KW 29: Apple an der KI Spitze, Karlsruher Institut für Technologie rüstet auf, Zwei Milliarden Euro für die KI Förderung in Deutschland

NACHRICHTEN

Apple an der Spitze: Apple hat in den letzten zehn Jahren viel Wert auf die Entwicklung von KI gelegt und zwanzig StartUps an sich gebunden, die sich auf KI spezialisierten. Auch Google, Amazon, Facebook und Microsoft bemühen sich um Expertise in diesem Bereich. Doch das deutlich hinzugeworbene Wissen seitens Apple zeigt sich besonders in der Entwicklung der neuen iPhone Features wie die FaceID.
de.statista.com

Das Karlsruher Institut für Technologie rüstet auf: Als erster Standort in Europa hat das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) das universelle System für die gesamte KI-Infrastruktur NVIDIA DGX A100 in sein Repertoire aufgenommen. Es ist ein Hochleistungsserver mit jeweils acht NVIDIA A100 Tensor Core GPUs. Den Forschern sei es damit möglich, deutlich größere Neuronale Netzwerke als bisher in sehr viel kürzerer Zeit mit noch größeren Datenmengen zu trainieren, erklärt Martin Frank, Direktor am Steinbuch Centre for Computing (SCC) am KIT und Professor am Institut für Angewandte und Numerische Mathematik (IANM).
com-magazin.de

Eine App für KI: Das Grazer Unternehmens Leftshift One hat eine neue Plattform entwickelt, mit der Firmen Zugriff auf verschiedenste Anwendungen wie Produktkontrolle bis hin zur Mail-Beantwortung mit künstlicher Intelligenz haben. Zusammen mit dem Grazer „Know Center“, einem Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, das Eigenentwicklungen auf der neuen KI-Plattform integrieren will.
steiermark.orf.at

Zwei Milliarden Euro für die KI-Förderung in Deutschland: Das Ministerien für Arbeit (BMAS), Wirtschaft (BMWi) und Forschung (BMBF) versprechen zwei Milliarden Euro für mehr KI-Rechenpower (Supercomputer), europäische KI-Netzwerke und „exzellente Forschungs- und Transferstrukturen. Allerdings ist das Paket zur Strategie der Künstlichen Intelligenz (KI) bereits zum zweiten Mal verschoben worden. Weder in den Nachtragshaushalten von BMBF, noch des BMWi sind die Gelder zu finden. Dies wurde im Rahmen einer schriftlichen Anfrage von der technologiepolitischen Sprecherin der Grünen im Bundestag, Anna Christmann, festgestellt.
tagesspiegel.de

Technologieschub dank Corona: Es kommt zum verstärkten Einsatz der Automatisierung am Arbeitsplatz: Home-Office, Videokonferenzen und intelligente Assistenten haben seit Ausbruch der Pandemie stark zugenommen und im Technologiebereich zu einem Schub geführt. Die Arbeitswelt befindet sich daher in eine Neugestaltung. Ob Jobverluste im großen Umfang zu fürchten sind, bleibt abzuwarten.
nzz.ch

China wirbt auf LinkedIn ausländische Spione an tagesspiegel.de
Corona: Früherkennung mittels KI swp.de
Probleme bei der Gesichtserkennung: sueddeutsche.de
KI am Arbeitsplatz: Sorge vor Arbeitsplatzverlust pressebox.de

ZAHL DER WOCHE

Für das Jahr 2020 werden weltweite Umsätze Unternehmensanwendungen im Bereich künstliche Intelligenz von rund 4,8 Milliarden US-Dollar prognostiziert.
de.statista.com

HINTERGRUND

Zu hohes Missbrauchspotenzial der von PimEyes gesammelten Daten: Regierung und Bundestag haben sich für eine strenge Regulierung eines polnischen Start-up-Unternehmens ausgesprochen. Die Suchmaschine PimEyes analysiert Gesichter nach individuellen Merkmalen auf Millionen Websites und speichert die biometrischen Daten ab. Das Portal Netzpolitik bestätigt nach eigenen Recherchen, dass ein umfassender Angriff auf die Anonymität vorläge und die Suchmaschine möglicherweise rechtswidrig sei. Die Bundesregierung und Opposition haben sich daher für eine strenge Regulierung eines polnischen Start-up-Unternehmens ausgesprochen. Nach Artikel 9 der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist die Verarbeitung personenbezogener Daten grundsätzlich untersagt, es sei denn die betroffene Person dieser ausdrücklich eingewilligt. PimEyes argumentiert, dass Nutzer und Nutzerinnen dort allein ihr eigenes Gesicht hochladen und so sehen könnten, welche Bilder von ihnen im Netz auftauchen. Fraglich ist, was das Unternehmen mit den Bildern macht und ob die hochgeladenen Bilder bereits Teil einer Datenbank sind.
zeit.de

KI-Forschung in China – Täuschung zwecklos: China ist auf dem Weg zur KI-Supermacht. Bereits in allen gesellschaftlichen Bereichen ist KI allgegenwärtig, Regulierung spielen dabei kaum eine Rolle. Watrix ist in China eins der wichtigsten Start-ups im Bereich KI. Entwickelt wurde gerade eine Gangerkennung per Algorithmus, die im Sicherheitsbereich bei Ermittlungs- und Überwachungsbehörden eingesetzt werden soll. Das System analysiert dabei verschiedene Merkmale des Körpers, misst Größenverhältnisse, Abstände und Bewegungsabläufe und registriert so die normale Gangart einer Person. Selbst wenn man absichtlich humpelt und das eine Bein hinter sich her zieht, erkenne das System die Gangart. Menschen können so schon aus der Ferne von der Technologie erkennt werden – bevor diese selbst die Kamera entdecken können. Aber auch Krankenhäuser kooperierten mit dem Unternehmen, erklärt Gründer Huang Yongzhen. Gemeinsam forschen sie, wie das Sturzrisiko älterer Menschen minimiert werden kann. Großen Hersteller von Haushaltsgeräten nutzten ebenfalls sein System, damit die Geräte die Familienmitglieder erkennen können.
deutschlandfunkkultur.de

PROJEKT DER WOCHE

„Digitales Münsterland“: Die Denkfabrik “Digitales Münsterland” ist durch zahlreiche innovative Unternehmen, digitale Start-ups und Fachbereiche der Hochschulen mit Informatikschwerpunkten auf der digitalen Landkarte vertreten. Sie diskutieren über Themen wie den Kompetenzausbau regionaler Unternehmen um wirtschaftlich erfolgreicher zu sein und welche besonderen Chancen und innovativen Kompetenzen das Münsterland braucht.
madeinbocholt.de

ZITAT

“Maschinen werden genauso Fehler machen, wie Menschen Fehler machen, das ist einfach unvermeidlich.”
Stefan Wess, CEO des Softwareunternehmens Empolis, erklärt welche Entscheidungen KI heute schon eigenständig in Unternehmen trifft und ab wann das Vertrauen zum Einsatz von KI wachsen werde.
manager-magazin.de

UNGEKÜNSTELT

KI porträtiert Personen je nach Persönlichkeit: Aus Stimme und Gesicht können Algorithmen erkennen, ob eine Person gestresst oder gelassen ist. Forschern der kanadischen Simon Fraser University haben ein System entwickelt, den Stress in der Stimme oder die Emotionen im Gesicht einer Person misst und so einen Eindruck der Person gewinnt.
futurezone.at

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