KW11: KI erkennt Unfallschäden, viele KI-Startups nutzen Künstliche Intelligenz gar nicht, Oxford forscht mit Berliner Unis zu KI

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NACHRICHTEN

Künstliche Intelligenz erkennt Unfallschäden: Das Unternehmen Control€xpert aus dem rheinländischen Langenfeld will zum Vorreiter in der Welt der digitalen Schadenabwicklung werden und hält somit großes Potential für Versicherer bereit. Daher hat sich nun Warta, die polnische Tochter der Talanx International AG, für das Unternehmen entschieden, dass sich in Tests durchsetzen konnte. Das polnische Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, bis zu 60 Prozent der gemeldeten Kfz-Schäden mithilfe von KI zu ermitteln. Dafür soll ein KI-Modell mit Fotos von Unfallschäden trainiert werden. Mithilfe der Bilderkennungstechnologie von Control€sperrt kann ermittelt werden, welches Bauteil wie stark beschädigt ist. Vom Einsatz der Technologie könnten sowohl die Versicherung als auch der Autofahrer profitieren.
autohaus.de

Viele KI-Startups nutzen Künstliche Intelligenz nicht: Die Ergebnisse, die eine Untersuchung der Londoner Investmentfirma MMC Venturas zu Tage brachte, mögen nach einem seltsamen Paradox klingen. So sollen sich rund 40 Prozent der KI-Startups überhaupt nicht mit Künstlicher Intelligenz befassen, da es keine Hinweise darauf gäbe, dass Künstliche Intelligenz in irgendeiner Weise Teil des Geschäfts oder Angebots ist. Von den für die Studie untersuchten 2830 KI-Startups in Europa sollen nur 1580 tatsächlich Künstliche Intelligenz einsetzen. Dahinter muss jedoch nicht zwangsläufig böswillige Täuschung stecken. Die Forscher vermuten, dass die Unternehmen fehlklassifiziert wurden. Eine solche Fehleinschätzung kann sich aber durchaus lohnen – wer sich Künstliche Intelligenz auf die Fahne schreibt, kann mit großzügigeren Investitionen rechnen.
heise.de

Oxford forscht mit Berliner Unis zu KI: Es ist ein gutes Signal in Zeiten des Brexits. Die drei großen Berliner Universitäten sowie die Charité wollen in Zukunft eng mit der britischen Elite-Universität Oxford kooperieren. Dazu stehen 450.000 Euro an Fördergeldern bereit, die Eröffnung einer eigenen Niederlassung der Oxford University ist in Planung. So soll unter anderem ein physikalischer Vergleich von natürlicher und künstlicher Intelligenz bei Papageien und Robotern anstehen. Die Forschungskooperation erstreckt sich auf Geisteswissenschaften, Sozialwissenschaften, Medizin und die sogenannten MINT-Fächer.
morgenpost.de

Deutsche Firmen haben keine umfassende KI-Strategie: Laut einer Studie des Wirtschaftsprüfers Deloitte fehlt es deutschen Firmen an den passenden KI-Strategien. Demnach verfügen lediglich 15 Prozent der Unternehmen über eine KI-Strategie. Im internationalen Vergleich steht es damit schlecht um Deutschland – in Ländern wie den USA, China, Großbritannien, Frankreich, Kanada und Australien haben durchschnittlich 35 Prozent der Unternehmen eine übergreifende und vor allem unternehmensweite KI-Strategie. Die Autoren der Studie vermuten, dass Deutschlands Rückstand in dieser Hinsicht vor allem auf das mangelnde Vertrauen in Zukunftstechnologien zurückzuführen ist.
t3n.de

Altmaier will Schlüsseltechnologien nicht dem Ausland überlassen: Wirtschaftsminister Peter Altmaier will Zukunftstechnologien in Deutschland voranbringen. Die Abwanderung von Schlüsseltechnologien ins Ausland müsse vermieden werden, wie Altmaier am Dienstag vor einem Treffen mit Wirtschaftswissenschaftlern sagte. Nach den Vorschlägen soll der Staat in wichtigen Fällen für einen befristeten Zeitraum Firmenteile von Unternehmen, die sich zum Beispiel mit Künstlicher Intelligenz oder Stromnetzen befassen, erwerben können. Feindliche Übernahmen aus dem Ausland sollen so vermieden werden. Gabriel Felbermayr, Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, lobte die Pläne. Firmen wie Siemens und Thyssenkrupp einen Bestandsschutz zu geben, sei hingegen falsch. Die freie Marktwirtschaft solle erhalten bleiben.
handelsblatt.com

