KW 03: KI soll bei der Filmproduktion mitreden, Facebook geht gegen Deepfakes vor, Aktivisten kritisieren automatische Gesichtserkennung

NACHRICHTEN

KI soll bei der Filmproduktion mitreden: Die Filmabteilung von Warner Bros. arbeitet mit der KI-Firma Cinelytic zusammen, die ein KI-Projektmanagement-System entwickelt hat. Damit soll künftig entschieden werden, ob es sich lohnt, einen Film zu produzieren. Ganz auf die KI sollten sich die Produzenten jedoch nicht verlassen. Kreative Entscheidungen könne die KI laut Gründer Tobias Queisser noch nicht treffen.
t3n.de

Facebook geht gegen Deepfakes vor: Facebook will stärker gegen sogenannte Deepfakes, Videos die unter anderem durch künstliche Intelligenz manipuliert wurden, vorgehen. Künftig sollen Videos von der Plattform entfernt werden, die mit Hilfe von KI bearbeitet wurden und beispielsweise so den Nutzern suggerieren, eine Person habe Aussagen getätigt, die sie eigentlich nie gesagt hatte.
faz.net

Aktivisten kritisieren automatische Gesichtserkennung: Nachdem bekannt wurde, dass das Bundesinnenministerium plant, automatische Gesichtserkennung an 135 Bahnhöfen und 14 Flughäfen in Deutschland einzusetzen, schlagen Aktivisten Alarm. In einer Pressemitteilung wurde vor den negativen Folgen für Millionen Passanten gewarnt, die man ohne Anlass überwachen würde. Das System wurde bereits 2017 am Berliner Südkreuz Bahnhof mit 300 freiwilligen Teilnehmern getestet.
zeit.de

Weißes Haus setzt auf vertrauenswürdige KI: Das Office of Science and Technology Policy (OSTP), eine Abteilung des Weißen Hauses, hat Prinzipien veröffentlicht, mit dem Ziel, vertrauenswürdige KI zu fördern. Damit wolle man sich von autoritären Regierungen abgrenzen, die keine Skrupel hätten, Technologie zu verwenden, die Menschenrechte verletzt. Der Cheftechnologe des Weißen Hauses, Michael Kratsios, rief Europa und andere Partner dazu auf, ähnliche Prinzipien anzunehmen.
heise.de

KI-Kamera: Taxi-Unternehmen Yandex will müde Fahrer erkennen heise.de
Machine-Learning: Uber stellt Projekt als Open Source bereit heise.de
Bosch: Ab 2025 sollen alle Produkte der Firma mit KI ausgestattet werden web.de
Film: Die wichtigsten Filme zum Thema KI mixed.de

ZAHL DER WOCHE

Das Startup für digitale Menschen Soul Machines aus Neuseeland konnte kürzlich 40 Millionen US-Dollar Investitionen einfahren.
mixed.de

HINTERGRUND

Verliebt in die KI: Eine Studie an der Universität Oslo befragte 18 Menschen zu ihrem Umgang mit dem Chatbot Replika. Das Programm erinnert sich an Erzähltes, kann in Unterhaltungen darauf zurück kommen und passt sich im Verlauf der Nutzung den Gesprächspartnern an. Die Studienleiterin Marita Skjuve berichtete, dass die Teilnehmer nicht nur freundschaftliche, sondern sogar romantische Beziehungen zu dem Chatbot aufbauten. Kritiker solcher Technik befürchten vor allem den Verkauf der so enstandenen intimen Daten. Das Unternehmen, das Replika entwickelt, gibt jedoch an, persönliche Daten nicht zu verkaufen.
berliner-zeitung.de

Banken stehen bei KI noch am Anfang: Eine neue Studie der Unternehmensberatung Eurogroup Consulting (EGC) in Kooperation mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (HTW Saar) kommt zu dem Schluss, dass Bankinstitute inzwischen zwar die Bedeutung von künstlicher Intelligenz für ihren Geschäftszweig erkannt haben. Es mangele jedoch bisher noch an schlüssigen Konzepten und Strategien. Laut der Studie wenden nur 22 Prozent der Befragten Institute KI im Tagesgeschäft an. 53 Prozent würden derzeit an einer Strategie arbeiten oder planten deren Umsetzung.
handelsblatt.com

PROJEKT DER WOCHE

Neuronales Netz soll Quantenmechanik entwirren: An der ETH-Zürich soll in Kooperation mit der Universität Innsbruck eine KI selbstständig quantenphysikalische Experimente entwerfen. Das neuronale Netz soll selbst entscheiden, bestimmte Messungen vorzunehmen, um Quantentheorie besser darzustellen zu können. Die KI besteht aus zwei Einheiten, die miteinander kommunizieren. Die eine Einheit ist darauf programmiert, Systematiken zu erkennen, die zweite versucht daraufhin, Antworten auf bestimmte wissenschaftliche Probleme zu finden.
nzz.ch

ZITAT

“Die Relevanz von KI für Unternehmen steigt signifikant.”
KI-Experte Udo Würtz von Fujitsu geht davon aus, dass deutsche Unternehmen künftig mehr auf KI setzen müssen, um konkurrenzfähig zu bleiben.
cancom.info

UNGEKÜNSTELT

Samsung stellt neuen Roboter-Assistenten vor – und erntet Spott: Der Roboter, der von Samsung auf der CES vorgestellt wurde, soll verschiedene Aufgaben im Haushalt übernehmen können. Unter anderem kann das Gerät auf andere Smart-Home-Funktionen zugreifen. Im Internet wurden jedoch schnell Stimmen laut, die der rollende Roboter an die eher lustige Filmfigur “BB-8” aus Star Wars erinnerte.
stuttgarter-nachrichten.de

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