KW 4: Frontline-Worker – die wichtigste Stimme in der künstlichen Intelligenz, Das Gleichgewicht von KI-Regulierung in der Politik, Künstliche Intelligenz hilft bei Corona-Diagnosen

NACHRICHTEN

Frontline-Worker – die wichtigste Stimme in der künstlichen Intelligenz: Es sind die Mitarbeiter an der Front und im Service, die dafür sorgen, dass Geschäfte laufen. Sie werden es gleichzeitig sein, die den Einsatz Künstlicher Intelligenz zum Laufen bringen werden, meinen Experten. Es gebe eine wachsende Zustimmung, dass KI und Robotik nur dann erfolgreich sein würden, wenn es eine menschliche Komponente in den Prozessen gebe, erklärte James Manyika, Chairman des McKinsey Global Institutes. Arbeitskräfte müssten daher auf die bevorstehenden Veränderungen vorbereiten werden. Sie sollten ermutigt werden, sich an der KI-Revolution zu beteiligen. Dabei ist der Erfolg aber auch abhängig von Wirtschaftsführern und politischen Entscheidungsträgern, die den Prozess proaktiver gestalten müssen.
forbes.com

Das Gleichgewicht von KI-Regulierung in der Politik: Projekte und Forschungen im Bereich der künstlichen Intelligenz gelten als Schlüsseltechnologie der Zukunft und werden daher immens gefördert. Dabei dürfe die Politik jedoch das Gefahrenpotenzial solcher Anwendungen nicht vernachlässigen, meint Medien- und Technikethikers Thilo Hagendorff. Programme können mit KI etwa aus Profilbildern von Menschen mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auf deren politische, sexuelle Orientierung oder Persönlichkeitsmerkmale schließen. In der Cyber Valley in Baden-Württemberg wurde daher Ethikbeirat (Public Advisory Board) gegründet, der Forscher*innn dabei hilft ethische und gesellschaftliche Fragen zu reflektieren. Der Beirat sei eine Besonderheit allerersten Ranges. Weltweit sei es das erste und einzige Mal, dass es so eine zivilgesellschaftliche Plattform gebe, erklärte Ulrich Hemel, Direktor des Weltethos-Instituts in Tübingen.
heise.de

Künstliche Intelligenz hilft bei Corona-Diagnosen: Ein Dortmunder Medizin-Projekt hat eine KI entwickelt, die Ärzten dabei hilft, gefährliche Lungenschäden zu entdecken. Das Projekt „Rad-Companion“ hilft auch bei Corona-Patienten und stößt daher auf weltweites Interesse. Die lernende Software wurde mit über 100.000 Röntgenbildern von Corona-Infizierten vorprogrammiert. Auf den Röntgenbildern zeigt sie die erkrankten Bereiche der Lunge. Mit einer Skala von eins bis zehn zeigt das Programm an, wie sicher die Diagnose ist. Gerade auf der Intensivstation, wo Ärzt*innen 10-15 Covid-Patienten auf einmal betreuen, biete das Programm eine wichtige Stütze, erklärt der Radiologe Karsten Ridder.
wdr.de

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Home-Office und Arbeitsrecht während der Pandemie – Kraft des Faktischen schlägt rechtliche Vorgaben? Was lange Zeit unmöglich schien, ist durch die Pandemie nun millionenfache Selbstverständlichkeit geworden: Arbeiten im Home-Office. Doch auch wenn Arbeitgeber und Arbeitnehmer sich überwiegend an die neuen Begebenheiten gewöhnt haben, bleiben eine Vielzahl rechtlicher Fragen offen: Können Arbeitnehmer zum Arbeiten von Zuhause gezwungen werden? Wer muss für Arbeitsmittel und Gesundheitsschutz aufkommen? Und welche Vorgaben gibt es beim Datenschutz im Home-Office? Deutschlands führende Steuerberatungsgruppe ETL klärt über diese und weitere Fragen auf.
youtube.com

KI kann Covid-19 am Geräusch erkennen: Wissenschaftler*innen der ETH Lausanne trainieren Algorithmen, die dem Menschen das Erkennen und Zuordnen von Geräuschen abnehmen sollen. Denn Geräusche liefern Ärzt*innen wertvolle Anhaltspunkte für das Erkennen von Krankheiten: Beispielsweise pfeifen die Lungen von Patienten mit Asthma. Lungen hingegen mit Pneumonie rauschen. Menschen einschließlich Ärzt*innen können dies nur schlecht hören.
nzz.ch

Zehn aufstrebende Startups aus der Slowakei, die man 2021 verfolgen sollte: Bratislava hat eine kleine, aber pulsierende Startup-Szene. Das 2019 gegründete Startup „iERP“ unterstützt Unternehmen bei der Nutzung von Algorithmen und Künstlicher Intelligenz, sei es, um Daten zu nutzen, Verkäufe zu prognostizieren oder zu wissen, was Ihre Kunden wann kaufen werden. Oder das vor zwei Jahren gegründete Cleantech-Unternehmen Fuergy hat ein eigenes Hardware-Gerät und eine KI-gestützte Software namens „brAIn“ entwickelt, die den Energieverbrauch optimieren soll. Dies sind nur einige der zehn aufstrebenden Jungunternehmen aus der Slowakei.
eu-startups.com

