KW 14: KI erkennt Virusinfektion am Husten, Mit intelligenten Kameras gegen das Coronavirus, KI-Experte über Datenschutz bei Corona-Apps

NACHRICHTEN

KI erkennt Virusinfektion am Husten: Forscher der University of Massachusetts Amherst haben eine KI-Anwendung namens FluSense entwickelt, die anhand von Hustengeräuschen erkennen soll, ob eine Infektion der Atemwege vorliegt. Um die Künstliche Intelligenz zu testen, wurden FluSense-Geräte in Wartezimmern aufgestellt. Anhand des Hustens wartender Patienten war die KI in der Lage, tatsächliche Atemwegs-Infektionen relativ genau vorherzusagen. Die Entwickler der Anwendung gehen davon aus, dass die KI dafür geeignet ist, Grippetrends vorherzusagen und bessere Maßnahmen gegen Pandemien zu treffen.
ingenieur.de

KI hilft bei Organisation von Fachkonferenzen: Mithilfe von Künstlicher Intelligenz versuchen Forscher von Fraunhofer Austria in Graz, die Organisation und Auswahl von Beiträgen bei wissenschaftlichen Konferenzen zu vereinfachen. Bei großen Konferenzen werden oft mehrere hundert Publikationen eingereicht, die an geeignete Gutachter weitergeleitet werden müssen. Anhand vergangener Publikationen der Gutachter lernt die KI, für welches Fachgebiet sich ein Reviewer eignet. Doch nicht nur für Fachkonferenzen könnte die KI nützlich sein. Die Entwickler des Programms können sich auch eine Anwendung bei Patentanmeldungen oder im Personalbereich vorstellen.
derstandard.de

Intelligentes Licht dank KI: Das Projekt OpenLicht, eine Kooperation von Infineon und verschiedenen Universitäten, hat seine ersten Ergebnisse veröffentlicht. Die Forscher des Projekts haben unter anderem ein auf KI basierendes Beleuchtungssystem entwickelt, dass das Licht an die jeweilige Position des Benutzers anpasst. Dabei soll das System in der Lage sein, die Präferenzen der Nutzer zu erlernen. Besonders an dem OpenLicht-System ist, dass für die Anwendung keine Internetverbindung notwendig ist. So wollen die Entwickler den Schutz der Privatsphäre gewährleisten.
elektroniknet.de

Mit intelligenten Kameras gegen das Coronavirus: Das Innsbrucker Start-up Swarm Analytics will dank KI-gesteuerter Kameras die Ausbreitung des Coronavirus eindämmen. Die Kameras, die in der Öffentlichkeit angebracht werden, sollen überprüfen, wie viele Menschen sich an einem bestimmten Ort aufhalten oder in einem Auto fahren. Damit könnte Swarm Analytics Statistiken erstellen und Orte identifizieren, an denen sich zum jeweiligen Zeitpunkt besonders viele Personen aufhalten. Die aufgezeichneten Bilder sollen dabei nicht gespeichert werden.
derstandard.de

Uber gibt Machine-Learning-Bibliothek frei: Der Mobilitätsdienstleister Uber hat eine Machine-Learning-Bibliothek namens Fiber veröffentlicht. Ziel von Fiber ist es, die Umsetzung von Projekten zu ermöglichen, für die normalerweise eine hohe Rechenleistung benötigt wird. Deshalb ist die Bibliothek auf die Verarbeitung mittels Computer-Clustern ausgelegt. Ein großes Projekt kann so in kleinere Aufgaben aufgeteilt werden. Diese Architektur ermöglicht eine schnellere Ausführung von Berechnungen. Fiber basiert auf der Programmiersprache Python und ist damit vergleichsweise leicht zugänglich.
heise.de

Nvidia DLSS 2.0: KI-Upscaling soll Bildrate in Spielen deutlich steigern heise.de
Medizin: Künstliche Intelligenz gegen Coronavirus ooe.orf.at
ATEcare: Roboter mit Künstlicher Intelligenz inspiziert Baugruppen elektronikpraxis.vogel.de
Gesundheit: Wie zwei Start-ups mit Daten gegen das Coronavirus kämpfen handelsblatt.com
EU-Kommission: Intelligente Wettbewerbsvorteile horizont.at

ZAHL DER WOCHE

367 Millionen Dollar will das C3.ai-Konsortium in den nächsten fünf Jahren unter anderem für die Forschung am Coronavirus und zukünftigen Pandemien ausgeben. C3.ai ist ein Zusammenschluss verschiedener Universitäten und Unternehmen wie Microsoft. Ziel ist die Entwicklung Künstlicher Intelligenz voranzutreiben.
nytimes.com

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AI&I vTalk mit Audrey Tang am 30. März 9.00 Uhr CET
Das Vodafone Institut für Gesellschaft und Kommunikation lädt Sie herzlich ein am Montag, 30. März 2020 ab 09.00 Uhr CET den AI&I vTalk auf unserem YouTube Kanal zu verfolgen und dort interaktiv über den Chat Fragen an Taiwans Digitalministerin Audrey Tang zu stellen.

