KW 7: Chancen der künstlichen Befruchtung mit KI erhöhen, App soll Corona am Husten erkennen, VW will die autonome Mobilität in China vorantreiben

NACHRICHTEN

Startup möchte Chancen der künstlichen Befruchtung mit KI erhöhen: Die Erfolgsrate einer künstlichen Befruchtung (In-vitro-Fertilisation (IVF)) liegt bei zwanzig bis vierzig Prozent. Entscheidender Faktor hierfür ist wohl die Qualität der Embryonen, die in den Uterus eingebracht werden. In einigen Ländern nehmen Ärzte daher vor der IVF eine „Embryonenauswahl“ vor, um nur die vielversprechendsten einzusetzen. Hier möchte das israelische Start-up „Embryonics“ ansetzen und den Auswahlprozess mit Künstlicher Intelligenz verbessern. Mit Forschern aus Israel und der Ukraine wurde ein Algorithmus („UBar“) mit Entwicklungs- und Patientendaten gefüttert und dahingehend trainiert, die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Einnistung des Embryos vorherzusagen. Auch eine erste Testphase ist gestartet: Sechs von elf Frauen, bei denen im Rahmen eines Pilotprojekts die KI-gestützte Embryonenauswahl vorgenommen wurde, sind bereits schwanger. Die fünf anderen warten noch auf ihre Ergebnisse.
mixed.de

App soll Corona am Husten erkennen: Forscherinnen und Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) wollen Corona-Massentests per App möglich machen. Denn wenn Coronapositive husten, klingt das gänzliche anders als normaler Husten – zumindest für Computer. Nun arbeiten Wissenschaftler an einer entsprechenden App, die es den Menschen ermöglichen würde, doch morgendliches Husten ins Telefon eine Testung zu erhalten. Positive Tests sollen im Anschluss durch eine Laboranalyse bestätigt werden. Damit könnte die unbewusste Verbreitung des Virus durch unerkannt Kranke und somit die Ausbreitung enorm eingeschränkt werden. Noch befindet sich die App in der Entwicklung, doch die Forscherinnen und Forscher hoffen, sie „in den nächsten Monaten“ veröffentlichen zu können.
manager-magazin.de

VW will die autonome Mobilität in China vorantreiben: In einem Unternehmens-Video spricht VW-Chef Herbert Diess mit Stephan Wöllenstein, dem CEO der Volkswagen Group China. Sie kommen auch auf autonomes Fahren zu sprechen. Es scheint, als wolle VW den Wachstumsmarkt China für sich nutzen, um zukünftige Mobilitätstechnologien schneller voranzutreiben. Dazu zählt auch das Thema autonomes Fliegen. Laut Wallenstein könnte der chinesische Markt für Elektroautos, Plug-in-Hybride und reine Brennstoffzellenfahrzeuge, 2021 um bis zu fünfzig Prozent wachsen. Gerade das automatisierte Fahren soll in den kommenden zwei bis drei Jahren ein fester Bestandteil der neuen Fahrzeuggeneration werden.
mixed.de

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Gastronomie nach Corona: Ob Restaurant oder Hotel, das Gastgewerbe leidet stark unter der Coronakrise. Umso wichtiger ist es, sich heute schon Gedanken über den Neustart nach dem Lockdown zu machen: Wie müssen sich Betriebe neu aufstellen? Wann gilt es, das eigene Portfolio zu überarbeiten – und wie? Wir treffen Erich Nagl, den Leiter der ETL ADHOGA, der Expertin in Sachen Steuern, Recht und Unternehmensführung für Hoteliers und Gastronomie zum Gespräch. youtube.com

Munitionssuche mit künstlicher Intelligenz in Kiel: Eine Kieler Geoinformatik-Firma scannt alte Weltkriegstagebücher, um die historischen Dokumente mit KI zu analysieren, um Informationen über abgeladene Munition und Blindgänger zu finden. Nach zehn Jahren am Markt hat die Firma inzwischen zwanzig Beschäftigte und die Software ist so weit vorangeschritten, dass sie aus den gescannten Dokumenten Informationen wie Dokumenten Positionsdaten, Eigennamen, Munitionsarten und Wetterdaten herauslesen kann. Denn auch 76 Jahre nach Kriegsende liegen noch schätzungsweise 1,6 Millionen Tonnen Munition im Meer – allein in der Ostsee. Eine Gefahr für das Ökosystem, aber auch für den Schiffsverkehr und Fischer, die ihre Netze am Meeresgrund auswerfen. „Künstliche Intelligenz ist ein entscheidender Schritt, die Altlasten erst einmal zu finden und zu kartieren,“ lobt Schleswig-Holsteins Umweltminister Jan Philipp Albrecht da Projekt.
ndr.de

KI prognostiziert, wer an Covid-19 sterben wird: Forscherinnen und Forscher der Universität Kopenhagen haben auf Grundlage von KI ein System entwickelt, das mit bis zu 90-prozentiger Genauigkeit sagen kann, ob ein Mensch, der sich mit Corona infiziert, auch an COVID-19 sterben wird. Mit 80-prozentiger Treffsicherheit sagt das System die Wahrscheinlichkeit für eine Beatmung über Beatmungsgerät voraus. So könnte auch entschieden werden, wer wann geimpft wird. Die Projektdaten wurden auch in einer Studie in der Fachzeitschrift „Scientific Reports“ veröffentlicht.
futurezone.at

