KW 09: EU präsentiert Digitalstrategie und will KI fördern, Durchbruch in der Entwicklung von Antibiotika, KI stuft elf Asteroiden als gefährlich ein

NACHRICHTEN

EU präsentiert Digitalstrategie und will KI fördern: Die Europäische Kommission hat die neue Digitalstrategie des Staatenbunds präsentiert und legt dabei einen klaren Schwerpunkt auf Künstliche Intelligenz. Ziel ist es, wettbewerbsfähiger zu werden und die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz zu fördern. Gleichzeitig soll die technische Abwehr von “schädlicher KI” ausgebaut werden. Die Europäische Kommission möchte den Einsatz von KI allerdings regulieren – sensible Daten beispielsweise in der Justiz oder dem Gesundheitswesen sollen insbesondere geschützt werden.
zeit.de

Durchbruch in der Entwicklung von Antibiotika: Nach einem nahezu erfolglosen Jahrzehnt im Bereich der Forschung mit Antibiotika geben sich Wissenschaftler am renommierten Massachusetts Institut of Technology (MIT) optimistisch. Mithilfe von Künstlicher Intelligenz sei ein neues Antibiotikum entdeckt worden, das wirksamer sein soll als die meisten anderen Wirkstoffe. Die Daten für die Forschung stammen aus der US-Lebensmittelbehörde FDA – ein Algorithmus erkannte den Stoff Halicin als wirksames Antibiotikum.
spiegel.de

KI verkürzt Entwicklung in der Pharmaforschung: Ein Team aus britischen und japanischen Forschern entwickelte mit der Unterstützung von Künstlicher Intelligenz einen neuen Wirkstoff in der Behandlung von Zwangsstörungen. Die KI verkürzte dabei die Entwicklungszeit von durchschnittlich 4,5 Jahre auf unter ein Jahr. Der vielversprechende neue Wirkstoff soll in klinischen Studien getestet werden.
deutsche-apotheker-zeitung.de

Bosch entwickelt Leitlinien für die Entwicklung von KI-Anwendungen: Der Konzern Bosch betrachtet Künstliche Intelligenz als Schlüsseltechnologie für die Zukunft, mit der allerdings potenzielle Risiken verbunden sind. Das Unternehmen setzt sich daher eigene Leitlinien für die Entwicklung von KI-Leitlinien. Dazu gehört u.a. der Vorsatz, dass KI der gesellschaftlichen Verantwortung untergeordnet sei. Die Produkte sollen nachvollziehbar und vertrauenswürdig sein, rechtliche Vorgaben und ethische Leitlinien sollen respektiert werden.
industrie.de

KI stuft elf Asteroiden als gefährlich ein: Asteroiden, die nah an der Erde vorbeifliegen, können für die Menschheit gefährlich sein. Um diese vorzeitig zu identifizieren und Maßnahmen wie den Abschuss der Objekte im Weltraum vorzubereiten, wird Künstliche Intelligenz eingesetzt. Niederländische Forscher haben eine neuroyales Netzwerk für die Erkennung potenzieller Gefahren aus dem All trainiert und kamen zu dem Ergebnis, dass elf bisher als sicher eingestufte Asteroiden doch möglicherweise gefährlich werden könnten. Wesentlich für die Erkenntnis ist das lernen der chaotischen Umlaufbahnen.
fr.de

Wettbewerb: Gesucht: 100 Superhirne zeit.de
HousingAnywhere: Mietpreiseprognose dank Künstlicher Intelligenz konii.de
BayWa: Kulturschutz-Lösungen mit künstlicher Intelligenz gabot.de
Aktien: Wie Anleger von KI-Strategien profitieren dasinvestment.com
Klimaschutz: Künstliche Intelligenz für den Planeten derstandard.de

ZAHL DER WOCHE

Die Zahl der Unternehmen, die Künstliche Intelligenz einsetzen hat sich seit 2017 auf 11 Prozent verdoppelt. Vorreiter ist die Automobilbranche.
ibusiness.de

HINTERGRUND

Großer Nachholbedarf im Mittelstand beim Einsatz von KI: Im Auftrag der Roland-Berger-Stiftung untersuchte die Universität des Saarlandes den Status quo in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMUs). Das Ergebnis ist ernüchternd: laut der Forscher gibt es einen großen Nachholbedarf. 43 Prozent der Unternehmer haben sich trotz des Effizienzsteigerungspotenzials bisher nicht mit der Frage des KI-Einsatzes in der eigenen Firma befasst. Die Forscher sehen vier mögliche Szenarien für den Mittelstand entlang der Implementierungsgeschwindigkeit sowie der Akzeptanz von KI: die KI-Insellösung (langsame Geschwindigkeit, hohe Akzeptanz), die KI-Eiszeit (langsame Geschwindigkeit, niedrige Akzeptanz), das KI-Paradies (hohe Geschwindigkeit, hohe Akzeptanz) sowie die KI-Assistenz (hohe Geschwindigkeit, niedrige Akzeptanz).
cio.de

Rekrutiert Künstliche Intelligenz bald Mitarbeiter? Über den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Personalwesen wird zunehmend mehr diskutiert, denn Algorithmen stehen unter Verdacht die Stereotype ihrer Entwickler zu reproduzieren. Prof. Dr. Stefan Strohmeier von der Universität des Saarlandes gibt jedoch Hinweise darauf, dass auch im Personalwesen Entscheidungen besser werden, wenn sie unter Einsatz von Künstlicher Intelligenz stattfinden. Die Kraft der Vorhersagen ist stärker als wenn Personalexperten sie treffen.
haufe.de

PROJEKT DER WOCHE

KI-NET am Software Competence Center Hagenberg soll KI-Einsatz für Mittelstand erleichtern: Aus den Regionen Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Bayern kommen fünf Akteure für das Projekt “KI-NET” zusammen, um ihr Expertenwissen bei der Umsetzung von KI-Strategien im Mittelstand zusammenzuführen. Ziel dabei ist Bereiche in der industriellen Fertigung zu identifizieren, bei denen Künstliche Intelligenz gewinnbringend eingesetzt werden kann und dieses Wissen an den Mittelstand zu transferieren.
volksblatt.at

ZITAT

“Menschen haben noch immer ein Monopol auf das Böse. Das Problem ist nicht KI. Das Problem sind Menschen, die neue Technologien nutzen, um anderen Menschen Schaden zuzufügen.”
Schach-Meister Garry Kasparov, der gegen eine Künstliche Intelligenz verlor, kommentiert die Potenziale der Technologie.
mixed.de

UNGEKÜNSTELT

Model Hacking verwirrt Künstliche Intelligenz: Künstliche Intelligenz, die mithilfe von Bilderkennung lernt und arbeitet, kann durch leichte Manipulationen zu Fehlern verleitet werden. Experten von McAfee schafften es mit Stickern auf Verkehrsschildern, die für das menschliche Auge kaum erkennbar sind, das “Auge” von einem Tesla-Fahrzeug so auszutricksen, das es deutlich über die Geschwindigkeitsbegrenzung beschleunigte. Das sogenannte “Model Hacking” ist eine nicht zu unterschätzende Risikoquelle in der KI.
zdf.de

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