Matratzen und AI: Matratzen-Startup Emma will mit KI noch weiter durchstarten wuv.de
Noch ein weiter Weg: Bis zur starken künstlichen Intelligenz braucht es noch immobilien-zeitung.de
Künstliche Intelligenz: Zukunftstechnologie manager-magazin.de
Pharmabranche: KI treibt die Pharmabranche voran dasinvestment.com
Investition: Prosus Ventures investiert 30 Millionen Dollar in das indische Agrartechnik-Startup DeHaat techcrunch.com

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ZAHL DER WOCHE

Ein Algorithmus ordnete die Atemgeräusche bei mehr als 70 Prozent der Corona-positiven Patienten richtig zu und erkannte die Gesunden sogar zu mehr als 90 Prozent.
nzz.ch

HINTERGRUND

Weshalb KI-Fairness ein wirtschaftlicher und sozialer Imperativ ist: Seit einigen Jahren ist die KI-Fairness ein wichtiges Thema für Unternehmen, Regierungen, zivilgesellschaftliche Organisationen und Multi-Stakeholder-Initiativen. Transparenz und Moral sind im Umgang mit künstlicher Intelligenz unverzichtbar. KI dürfen keine Quelle der Ungleichheit zwischen Gruppen oder Gemeinschaften schaffen. Es braucht daher eine umfassendere Herangehensweise, die alle Dimensionen der KI-Fairness abdeckt und ihre Wechselbeziehungen ausnutzt, um die effektivsten Rahmenbedingungen, Techniken und Richtlinien zu entwickeln. Doch hier kommt der Knackpunkt: KI-Systeme werden von Menschen entwickelt, die die Trainings- und Testdaten sammeln und die Entwicklungsentscheidungen treffen. Diese können – bewusst oder unbewusst – mit Vorurteilen behaftet sein. Angemessenen und gemeinsamen Regeln müssen daher definiert werden, um sicherzustellen, dass die jeweilige KI, die eingesetzt und verwendet wird, auch fair ist. KI-Hersteller sollten daher interne Prinzipien, Richtlinien, Methoden und Governance-Rahmenwerke definieren und implementieren, die sicherstellen, dass die von ihnen produzierte KI fair, robust, erklärbar, genau und transparent ist.
weforum.org

KI-Plattform für die Landwirtschaft: Das in 2014 gegründete südafrikanische Startup Aerobotics, hat intelligente Werkzeuge für die Landwirtschaft entwickelt. Es konzentriert sich derzeit auf die Entwicklung von Werkzeugen für Obst- und Baumbauern. Mithilfe von künstlicher Intelligenz, Drohnen und anderen Robotern hilft die Technologie dabei, die Gesundheit dieser Kulturen zu verfolgen und zu bewerten. Es hilft den Bauern auch kranke Bäume schneller zu identifizieren, Schädlingen und Krankheiten zu verfolgen und fördert ein besseres Ertragsmanagement. Die Gründer James Paterson und Benji Meltzer haben in einer weiteren Finanzierungsrunde 17 Millionendollar erhalten.
techcrunch.com

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IoT: Zusammenarbeit bei 5G-Diensten, Samsung rüstet alte Smartphones um, Chip-Mangel führt zu Produktionsengpässen iot-ticker.net
Blockchain: China arbeitet an globalem Blockchain-System, Britische Krankenhäuser verwenden Blockchain, um Corona-Impfstoffe zu tracken, Bitcoin-Alternative Ethereum im Allzeithoch blockchain-ticker.net
Safety & Security: Panne bei FU Berlin, CDU meldet Hackerangriffe auf digitalen Parteitag, Funke-Mediengruppe nach Hackerangriff safety-security-ticker.net

PROJEKT DER WOCHE

Prävention mithilfe von KI: Das neue EU-Projekt Intervene ist am 1. Januar gestartet. Es zielt darauf ab, KI-basierte Technologien auf einen großen Pool von genomischen Gesundheitsdaten einzusetzen, um statistische Vorhersagen zum individuellen Erkrankungsrisiko und Krankheitsverläufen von Volkskrankheiten machen zu können. Hierfür hat sich das Hasso-Plattner-Institut (HPI) mit weiteren 16 Forschungseinrichtungen zusammengeschlossen. Das Projekt hat eine Laufzeit von fünf Jahren und wird vom Forschungs- und Innovationsprogramm der Europäischen Union mit zehn Millionen Euro finanziert.
kma-online.de

ZITAT

„Man muss sich keine Sorgen über eine arbeitslose Zukunft machen. Das wird es für viele, viele Jahrzehnte nicht geben. Worüber wir nachdenken sollten, ist, wie wir die Übergänge und Anpassungen bewältigen, während wir den Arbeitnehmern helfen, damit umzugehen.“
James Manyika, Chairman des McKinsey Global Institutes.
forbes.com

UNGEKÜNSTELT

Noch zu viele Risiken vorhanden: Für Banken stellen die Einsatzmöglichkeiten Künstlicher Intelligenz zwar eine Billionen-Chance dar. Doch automatisierte Kreditentscheidungen seien noch immer zu riskant. Viele Probleme, insbesondere Viele ethische müssten noch gelöst werden.
handelsblatt.com

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