Nationales Reformprogramm 2019: Bund will unter anderem KI fördern deutschlandfunk.de
Regulierung: Erste Leitlinien für Algorithmen vorgelegt handelsblatt.com
Gar nicht so schlau: Die Künstliche Intelligenz scheitert an der Sprache netzpiloten.de
Interview: Hängt künstliche Intelligenz das Gehirn ab? nordbayern.de

ZAHL DER WOCHE

Rund eine Milliarde US-Dollar stellte die US-Regierung für die Gründung des neuen Schwarzman College of Computing Ende Februar bereit. Das Institut, das Teil des Massachusetts Institute of Technology ist, soll zukünftige Wissenschaftler ausbilden, die zahlreiche Disziplinen wie Geisteswissenschaften, Philosophie und Technik miteinander kombinieren sollen. Technik und Geisteswissenschaften sollen daher unter einem Dach gelehrt werden.
heise.de

HINTERGRUND

Bundesregierung setzt auf veraltete KI-Konzepte: Florian Gallwitz, KI-Forscher der Technischen Hochschule Nürnberg, kritisiert die Konzepte der Bundesregierung für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Gallwitz kommt zu alarmierenden Ergebnissen: Inhaltlich seien viele Dinge, die in der Konzeption der Bundesregierung stehen, längst veraltet und seit teilweise 30 Jahren nicht mehr Gegenstand der Forschung auf dem KI-Sektor. Themen wie Machine Learning, Deep Learning und neuronale Netze kämen in dem Papier der Bundesregierung gar nicht vor. Merkels Pläne, Deutschland zum „führenden Standort für künstliche Intelligenz“ zu machen, könnten somit in weite Ferne rücken. Allerdings dürfte es der Regierung auch schwer gefallen sein, die nötigen Experten für die Ausarbeitung der Strategie zu finden. KI-Experten sind meist Mangelware.
t3n.de

Nur jeder siebte Bewerber für IT-Jobs ist weiblich: Laut einer Befragung von rund 500 Unternehmen der IT- und Telekommunikationsbranche im Auftrag des Branchenverbands Bitköm sind lediglich 15 Prozent der Bewerber auf eine Stelle für IT-Spezialisten weiblich. Die meisten Unternehmen haben das Problem jedoch erkannt – 80 Prozent der Unternehmen ab 200 Beschäftigten haben sich zum Ziel gesetzt, den Anteil weiblicher IT-Fachkräfte zu erhöhen. Das könnte sich für die Unternehmen lohnen, denn Untersuchungen zeigen, dass gemischte Teams mehr Profit bringen. Auch beim Informatikstudium sank der Frauenanteil zuletzt wieder.
golem.de

PROJEKT DER WOCHE

Autonome Schiffe sollen bald durch Brandenburg schippern: Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt will zusammen mit Partnern ein digitales Testgebiet für Binnenschiffe an der Spree-Oder-Wasserstraße einrichten. So sollen Schiffe künftig zwischen den Häfen Königs Wusterhausen und Eisenhüttenstadt ohne Kapitäne navigieren. Auch sollen Anwendungen wie kleinere Container-Einheiten untersucht werden, die eigenständig auf- und abgeladen werden. Digitale Assistenzsysteme könnten dabei die energie- und ressourcensparendste Fahrweise ermitteln sowie Unfallrisiken frühzeitig erkennen.
heise.de

ZITAT

„Take without asking. Act surprised when challenged. Apologize. Repeat.“
Die US-amerikanische Wirtschaftswissenschaftlerin Shoshana Zuboff skizziert das typische Vorgehen von Internetkonzernen, die sich regelmäßig gegen mehr Regulierung aussprechen. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg forderte kürzlich, der Weiterentwicklung der Künstlichen Intelligenz nicht durch übermäßige Regulierung zu schaden.
medienwoche.ch

UNGEKÜNSTELT

Autonome Fahrzeuge haben ein Rassismusproblem: Forscher des Georgia Institute of Technology haben in einer Studie herausgefunden, dass soziale Vorurteile in der Programmierung von selbstfahrenden Autos verewigt werden. Die Forscher erkannten, dass Menschen mit hellerer Hautfarbe von selbstfahrenden Autos öfter erkannt wurden als dunkelhäutige Menschen. Demnach lag die Erkennungsrate der hellhäutigen Menschen im Schnitt um fünf Prozentpunkte über jener der Menschen mit dunkler Hautfarbe. Lichtbedingungen oder ein versperrter Blick machten auf die Rate keinen Unterschied. Allerdings kamen für die Studie Modelle, die in Forschungsabteilungen von Universitäten genutzt werden, zum Einsatz. Die Trainingsdaten wollten die Hersteller nicht zur Verfügung stellen. Die Forscher bemängeln, dass die von ihnen genutzten Modelle überwiegend an hellhäutigen Menschen trainiert worden seien.
t3n.de

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