KW 46: App erkennt Corona am Husten, KI hilft bei Früherkennung von Brustkrebs, Gründerin will mit KI Mode nachhaltiger machen

NACHRICHTEN

App erkennt Corona am Husten: Momentan bekommt Deutschland eindrucksvoll vorgeführt, wie es nicht geht im Kampf gegen Corona: nicht nur müssen vielerorts Menschen lange auf einen Corona-Test warten, auch das Ergebnis kommt mitunter, etwa in Berlin, erst sechs Tage nach dem Abstrich – zu lange im Kampf gegen ein sich rasant verbreitendes Virus. Forscher aus den USA versprechen jetzt Abhilfe: Eine Software, die derzeit am Massachusetts Institute of Technology (MIT) entwickelt wird, soll das Virus am Klang des Hustens erkennen. Dahinter steht KI-Technologie, die den Forschern zufolge vielversprechende Diagnoseresultate erzielen kann. So erkenne die App 98 Prozent der Corona-Infizierten mit Symptomen und sogar 100 Prozent derjenigen ohne Symptome. KI-Experten äußern jedoch ernsthafte Zweifel an den gemeldeten Erfolgen.
t-online.de

KI hilft bei Früherkennung von Brustkrebs: Künstliche Intelligenz kann bei der frühen Erkennung von Brustkrebs helfen. Dies ist das Ergebnis einer entsprechenden Studie, die in dieser Woche in der Fachzeitschrift “Radiology: Artifical Intelligence” erschienen ist. Demnach wurde ins der Studie KI-Technologie eingesetzt, um Radiologen bei der Interpretation von Bildern aus der Mammographie zu unterstützen. Die KI wurde dabei mit Daten von echten Fällen trainiert und sollte so die Unterscheidung zwischen gutartigen und bösartigen Tumoren lernen – mit Erfolg. Die am Test teilnehmenden 14 Ärzte empfanden die KI als hilfreich und zeitsparend.
genengnews.com

Gründerin will mit KI Mode nachhaltiger machen: Die deutsche Gründerin Anna Franziska Michel hat es sich zum Ziel gemacht, die Modeindustrie nachhaltiger zu machen. Durch den Einsatz von KI-Technologie soll ihr Modelabel Yoona Technologie weniger Abfall produzieren. Angefangen beim Designprozess, wo durch die Digitalisierung Prototypen überflüssig werden sollen, Abfall vermieden werde und weniger Materialen verbraucht werden würden. Gleichzeitig könne KI auch beim Planen der Herstellungsmenge helfen und so Überproduktion vermeiden. Erste namhafte Unternehmen wie Ernsting’s Family sind bereits Kooperationspartner.
handelsblatt.com

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IoT-Ticker: Real life trifft auf die digitale Welt. Internet of Things als Schnittstelle, das sowohl die Industrie als auch den Alltag revolutioniert. Erhalten Sie wöchentlich ein Update aus der Welt “Internet der Dinge”. iot-ticker.net

Saudi-Arabien plant KI-Offensive: Die Golfmonarchie Saudi-Arabien steht absehbar vor der Herausforderung der Diversifizierung ihrer Ökonomie, die noch immer in hohem Maße vom Ölexport abhängig ist. Nun hat der saudische Minister für Industrie und Mineralressourcen, Bandar al-Khurayef, gegenüber der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Sputnik eine Offensive im KI-Bereich angekündigt. Das Land solle bereits in den nächsten Jahren “ein Zentrum der Entwicklung von Innovationen, Hightech und künstlicher Intelligenz” werden. Die Pläne dazu lägen vor. Bereits jetzt fördere der Staat zahlreiche Unternehmen, die zur Implementierung der Technologie in die eigene Produktion bereit seien, so al-Khurayef.
de.sputniknews.com

KI-Unternehmen will Lokalisierungsmarkt revolutionieren: Die Lokalisierung von medialen Inhalten mittels Untertiteln oder Synchronisation der Audiospuren ist ein aufwendiger und teurer Prozess. Das KI-Unternehmen Resemble AI will diese Arbeit nun an Künstliche Intelligenz auslagern. Das Unternehmen spezialisiert sich auf KI-generierte Stimmen und produziert auf Bestellung KI-Audioclips. Dafür wird ein neuronales Netzwerk mit hochwertigen Audioaufnahmen und passenden Transkripten trainiert, wodurch das Netzwerk lerne, die Stimme aus den Aufnahmen zu reproduzieren. Das neue System “Localize” soll nun sogar automatisch Sprache übersetzen – in der Stimme des Originalsprechers. Damit wird George Clooney in jeder Landessprache wie George Clooney klingen, zeigt sich das Unternehmen überzeugt.
mixed.de

