KW 9: Google kündigt interne Änderungen bei den Teams der KI-Forschung an, KI analysiert die Chats von Patienten, Canva übernimmt Wiener Start-up Kaleido AI für Rekordsumme

NACHRICHTEN

Google kündigt interne Änderungen bei den Teams der KI-Forschung an: Nachdem Google seine führenden Mitarbeiterinnen des Teams Ethik künstlicher Intelligenz (KI) gekündigt hatte und dafür harsche Kritik geerntet hat, hat das Unternehmen interne Änderungen bei den Teams der KI-Forschung angekündigt. Google wolle mit neuen Strukturen sowohl verantwortungsbewusster an Künstlicher Intelligenz forschen, als auch den Umgang mit den wissenschaftlichen Angestellten sowie deren Forschungsergebnissen verbessern. Für die neuen Strukturen einer verantwortungsbewussten KI-Forschung sollen Forscherinnen und Forscher künftig einen Fragenkatalog für KI mit Hinweisen erhalten, die ihre wissenschaftlichen Arbeiten unterstützen soll.
theverge.com, heise.de

KI analysiert die Chats von Patienten: Das in 2015 gegründete Health-Start-Up Semalytix will Patienteninformationen zu einem echten Leistungsindikator in der Arzneimittelentwicklung zu machen. Hier verwendet das Unternehmen über sechs Jahre trainierte Algorithmen, die Krankheit, Symptome, Medikamente erkennt. Die KI kann Millionen von Online-Patientendaten auf hochskalierbare Weise identifizieren, durchlesen und zusammenfassen. Der Algorithmus erkennt an der Art und Weise, wie Onlinenutzer schreiben, ob sie an einer Krankheit leiden oder nicht, wie alt sie ungefähr sind und welches Geschlecht sie haben, erklärt Janik Jaskolski, Mitgründer und CEO.
businessinsider.de

Canva übernimmt Wiener Start-up Kaleido AI für Rekordsumme: Die vom österreichischen Start-Up Kaleido AI entwickelte Software erleichtert Kreativen die Arbeit. Das Unternehmen hat weltweit 20 Millionen Kunden. Mit dem Tool lassen sich Hintergründe aus einem Bild leichter entfernen – was insbesondere das Erstellen von Memes vereinfacht. Kaleido AI habe sicher zum Meme-Wachstum der vergangenen Jahre beigetragen, sagt Benjamin Groessing, Co-Founder und CEO von Kaleido AI. Jetzt hat das australische Unternehmen Canva das Wiener Start-Up gekauft und das Tool bereits auf seiner Designplattform integriert.
derstandard.de

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Gastronomie nach Corona: Ob Restaurant oder Hotel, das Gastgewerbe leidet stark unter der Coronakrise. Umso wichtiger ist es, sich heute schon Gedanken über den Neustart nach dem Lockdown zu machen: Wie müssen sich Betriebe neu aufstellen? Wann gilt es, das eigene Portfolio zu überarbeiten – und wie? Wir treffen Erich Nagl, den Leiter der ETL ADHOGA, der Expertin in Sachen Steuern, Recht und Unternehmensführung für Hoteliers und Gastronomie zum Gespräch. youtube.com

KI knackt genetische Codes: Forscher des Stowers Institute for Medical Research haben in Zusammenarbeit mit Kollegen der Stanford University und der Technischen Universität München in einer technischen Meisterleistung fortschrittliche erklärbare künstliche Intelligenz (KI) entwickelt, um in der DNA kodierte Regulationsanweisungen zu entschlüsseln. Neuronale Netzwerke sind leistungsstarke KI-Modelle, die komplexe Muster aus verschiedenen Datentypen wie Bildern, Sprachsignalen oder Text lernen können, um damit verbundene Eigenschaften mit beeindruckend hoher Genauigkeit vorherzusagen. Neuronale Netze gelten als schwer durchschaubare Black Box, könnten aber digital befragt werden. Mit einer großen Zahl virtueller Experimente gelinge es, die Regeln herauszufinden, die das neuronale Netz gelernt habe, erklärt Erstautor Dr. Žiga Avsec.
bigdata-insider.de

KI wirft viele ethische Fragen auf: Vor zwei Jahren gab Amazon das KI-Tool auf, das es zur Rekrutierung von Mitarbeitern verwendete. Das Tool bevorzugte männliche Bewerber. Auch Twitter entschuldigte sich kürzlich für den Einsatz einer Bildausschnitt-KI, die weiße Gesichter gegenüber schwarzen bevorzugte. Dies sind peinliche Ergebnisse von KI, aber die ethischen Implikationen sind klar. Es gibt offensichtliche soziale Gefahren beim Einsatz von KI, die direktesten sind schlechte Trainingsdaten, die von maschinellen Lernsystemen verwendet werden, was zum Zusammenbruch der Personalbeschaffung bei Amazon oder zum Fehler beim Zuschneiden von Bildern bei Twitter führte. Noch gefährlicher sind Deep Fakes, die sich als Politiker, Sportstars, Nachrichtensprecher, Kunden, Beamte, Lehrer und sogar Haustiere ausgeben, um Desinformationskampagnen zu starten und die Menschen zu falschen Entscheidungen zu verleiten, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zu diskreditieren und vieles mehr, und das Ergebnis ist weit verbreitetes Misstrauen.
cmswire.com

Highscore: KI stellt Highscore in Atari-Klassiker auf t3n.de
Forschung: KI-Systeme müssen auch in besonderen Situationen funktionierenren-2638919.html“>com-magazin.de
Uni: KI schreibt Seminararbeit in 20 Minuten it-daily.net
Gesichtserkennung: Kommt Facebooks smarte Brille mit Gesichtserkennung? golem.de