Bosch setzt in Zukunft voll auf AIoT: Zwar blieb der Umsatz etwas unter dem Vorjahresniveau, dennoch kann die Bosch-Gruppe eine positive Jahresbilanz 2020 vorweisen. Nach Auswertung bisher vorliegender Zahlen erzielte Bosch ein Ergebnis ohne Berücksichtigung von Zinsen und Steuern (EBIT) von rund 1,9Mrd. Euro. Mit 71,6 Milliarden Euro liegt der Gesamtumsatz nur 4,4 Prozent unter dem Wert von 2019. Der Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, Volkmar Denner, will nun voll auf „Investitionen in wichtige Zukunftsfelder wie nachhaltige Mobilität, Internet der Dinge und Künstliche Intelligenz“ setzen. Ein Schwerpunkt liege dabei auf der Kombination von Künstlicher Intelligenz (AI) und dem Internet der Dinge (IoT), kurz AIoT.
it-production.com

Künstliche Intelligenz: 3 von 4 Mitarbeitern stehen KI positiv gegenüber maschinenmarkt.vogel.de
Künstliche Intelligenz soll auch kreativ werden: Ramanujan-Maschine kreiert neue mathematische Formeln nzz.ch
Doktor Data: Wie KI in der Medizinforschung helfen soll br.de
Mensch und KI: Team mit Zukunft computerwoche.de
Autonomes Fahren: Bundeskabinett billigt umstrittenen Gesetzentwurf mixed.de
Milliardendeal: Tinder kauft KI-Videochat heise.de

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novalis.studio

ZAHL DER WOCHE

97 Prozent der im vergangenen Quartal von Facebook entfernten Hass-Rede wurde vorher von KI erkannt.
leonberger-kreiszeitung.de

HINTERGRUND

Technologie als Chance, statt als Bedrohung: Vor knapp Jahren war die Angst, dass KI Hunderttausende Jobs ersetzen könnte, riesig: In einer Studie prognostizierten die Ökonomen Carl Benedikt Frey und Michael Osborne. dass Computer und Roboter im Laufe von ein bis zwei Jahrzehnten allein in den USA knapp die Hälfte aller Jobs übernehmen könnten. Eine Prognose, zumal von Wissenschaftlern der Universität Oxford getätigt, die Anlass zur Sorge gab. Heute zeigt sich, dass die KI längst nicht alles ersetzbar macht, sondern häufig sinnvoll unterstützt. Außerdem gehen Analysten des World Economic Forum (WEF) davon aus, dass KI-Systeme mehr Jobs schaffen als abschaffen werden. Die „Global CEO Survey“ der Unternehmensberatung PwC, für die 1300 Vorstandschefs in Amerika, Asien und Europa befragt wurden, zeigt: viele Unternehmen setzen KI längst im Alltag ein. Das Marktforschungsunternehmen Gartner bekräftigt diesen Trend: Trotz Pandemie gab ein Drittel der relevanten Unternehmen an, ihre Investitionen im KI-Bereich ausbauen zu wollen. – Technologie als Chance, statt als Bedrohung.
faz.net

Poesie aus der Maschine: Literat Daniel Kehlmann („Die Vermessung der Welt“) reiste 2020 nach Palo Alto um dort die KI CTRL kennenzulernen und herauszufinden; Können Maschine und Mensch gemeinsam beispielsweise einen Roman schreiben? Kann ein Algorithmus Geschichten erfinden? Kehlmann nennt es „ein Experiment zwischen menschlichem Bewusstsein und technischer Wahrscheinlichkeitsrechnung.“ – Mit relativ ernüchterndem Ausgang, wie Kehlmann während eines Livestream des Stuttgarter Literaturhauses zusammenfasst.
Jenni Rieger vom SWR hat daran teilgenommen.
tagesschau.de

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IoT: 1&1 Drillisch auf Weg zu Mobilfunk-Netzbetreiber, Bosch setzt in Zukunft voll auf AIoT, Telefónica bietet Cloud-IoT an iot-ticker.net
Blockchain: Tesla-Investition sorgt für Rekordhoch bei Bitcoin, Französische Marktaufsicht will Krypto- und Blockchain-Projekte stärker kontrollieren, Nordkoreas Hackergruppe Lazarus schlägt wohl erneut zu blockchain-ticker.net
Smartlife: TÜV-Prüfzeichen für Cybersicherheit im Smart Home, Ikea bringt smarte Steckdosen-Reihe auf den Markt, Amazon plant zentrales Smart Home Command Center smartlife-ticker.net
Safety and Security: Beliebte Barcode-Scanner-App von Malware befallen, LKA Bayern warnt vor Fake-SMS, BKA soll Daten auf infizierten Rechnern verändert haben safety-security-ticker.net

PROJEKT DER WOCHE

KI-Produktionsnetzwerk Augsburg erhält Millionenförderung: Das gerade gestartete KI Produktionsnetzwerk Augsburg soll KI-gestützte Produktionsmöglichkeiten erforschen. Durch die HighTechAgenda+ erhält es nun eine hohe Förderung: 50 Millionen Euro stellt der Freistaat Bayern den Projektpartnern Universität Augsburg, Fraunhofer-Institut für Gießerei-, Composite- und Verarbeitungstechnik (IGCV) und Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), zur Verfügung.
bigdata-insider.de

ZITAT

„Die nächste Phase der Künstlichen Intelligenz beginnt gerade“
Stanford-Professor und KI-Star Andrew Ng zum Status quo der künstlichen Intelligenz.
faz.net

UNGEKÜNSTELT

Jeder Vierte offen für Beziehung mit KI: Das legt eine Umfrage des Softwareunternehmens Kaspersky nahe. So könnten sich 26 Prozent der befragten 16- bis 30-Jährigen in Deutschland vorstellen können, sich in eine Künstliche Intelligenz (KI) zu verlieben, die auf eigene Bedürfnisse hin programmiert wurde. 25 Prozent der Befragten würden zudem die Möglichkeit, mit einer menschlich gestalteten KI Sex zu haben, nicht ausschließen.berliner-zeitung.de

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