Umfrage zu KI-Durchdringung im Mittelstand geplant: Im Rahmen einer Expertise des Forschungsbeirats der Plattform Industrie 4.0 wollen Forscher des Instituts für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen (PTW) der TU Darmstadt herausfinden, wie der derzeitige Stand der Durchdringung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) mit KI-Technologie ist. Die Umfrage “Künstliche Intelligenz im Mittelstand” soll unter anderem mögliche Lücken und Defizite in der deutschen Förderlandschaft aufzeigen und politische Entscheidungsträger bei der Konzeption zukünftiger Förderprogramme in diesem Bereich unterstützen. Dazu werden bis Jahresende noch Teilnehmer aus dem produzierenden Gewerbe gesucht.
industry-of-things.de

Verantwortung: KI als Entscheidungshelfer in Unternehmen bigdata-insider.de
Interview: 4 KI-Experten über moralische und ethische Herausforderungen technik-und-wissen.ch
Arbeitnehmerfreundlich? KI in der Personalabteilung tagblatt.ch
Akzeptanz: Vertrauen der Bürger in Technologie vonnöten aerzteblatt.de
Papst: Technischer Fortschritt darf Gemeinwohl nicht aus dem Auge verlieren vaticannews.va

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ZAHL DER WOCHE

Laut des Instituts der deutschen Wirtschaft haben 62 Prozent der digitalisierten Unternehmen in Deutschland, bei denen das Internet das Hauptgeschäft darstellt, zwischen 2015 und 2017 mehr Menschen eingestellt.
elektronikpraxis.vogel.de

HINTERGRUND

Wie Diskriminierung durch KI-Anwendungen verhindert werden kann: Die Angst, von diskriminierenden Entscheidungen durch KI-basierte Systeme betroffen zu sein, ist in der Bevölkerung weit verbreitet. In den letzten Jahren sind immer wieder Beispiele rassistischer oder geschlechtlicher Ungleichbehandlung durch vermeintlich neutrale KI-Systeme bekannt geworden. Auch im kürzlich veröffentlichten Gesamtbericht zur KI-Technologie der Enquete-Kommission des Bundestages spielt das Thema eine wichtige Rolle. Die wichtigsten Mittel dagegen sind transparente Algorithmen und Simulationen.
it-daily.net

Hier sind die Top 10-KI-Forschungslabore der Welt zuhause: Angesichts stetig steigender Bedeutung von KI-Technologien für die Wirtschaft steigt nicht nur der Forschungsbedarf im Feld, sondern auch das dafür eingesetzte Budget. Längst haben sich über den Globus verteilt gewisse Forschungsinstitute ein beachtliches Renommee erarbeitet. Die meisten davon stehen in den USA. Deutsche Institute fehlen dabei noch.
analyticsinsight.net

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Safety-Security-Ticker – Mit unserem Newsletter versorgen wir Sie mit den neuesten Infos zu Themen aus dem Embedded Umfeld. safety-security-ticker.net

PROJEKT DER WOCHE

Kunsthochschule Halle erforscht neue Technologien: Zwar befinden sich an der Universität Halle zahlreiche naturwissenschaftliche Fakultäten, der Innovationsmotor der Stadt liegt aber in der Kunsthochschule Burg Giebichenstein. Grund dafür ist das dortige Labor für Robotik und Künstliche Intelligenz. Hier werden Technik und Kunst wissenschaftlich zusammengebracht. Die gemeinsame Arbeitsbasis beschreibt die Künstlerin und Computerwissenschaftlerin Alexa Steinbrück so: “Wenn Studierende zu uns kommen und sagen: Ich will ein Modell bauen, das erkennt, wenn ein Stuhl umfällt! Dann können wir sagen: Ja, das ist möglich! Oder: Nein, das ist schwierig. Also eine Komplexitätseinschätzung”. Schließlich und ganz nebenbei entstünden so neue Werkzeuge und Materialien in den Laboren der Kunsthochschule Halle.
mdr.de

ZITAT

“Wenn man allgemein das Gebiet der künstlichen Intelligenz betrachtet, fällt schnell auf, dass es trotz vieler Fortschritte in der Forschung nicht wirklich weit verbreitet ist, damit zu arbeiten.”
Der MIT-Forscher Brian Subirana ist Teil des Teams, die Corona-Infektionen anhand der Hustgeräusche eines Menschen erkennen können wollen. In der politischen Regulierung sieht er das größte Hindernis für die eigene Software.
wiwo.de

UNGEKÜNSTELT

Roboterwagen kracht bei Live-Premiere in Mauer: Da haben die Freunde des klassischen Rennsports allen Grund zur Häme. Scheinbar können auf KI-Basis fahrende Roboterwagen doch nicht so gut fahren wie echte Menschen – oder eben genauso schlecht. Beim Betarennen der Saison 1.1 raste der neu entwickelte Wagen des Teams SIT Acronis Autonomous direkt nach dem Start in eine Wand. Wodurch der Fahrfehler beim Roboterwagen ausgelöst wurde, ist unklar. Ebenso wie die Gewissheit beim spöttelnden Magazin Mann.tv, dass solche Pannen menschlichen Fahrern nicht unterlaufen würden. So oder so: ein Argument für die Vorteile des autonomen Fahrens lieferte der Crashtest-Dummy auf vier Rädern sicher nicht.
mann.tv

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