KW 3: Grüne für KI-Gütesiegel, US-Bürger sehen China vor den USA, Deutschland bemüht sich, EU fördert KI-Plattform für Firmen und Behörden

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Grüne für KI-Gütesiegel
In einem Positionspapier hat die Landtagsfraktion Baden-Württemberg sich zu einem „dezidiert europäischen Weg“ bei der Künstlichen Intelligenz ausgesprochen. Sowohl die überwachungsaffinen Technologien der KI aus China sowie die marktorientierten Methoden aus den USA hält die Fraktion für falsch. Dieser europäische Weg in der Künstlichen Intelligenz soll auf beiden Seiten von ethischen, ökologischen und sozialen Gesichtspunkten abgesteckt sein. KI-basierte Entscheidungen sollen anhand dieser Kriterien kontrolliert werden können. Dazu soll ein Gütesiegel zur Zertifizierung von ‚KI made in Europe’ entwickelt werden. Baden-Württemberg soll dabei mit seinem Cyber Valley in der Region Stuttgart-Tübingen eine besondere Rolle zukommen.
swp.de

US-Bürger sehen China vor den USA
Eine Studie des Center for the Governance of AI an der Oxford Universität befragte 2.000 US-Amerikaner zu ihren Meinungen beim Thema Künstliche Intelligenz. Das Bild, das sich dabei ergab, war eines von Unentschlossenheit: 41 Prozent der Befragten befürworten die KI-Entwicklung, 22 Prozent sind mehr oder weniger stark dagegen. 28 Prozent sind weder dafür noch dagegen, zehn Prozent ohne Meinung. Besonders deutlich wurde in der Studie, wie die soziale Herkunft die Einstellung zur KI beeinflusst. Je höher der Bildungsgrad, umso höher ist die Tendenz, Künstlicher Intelligenz positiv gegenüber zu stehen. Entschlossenheit herrschte lediglich beim Thema Regulierung – 82 Prozent der Befragten sprachen sich für eine Regulierung der KI aus. China liegt in der Studie in Sachen KI ebenfalls vor den USA. 52 Prozent halten China für überdurchschnittlich erfolgreich bei der Künstlichen Intelligenz. Dem eigenen Land geben nur 46 Prozent ein solches Urteil.
vrodo.de

Deutschland bemüht sich
Im Rahmen ihrer Strategie für Künstliche Intelligenz will die Bundesregierung Deutschland bis 2025 zu einem führenden Standort der Künstlichen Intelligenz machen. Dafür sollen in einem ersten Schritt rund 500 Millionen Euro bereitgestellt werden, insgesamt sollen es drei Milliarden Euro sein. Deutschland ist im internationalen Vergleich recht spät dran mit diesen Plänen – Kanada, Indien, China, Japan, die EU, Russland, Großbritannien und Frankreich haben derartige Strategien bereits vorgelegt. So soll die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen und europäischen Wirtschaft erhalten werden. Konkrete Pläne sieht das Strategiepapier aber keine vor.
heise.de

EU fördert KI-Plattform für Firmen und Behörden
Die EU fördert mit dem AI4EU-Projekt eine Plattform zu Künstlicher Intelligenz mit rund 20 Millionen Euro. Dazu begannen am 10. Januar 79 Partner aus 21 EU-Ländern ihre Zusammenarbeit. Darunter befinden sich Unternehmen wie Siemens, SAP, die Allianz, die TU Berlin, die Fraunhofer Gesellschaft und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Andrus Ansip, Vizepräsident der EU-Kommission für den digitalen Binnenmarkt, betonte die Notwendigkeit einer leichten Nutzbarkeit von KI für alle. Die Plattform soll eine Anlaufstelle für Ressourcen für Künstliche Intelligenz einschließlich Datenspeicher, Rechenleistung, Werkzeuge und Algorithmen schaffen. Auch Fortbildungs- und Umschulungskurse sollen angeboten werden.
elektroniknet.de

Landkarte zeigt Deutschlands KI-Hotspots: Die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften bietet in einer Landkarte eine Übersicht über die Hotspots des maschinellen Lernens. Auf der Karte werden Institutionen aufgeführt, an denen in den 16 Bundesländern an KI geforscht wird. Mit 70 Entwicklungskonzepten ist Bayern hier an der Spitze. Schlusslicht ist Mecklenburg-Vorpommern. Die EU investiert derweil 20 Milliarden Euro in die Forschung zum Thema KI.
heise.de

Modehersteller: Nike baut Zusammenarbeit mit KI-Spezialisten aus textilwirtschaft.de
BMW: Selbstfahrende LKW-Anhänger eurotransport.de
Deep Learning: Menschliche Fähigkeiten auf Maschinen übertragen computerwoche.de

ZAHL

Um rund 32 Milliarden Euro soll Künstliche Intelligenz die Bruttowertschöpfung des produzierenden Gewerbes in Deutschland in den nächsten fünf Jahren steigern. So heißt es in einer im Juli 2018 veröffentlichten Studie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.
vrodo.de

ZITAT

Die Einführung von KI-Systemen nimmt rasch zu, ohne dass es angemessene staatliche Vorschriften oder Kontroll- und Haftungsregelungen gibt.“
Das US-Forschungsinstitut AI Now fordert in einem Bericht, zum Schutz der Öffentlichkeit Regeln für den Einsatz der Gesichtserkennung und anderen KI-basierten Systemen zu schaffen.
heise.de

UNGEKÜNSTELT

Super-Satellit der US-Geheimdienste ist nur noch Weltraumschrott
Ende 2016 brachte eine Rakete den mit über zwei Tonnen Gewicht derzeit größten und modernsten kommerziellen Satelliten WorldView 4 ins Weltall. Kostenpunkt des Satelliten sind rund 800 Millionen Dollar, ein Technikfehler stellte sich somit als kostspielig heraus: Er kann kein Objekt mehr anvisieren. Der Satellit war vor allem bei Bilderanalysten und Diensten wie Uber oder Google beliebt, weil seine Bilder extrem detailgenau waren, WorldView 4 war der ideale Informationslieferant für Softwareprogramme und künstliche Intelligenz. Aus den Hoffnungen wurde nun nichts mehr als Weltraumschrott.
welt.de

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