HINTERGRUND

KI-Experte über Datenschutz bei Corona-Apps: Im Interview spricht der KI-Experte Björn Schuller über den Einsatz von Apps, um das Coronavirus einzudämmen. Schuller selbst arbeitet an einer Anwendung, die unter anderem anhand von Hustengeräuschen erkennt, ob eine Person eine Erkältung hat. Datenspenden bezeichnet er als fast genauso wichtig wie Blutspenden. Zwar sei die Anwendung von KI im Gesundheitswesen eine “ethische Grauzone”, trotzdem benötige man die Daten, um bessere Künstliche Intelligenzen zu entwickeln. Bei der jetzigen Anwendung von Gesundheitsapps sei es wichtig, dass die Auswertung von erhobenen Daten auf dem Gerät erfolge. Während in Deutschland noch über den Einsatz von Apps gegen das Coronavirus diskutiert wird, gibt es in Österreich bereits die Stopp-Corona-App. Diese sendet allerdings die Gesundheits-Informationen an einen Server, um sie dort zu verarbeiten.
deutschlandfunkkultur.de

KI in der Cybersicherheit: Auch in der Cybersicherheit findet Künstliche Intelligenz immer mehr Anwendung. Im sogenannten Security Operations Center (SOC) kann KI dafür eingesetzt werden, in Echtzeit Anomalien in Daten zu erkennen und so Cyberangriffe zu verhindern. Botnetze können durch die Analyse vergangener Kommunikationsströme frühzeitig erkannt werden. Entscheidend beim Einsatz von KI in der IT-Sicherheit ist das Trainingsmaterial. Je besser die Datensätze sind, anhand derer eine KI trainiert wird, desto früher und besser kann diese auf mögliche Bedrohungen reagieren. Deshalb investieren Anbieter von SOCs stark in den Ankauf globaler Datensätze.
it-daily.net

PROJEKT DER WOCHE

Künstliche Intelligenz erkennt Bombenkrater: Forscher der Ohio State University (OSU) haben eine KI darauf trainiert, auf Satellitenbildern Bombenkrater aus der Zeit des Vietnamkriegs in Kambodscha zu erkennen. Vor allem soll dies ermöglichen, Blindgänger zu finden, die nach dem Abwurf nicht explodierten. Die Forscher gehen davon aus, dass sich in dem von ihnen untersuchten Gebiet noch zwischen 1400 und 1600 Bomben befinden, die eine Gefahr für die dort ansässigen Bauern darstellen. Der KI wurde anhand von Bildern des Monds beigebracht, Krater zu identifizieren. In Kambodscha konnte das Programm eine Trefferquote von 89 Prozent vorweisen.
pressetext.com

ZITAT

“Meine Sorge ist weniger eine futuristische KI, die sich selbst bewusst wird und eigene Ziele verfolgt, die nicht mit den menschlichen Zielen übereinstimmen. Ich habe eher Angst vor dem, was heute bereits möglich ist. Auch jetzt schon kann der Kontrollverlust durch KI immens sein.”
Der Autor und Journalist Tom Hillenbrand über die Gefahren des Einsatzes von KI.
heise.de

UNGEKÜNSTELT

Entscheidet KI bald über Leben und Tod? Die Verbesserung von Künstlicher Intelligenz im Gesundheitswesen führt zu ethischen Konflikten. So entwickelten Forscher der Stanford University ein neuronales Netz, dass eine Prognose über die Lebenserwartung von Patienten abgibt. Das System soll eine Trefferquote von 90 Prozent haben. Zwar soll damit eine bessere Versorgung todkranker Patienten erreicht werden, es besteht allerdings die Gefahr, dass Mediziner zu sehr auf die Expertise der KI vertrauen. Denn Einblicke hinter die Entscheidungen von KIs gewähren die Entwickler solcher Anwendungen häufig nicht. Auch Aspire Health, das von der Google-Mutter Alphabet finanziert wird, bietet eine solche Todesprognose. Aspire Health fokussiert sich im Kerngeschäft jedoch auf Angebote für eine ambulante Palliativversorgung, also die Versorgung schwerst- und todkranker Menschen. Das Unternehmen könnte also seine KI darauf programmieren, möglichst viele Menschen als todkrank einzustufen.
heise.de

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