de

Dataiku und Snowflake gehen Kooperation ein: Das KI-Unternehmen Dataiku und der Cloud-Anbieter Snowflake kooperieren, um für B2B-Kunden passende Lösungen für den cloud-basierten KI-Einsatz zu entwickeln. Ziel ist es, dass Unternehmen Prozesse beschleunigen können – die Skalierbarkeit der Daten steht bei der Kooperation im Fokus. Für Unternehmen soll es zudem leichter werden ihre Datenströme zu analysieren und KI-Anwendungen ineinander zu integrieren, ohne, dass die Leistung abfällt.
bigdata-insider.de

Fraunhofer Institut möchte KI in den Mittelstand bringen: Das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU arbeitet zusammen mit produzierenden Unternehmen aus dem Mittelstand an der Implementierung von Künstlicher Intelligenz. In der Industrie sind die Vorteile von Künstlicher Intelligenz bekannt, aber es gibt Hürden bei der Umbesetzung. Dr. Anke Stoll, Expertin für Maschinelles Lernen und KI-Forschungsgruppenleiterin am Fraunhofer IWU hat identifiziert, an welcher Stelle Unternehmen sich schwertun: „Das größte Problem ist die Umgestaltung der Produktionsanlagen und -prozesse in den Fabriken“. Das Fraunhofer Institut möchte daher einen Leitfaden entwickeln, der für Praxisfälle beschreibt, auf welche Weise KI eingesetzt werden und der Umbau geplant werden kann.
industrie.de

MIT entfernt rassistischen Datensatz: Das renommierte Massachusetts Institut of Technology (MIT) hat einen 2008 entwickelten Datensatz, der sexistische und rassistische Muster gelernt hatte, gelöscht. Der sogenannte „80 Million Tiny Images“-Datensatz sollte zur Objekt- und Personenerkennung genutzt werden, allerdings erlernte er Stereotype und Beleidigungen. Frauen in Bikinis wurden häufig unter dem Schlagwort “Bitch” abgespeichert, auch rassistische Beleidigungen wurden genutzt. Das MIT entschuldigte sich.
futurezone.at

KI-Systeme für Blinde und Taube: Google und Microsoft arbeiten an Künstlicher Intelligenz, die blinden und tauben Menschen helfen soll. Dabei geht es zum einen um die Handerkennung – ein Algorithmus soll Zeichensprache übersetzen und so bei der Kommunikation helfen. Ein anderer Algorithmus wird darauf trainiert Gesichter zu beschreiben. Die Entwickler haben Hoffnung auf die Anwendung in Schulen, die Kinder mit Handicap besser in den Alltag integrieren soll.
derstandard.de

Marketing: Welchen Einfluss KI im digitalen Mediaeinkauf jetzt und in Zukunft hat horizont.net
Bitkom: “Der Einsatz von KI lohnt sich vor. allem bei großen Kostenblöcken” energate-messenger.de
Betriebsführung: KI: Wettbewerbsfaktor fürs Handwerk deutsche-handwerks-zeitung.de
Corona-Pandemie: Wie Künstliche Intelligenz die Logistik resilienter macht idw-online.de
Krieg gegen die KI: „DeepMind“ bringt Computer das Brettspiel Diplomacy bei spielpunkt.net

ZAHL DER WOCHE

Laut Marktforschungsinstitut Research in Action (RIA) haben sich lediglich 3 Prozent der Unternehmen noch nie mit Künstlicher Intelligenz beschäftigt.
it-daily.net

HINTERGRUND

Wie KI das Handwerk entlasten kann: Mithilfe von Wearables, smarten Sensoren und intelligenten Algorithmen können Handwerker maßgeblich von der Künstlichen Intelligenz profitieren. Bekanntermaßen kann die Künstliche Intelligenz die Automatisierung und Robotik vorantreiben, allerdings wird seltener auf weitere Vorteile verwiesen. Dazu gehört, dass es möglich sein wird, individuelle Belastungsmonitorings für handwerklich arbeitende Menschen zu entwickeln, um die Arbeit für sie angenehmer zu gestalten. Allerdings fehlt es noch an Forschung mit dem Fokus auf die Industrie – immer mehre Anwendungsgebiete werden deutlich, doch an der praktischen Umsetzung scheitert es oft.
deutsche-handwerks-zeitung.de

Siemens Healthineers entwickelt intelligentes Röntgensystem: Ysio X.pree – so lautet der Name des intelligenten Röntgensystems von Siemens Healthineers. Die Röntgenaufnahmen sollen mithilfe von Künstlicher Intelligenz optimiert werden, sodass sie klarer werden. Auch bei der anschließenden Bewertung und Interpretation der Röntgenbilder soll das System helfen. Die Röntgenstrahlung soll für Patienten auch verträglicher werden, da die KI sie explizit auf die Stellen richten kann, an dem sie notwendig ist. Mediziner berichten über positive Effekte aus der Praxis und die Chancen für eine verbesserte Gesundheitsversorgung durch Ysio X.pree.
devicemed.de

PROJEKT DER WOCHE

KI kann Gemälde entsprechend der Stimmung malen: Forscher an der kanadischen Simon Fraser University haben einen Algorithmus entwickelt, der Menschen entsprechend ihrer Stimmung malen kann. Dabei führt das System eine Art Interview mit Menschen und misst dabei ihren Stress in der Stimme, Gestik und Wortwahl. Die gemessenen Werte überträgt die Künstliche Intelligenz in die künstlerische Interpretation von Emotionen und adaptiert diese auf Grundlage von Videoaufnahmen der jeweiligen Person. Die Forscher wollen eine Künstliche Intelligenz entwickelt, die künstlerische und kreative Fähigkeiten hat – dieses Projekt sei ein wesentlicher Schritt dafür.
com-magazin.de

ZITAT

“Wenn ein Musikstreaming-Dienst mir ein Lied empfiehlt, das mir nicht gefällt, kann ich damit leben. Aber wenn mein selbstfahrendes Auto Entscheidungen darüber trifft, wessen Leben im Falle eines Unfalls verschont bleiben soll, würde ich mir mehr Kontrolle über solche Entscheidungen wünschen.”
EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager pocht darauf, dass Künstliche Intelligenz verlässlich sein muss.
heise.de

UNGEKÜNSTELT

Künstliche Intelligenz schreibt Metal-Songs: Der YouTuber Funk Turkey nutzt eine Künstliche Intelligenz, um sie Songtexte schreiben zu lassen. Das System lernt anhand von Liedern eines Künstlers welche Worte, Metaphern und Stilmittel genutzt werden. Nun hat die KI einen Songtext auf Grundlage der Daten der Metal-Band Iron Maiden geschrieben – die Sätze sind grammatikalisch korrekt. Allerdings wirken sie so “künstlerisch”, dass ihr Sinn schwer nachzuvollziehen ist.
metal-hammer.de

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