KW 46: Offensive zu Künstlicher Intelligenz, Diagnose in der Medizin, Nachwuchssuche mit KI


1 Monat ago

NEWS

Merkel: Deutschland soll führender Standort für Künstliche Intelligenz werden
Vor dem Auftakt einer zweitätigen Klausur des Kabinetts zu Digitalisierung in dieser Woche forderte Kanzlerin Angela Merkel, dass Deutschland ein führender Standort für künstliche Intelligenz und neue Technologien werden soll. Dazu soll eine Strategie zum Thema Künstliche Intelligenz ausgearbeitet werden; ein Schwerpunkt liegt auf der Investition in Forschung. Dazu soll auch die öffentliche Verwaltung effizienter gestaltet werden, beispielsweise durch Berater, die es in dieser Form bisher noch nicht gebe, so Merkel. Merkel erhofft sich von diesen Schritten auch, verloren gegangenes Vertrauen der Bevölkerung gegenüber der Politik zurückzugewinnen. Arbeitsminister Hubertus Heil fordert entsprechend Merkels Vorschlägen, die Weiterbildung im Hinblick auf Digitalisierung zu fördern. So lasse sich Arbeitslosigkeit entgegenwirken.
zeit.de

Bundesregierung kündigt milliardenschwere Investition in künstliche Intelligenz an
Die Bundesregierung verkündete im Rahmen ihrer Offensive zum Thema künstliche Intelligenz, dass sie bis 2025 drei Milliarden Euro zusätzlich investieren wolle. Obwohl Deutschland schon jetzt mit den großen Konkurrenten USA und China mithalten könne, sei die zusätzliche Investition notwendig, um auch weiterhin an der Spitze zu bleiben. Prof. Wolfgang Wahlster, Berater der Regierung in der Digitalisierungsstrategie, betonte jedoch, dass man trotz des internationalen Wettkampfes darauf achten müsse, dass künstliche Intelligenz für den Menschen gemacht werde, nicht gegen ihn. Der Angst vor Arbeitsplatzverlusten durch künstliche Intelligenz hält Wahlster entgegen, dass langfristig mehr Jobs geschaffen würden.
inforadio.de

Künstliche Intelligenz soll medizinische Diagnosen erleichtern
Zukünftig soll Künstliche Intelligenz Medizinern bei der Diagnose von Krankheiten zur Seite stehen. Die Fehlerrate könne somit deutlich reduziert werden, da KI verschiedenste Daten wesentlich verlässlicher als Menschen auswerten könne. Künstliche Intelligenz deckt dabei viele mögliche Bereiche ab: Beispielsweise kann der Atem eines Patienten auf seine Bestandteile untersucht und somit Rückschlüsse auf mögliche Krankheiten gezogen werden. Auch das Schmerzempfinden eines Patienten könne künstliche Intelligenz verlässlicher analysieren. Durch Gesichtserkennung ließen sich Rückschlüsse auf mögliche Erbkrankheiten ziehen sowie Hautkrebs vorgebeugt werden. Sogar in der Psychotherapie erhofft man sich, künstliche Intelligenz anwenden zu können – ein auf der kognitiven Verhaltenstherapie basierendes Gespräch mit einem Bot soll den Psychotherapeuten ersetzen und Symptome von Depressionen oder Angst effektiv mindern. Erfahrene Ärzte und Mediziner sind jedoch kritisch.
dw.com

Startup sucht Talente mithilfe Künstlicher Intelligenz
Das Startup-Unternehmen WorkGenius aus Hamburg setzt bei der Suche nach neuen Talenten auf Künstliche Intelligenz. Die beiden Gründer des Unternehmens, Marlon Litz-Rosenzweig und Daniel Barke finden digitale Freiberufler und vermitteln Jobs an Studenten. Der Pool an potentiellen Arbeitnehmern besteht aus bis zu 300.000 Personen. WorkGenius ist international tätig und hat unter anderem eine Niederlassung in New York. Das Konzept trifft auf großes Interesse: Zur Verstärkung ihres Produkts haben die beiden Gründern Investitionen in Höhe von 10 Millionen US-Dollar bekommen.
handelsblatt.com

Telekom erarbeitet Leitlinien für Künstliche Intelligenz
Die Deutsche Telekom in Bonn ist weltweit eines der ersten Unternehmen, welches sich für den Umgang mit Künstlicher Intelligenz Richtlinien auferlegt hat. Das Unternehmen findet, dass Menschen die Entwicklung von Technologie selbst bestimmen sollen. Hierbei soll darauf geachtet werden, dass Künstliche Intelligenz einen positiven Nutzen für die Menschheit bringe. Dazu seien klare Rahmenbedingungen dringend erforderlich, um den Chancen und Risiken neuer Technologien einen klaren ethischen Rahmen zu geben. Die Telekom suchte dabei aktiv den Dialog mit ihren Mitarbeitern und Auszubildenden, um zu erkennen, welche Werte als wichtig erachtet werden. Diese seien Verantwortung, Vertrauen, Sorgfalt und Transparenz.
general-anzeiger-bonn.de

Grenzkontrollen: EU will Lügendetektor an Außengrenzen einsetzen dw.com
Investieren: Fonds Artifical Intelligence von AGI sei kaufenswert finanzen.net
Bundesverband Künstliche Intelligenz: Mehr Risikobereitschaft bei Investition in künstliche Intelligenz finanztreff.de

ZAHL

Studie: 83 Prozent der Befragten geben an, ihre Arbeitsbelastung habe durch die Digitalisierung zugenommen.
absatzwirtschaft.de

ZITAT

„Davon hängt ganz wesentlich unser künftiger Wohlstand ab.“
Angela Merkel betont, dass der Künstlichen Intelligenz in Zukunft eine zentrale Rolle bei der Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit zukommen wird.
inforadio.de

UNGEKÜNSTELT

Künstliche Intelligenz ist nun auch Teil der Berichterstattung geworden
Die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua stellte zwei Roboter vor, die einem echten Nachrichtensprecher nachempfunden wurden. Diese können eingegebene Texte jeweils in Chinesisch oder Englisch vortragen, bewegen dazu ihren Mund und lösen damit ihren menschlichen Kollegen ab. In welchen Umfang die künstlichen Moderatoren eingesetzt werden sollen, sei bisher noch unklar.
dw.com