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novalis.studio

ZAHL DER WOCHE

Die Bundesregierung stellt insgesamt 133 Millionen Euro bereit, um deutschlandweit an den Hochschulen Kurse in Machine Learning anzubieten.
heise.de

HINTERGRUND

KI für Indiens Wirtschaft: Indien ist nicht nur die bevölkerungsreichste Nation der Welt, sondern auch das jüngste Land der Welt. Das Land befindet sich zwar derzeit noch in der Entwicklungsphase, hat gleichzeitig jedoch weltweites Interesse in Bezug auf die sich am schnellsten entwickelnde Nation und die digitale Akzeptanz geweckt. Indien hat laut Startup India das drittgrößte Startup-Ökosystem der Welt. Das Land versucht mit seiner „AIforAll“-Strategie die KI-gesteuerte digitale Wirtschaft voranzutreiben. Diese zielt darauf ab, menschliche Fähigkeiten zu verbessern, um die Herausforderungen der Zugänglichkeit, Bezahlbarkeit, Knappheit und Unbeständigkeit von qualifizierten Talenten zu meistern. KI reduziert die Zeit, die für Aufgabe benötigt wird, ermöglicht Multitasking und entlastet die vorhandenen Ressourcen. Sie erleichtert die Entscheidungsfindung, indem sie den Prozess schneller und intelligenter macht. Sie hat Massenmarktpotenzial und kann in jedem Geschäftsszenario, für jede Arbeit und in jeder Branche eingesetzt werden
analyticsinsight.net

Englischer Geheimdienst gibt Pläne für den verstärkten Einsatz von Algorithmen bekannt: Großbritanniens oberster Geheimdienst Government Communications Headquarters (GCHQ) setzt voll auf künstliche Intelligenz und will mit dieser die nationalen Sicherheit erhöhen. Die Fülle an Daten, mit der das GCHQ zu tun hat, würden Sicherheitsbehörden und Strafverfolgungsbehörden unter enormen Druck setzen; KI könnte hier Abhilfe schaffen und nicht nur die Geschwindigkeit, sondern auch die Qualität der Entscheidungsfindung der Experten verbessern. KI biete ein großes Versprechen für die Gesellschaft, den Wohlstand und die Sicherheit. Ihre Auswirkungen auf das GCHQ seien ebenso tiefgreifend, erklärte Jeremy Fleming, der Direktor des GCHQ. Sie ermögliche es Analysten, große Mengen komplexer Daten zu verwalten und die Entscheidungsfindung angesichts immer komplexerer Bedrohungen zu verbessern. Dazu zähle der Schutz von Kindern bis zur Verbesserung der Cybersicherheit.
zdnet.com

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IoT: Physische Festplatten auch im Internet der Dinge nicht wegzudenken, Vodafone stellt neue Smart-Tech Tarife vor, Wartungsarbeiten auf Bohrinsel mittels IoT monitoren iot-ticker.net
Blockchain: Bitcoinkurs stürzt ab, stabilisiert sich dann wieder, State Bank of India tritt Blockchain-Netzwerk von JPMorgan bei, Börsenaufsicht stoppt Geschäftsverlagerung von Eistee auf Blockchain blockchain-ticker.net
Smartlife: Toyota baut eigene Smart City, Ikea bringt smarte Lichtleiste raus, Neue Apple-Watch-Trophäe am Frauentag smartlife-ticker.net
Safety and Security: Malware „Silver Sparrow“ auf zehntausenden Macs entdeckt, Chinesische Hacker nutzen NSA-Software gegen USA, Hacker nehmen Militärjunta in Myanmar ins Visier safety-security-ticker.net

PROJEKT DER WOCHE

Smart-Hospital-Initiative an der Universitätsmedizin Essen als Leitbild für das Smart-Hospital-NRW-Projekt: Das Projekt „SmartHospital.NRW“ will mit Hilfe Künstlicher Intelligenz Patientinnen und Patienten besser behandeln, Prozesse effizienter gestalten und gleichzeitig das Krankenhaus-Personal entlasten. Hierfür hat ein Team aus Wissenschaftler*innen der Fraunhofer-Institute für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS und für Digitale Medizin MEVIS, der RWTH Aachen und der TU Dortmund gemeinsam mit Expert*innen der m.Doc GmbH und der GSG Consulting GmbH Konzepte und Lösungen entwickelt, wie Krankenhäuser aus NRW in sogenannte „Smart Hospitals“ umfunktioniert werden können.
medecon.ruhr

ZITAT

„SmartHospital.NRW bringt Künstliche Intelligenz dorthin, wo sie ihren größtmöglichen gesellschaftlichen Nutzen entfalten kann. Von ihrem Einsatz in der Medizin werden zukünftig zahlreiche Patient*innen profitieren und deswegen unterstützen wir dieses Projekt sehr gerne.“
Dr. Christian Temath, Geschäftsführer KI.NRW über den Einsatz künstlicher Intelligenz in der Medizin.
medecon.ruhr

UNGEKÜNSTELT

Medizinische Daten von 500.000 Personen im Netz angeboten: Sensible medizinische Daten von fast einer halben Million Franzosen seien gestohlen, im Internet veröffentlicht und zum Verkauf in einem Hackerforum angeboten worden sein. Dies geht aus einer gemeinsamen Untersuchung der Nachrichtenquelle Libération und des französischen Cybersicherheitsblogs Zataz hervor. Die französische Datenschutzbehörde CNIL habe nun Ermittlungen eingeleitet.
heise.de

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