KW 42: Amazons Bewerbungs-KI wegen Sexismus größtenteils eingestellt, Bayerische Zentrum für Künstliche Intelligenz eröffnet, Siemens-Entwickler: Bei KI ist noch viel zu tun

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Amazons Bewerbungs-KI wegen Sexismus größtenteils eingestellt
Wie aus Berichten der Nachrichtenagentur Reuters hervorgeht, arbeitete Amazon bereits sein 2014 an einer KI-Software, die automatisch die besten Bewerber für eine Stelle auswählen sollte. Die Software wurde dafür mit Datensätzen von angenommenen Mitarbeitern trainiert und sollte so lernen, den vielversprechendsten Kandidaten zu erkennen. Da in den vergangenen zehn Jahren jedoch deutlich mehr Männer eingestellt wurden, lernte das System so, Frauen automatisch schlechter zu bewerten. Die Software sei zwar angepasst worden, doch gebe es keine Garantie, dass das Kriterium „Geschlecht“ den Auswahlprozess nicht weiterhin beeinflusst. Laut Reuters kommt sie bei Amazon nun nur noch „in sehr eingeschränktem Maße“ zum Einsatz. Zu keinem Zeitpunkt habe das Unternehmen aber allein auf Basis der Empfehlung der künstlichen Intelligenz Bewerber eingestellt oder abgelehnt.
heise.de

Bayerische Zentrum für Künstliche Intelligenz eröffnet
In München wurde vergangene Woche das bayerische Zentrum für Künstliche Intelligenz eröffnet, in dem bis zu 70 Wissenschaftler mit Partnern aus Industrie und öffentlicher Verwaltung zusammenarbeiten sollen. Das Forschungszentrum hat seinen Sitz im Stadtteil Schwabing und ist Teil des bayerischen Software-Forschungsinstituts „Fortiss“. Laut Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer habe der Freistaat zwanzig Millionen Euro in den Ausbau investiert: „Unser Ziel ist die Technologieführerschaft in diesem Bereich.“ Unter anderem arbeiten Forscher und Studenten gemeinsam mit Autobauern wie BMW an einer Software für autonomes Fahren, die das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer erlernt und so für weniger Staus sorgen soll. Ein sogenannter Neurorobotik-Simulator ermöglicht es den Wissenschaftlern in einem anderen Projekt, das Hirnmodell einer Maus nachzubilden und so zu erforschen, welche Modelle sich am besten zum Lernen eignen.
sueddeutsche.de

Siemens-Entwickler: Bei KI ist noch viel zu tun
Bereits seit 20 Jahren forscht Siemens an neuronalen Netzen und künstlicher Intelligenz. Das „AI Lab“ ein eigens auf die Entwicklung von Algorithmen und Geschäftsmodellen mit KI ausgerichtetes Labor, ist mittlerweile ein Jahr alt – hier arbeiten knapp 20 Mitarbeiter an der Zukunft des Konzerns. Doch man sollte die Kontrolle nicht komplett an die Maschinen abgeben. „Maschinen wird immer eine gewisse Tendenz oder Neigung eingeschrieben von ihren Machern“, sagt Ulli Waltinger, der das AI Lab leitet. So haben sich Ärzte bei der Erkennung von Brustkrebs besser als Algorithmen erwiesen und ein Programm zur Identifizierung von Verbrechern hatte einen dunkelhäutigen Mann als gefährlicher eingestuft als einen Doppelmörder.
faz.net

Gesichtserkennung soll Bordkarte ersetzen
Die Fluglinie AirAsia will den Boarding-Pass abschaffen und zukünftig Passagiere anhand von Gesichtserkennung identifizieren. Das würde auch die Kosten optimieren, sagt CEO Tony Fernandes. „Wir verfügen über viele Passagierdaten. Mithilfe der richtigen Werkzeuge – Stichwort Künstliche Intelligenz und Machine Learning – kann das gesamte Reiseerlebnis personalisiert und verbessert werden“, so Fernandes am Rande der Google-Cloud-Konferenz Next ’18 in London. Außerdem könnten in Zukunft auch Gates nach der kürzesten Umsteigezeit für Passagiere ausgewählt werden. Natürlich nur, wenn auch die Airlines mitspielen.
futurezone.at

EU-Urheberrechtsreform bedroht Entwicklungen im KI-Bereich netzpolitik.org
„Deepmind“-Forscher: Problemfelder in der Entwicklung von KI-Systemen sueddeutsche.de
Bankwesen: Chat-Roboter sollen Kredite anbieten und Zahlungserinnerungen senden br.de

ZAHL

Laut der aktuellen Medienstudie von ARD und ZDF nutzen 19 Prozent der Deutschen zwischen 14 und 29 Jahren Apples Siri. Die Sprachassistentin liegt damit vor dem Google Assistant und Alexa auf Platz eins der meistgenutzten smarten Assistenten.
mobilegeeks.de

ZITAT

Niemand kann überzeugend definieren, was ‚KI‘ überhaupt sein soll, aber im Moment wissen alle, dass jeder ‚KI‘ braucht, und zwar am besten sofort.
Florian Gallwitz, Informatikprofessor an der Technischen Hochschule Nürnberg, hält den Begriff ‚KI‘ für „überflüssig und irreführend“.
sueddeutsche.de

UNGEKÜNSTELT

KI kann keine optischen Illusionen erstellen
Die KI-Forscher Robert Williams und Roman Yampolskiy wollten ein KI-System dazu bringen, unzählige optische Illusionen zu erstellen. Mit diesen optischen Täuschungen in individuell konfigurierbaren Abstufungen wollten sie die Wahrnehmungsforschung voran treiben. Es gelang ihnen jedoch nicht, eine künstliche Intelligenz entsprechend zu trainieren. Als Grund nannten die Forscher einerseits die verhältnismäßig geringe Anzahl bestehender optischer Illusionen – sie konnten dem System zum Training lediglich 6.000 Bilder zur Verfügung stellen, üblicherweise lernen KI-Softwares von mindestens ein paar zehntausend Datensätzen. Zudem soll es nur wenige Dutzend unterschiedlicher Illusionstypen geben. Die Wissenschaftler schließen aus ihrem Misserfolg, dass eine KI erst das Prinzip der optischen Täuschung verstehen müsste, bevor sie selbst Illusionen generieren kann.
vrodo.de

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