KW 13: Studie zeigt was Verbraucher sich von KI erhoffen, PR-Experten sehen Potenzial für KI, Ölbranche investiert verstärkt in KI

NACHRICHTEN

Studie zeigt was Verbraucher sich von KI erhoffen: Wo liegen die großen Hoffnungen der Verbraucher in Bezug auf die möglichen Vorteile durch Künstliche Intelligenz? Laut einer Studie der Digitalagentur Arithnea sehen Verbraucher das Potenzial in konkreten Beispielen: Verbesserungen bei Service-Hotlines (74 Prozent), Produkt-Versand (71 Prozent), dem Sparen von Energiekosten (71 Prozent) und dem Kampf gegen Versicherungsbetrug (63 Prozent) wurden am häufigsten genannt. Die Stimmung zur KI ist insgesamt ambivalent: 38 Prozent glauben, dass sie ihr Leben verbessern wird, empfinden 33 sie als gefährlich.
horizont.net

PR-Experten sehen Potenzial für KI: Laut einer Umfrage von news aktuell unter PR-Experten nach den möglichen Einsatzbereichen von Künstlicher Intelligenz in der Branche sehen 45 Prozent die Tätigkeit des Medienmonitorings als Aspekt, der von KI übernommen werden könnte. 41 Prozent der Experten sehen einen möglichen Einsatz bei der Verschlagwortung von Content. 40 Prozent sehen den Bereich der Erfolgsmessung als für KI geeignet an. Pressearbeit und Reputationsmanagement wird laut der Prognose der Experten weiterhin von Menschen übernommen – lediglich 1, bzw. 4 Prozent sehen in diesen Tätigkeiten die Möglichkeit KI einzusetzen.
tagesspiegel.de

Datenerhebung soll gegen den Klimawandel helfen: In puncto Nachhaltigkeit werden große Hoffnungen in datengetriebene Lösungen gesetzt. Ob in Form von Smart-City-Projekten wie in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul, in der unter anderem die Luftbelastung gemessen wird, oder bei der Datenerhebung von Wärmestrahlung in Gebäuden – Künstliche Intelligenz kann Indizien für Verschwendung und Effizienzpotenziale aufzeigen. An der Frankfurt School of Finance and Management sollen explizit auch nachhaltige Geschäftsmodelle für den Finanzsektor in den Fokus genommen werden – unterstützt werden Studierende dabei unter anderem von der Deutschen Bank und der Beratungsgesellschaft Bain & Company.
sueddeutsche.de

Neues KI-Forschungsprojekt zu Typisierung von Tumorzellen: Am Universitätsklinikum Göttingen ist das Projekt „Cancer Scout“ gestartet. Dieses hat zum Ziel die Diagnose von Krebs zu verbessern und basiert auf der KI-gestützten Typisierung von Tumorzellen. Als Industriepartner steht Siemens Healthineers zur Verfügung, finanzielle Förderung in Höhe von 10 Millionen Euro gab es vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Speziell soll ein KI-System darauf trainiert werden molekulare Veränderungen zu erkennen, die auf Krebs hindeuten.
aerzteblatt.de

Künstliche Intelligenz hilft bei Cybersecurity – ersetzt den Menschen jedoch nicht: Um die Vielzahl von Cyberangriffen und Phishing-Attacken frühzeitig zu erkennen und bestimmte Entscheidungsmuster als Reaktion zu automatisieren, wird zunehmend Künstliche Intelligenz eingesetzt. Sie bietet eine frühzeitige und schnelle Antwort auf überraschende Attacken, jedoch ersetzt sie den Menschen nicht. Komplexe strategische Entscheidungen werden weiterhin von Menschen getroffen. Künstliche Intelligenz wird nach Einschätzung von Experten auch künftig als Assistenzsystem genutzt werden, jedoch nicht als entscheidende Instanz in Krisensituationen.
crn.de

250 Millionen Pfund für KI im britischen Gesundheitswesen: Der britische National Health Service (NHS) soll mithilfe von Künstlicher Intelligenz effizienter werden und bessere Versorgung von Patienten gewährleisten. Die Regierung hatte 250 Millionen Pfund für die Modernisierung des Gesundheitswesens angekündigt. Das Geld soll dafür eingesetzt werden, dass Personal entlastet und Geld gespart wird. Auch Wartezeiten sollen sich verkürzen und Terminkoordinationen besser vonstatten gehen. Ob die Investition trotz der finanziellen Belastung durch die Coronakrise reibungslos erfolgen wird, ist unklar.
deutschlandfunk.de

KI-Chips: Teslas Geheimnis ist geknackt faz.net
Forschung: Wie das Silicon Valley gegen das Coronavirus kämpft nzz.ch
EU-Kommission: KI Made in Europe behoerden-spiegel.de
Berufswelt: Kürzere Arbeitswoche durch KI? it-daily.net

ZAHL DER WOCHE

Die Fehlerwahrscheinlichkeit in der Diagnostik von Brustkrebs liegt 11,5 Prozent niedriger, wenn sie KI-gestützt verläuft.
medical-tribune.de

HINTERGRUND

KI und Energiebilanz: mehr Verbrauch zu erwarten: Als Rebound-Effekt bezeichnet man die Entwicklung, wenn Einsparungseffekte ins Negative gekehrt werden – dies ist bei der Ausweitung von Künstlicher Intelligenz abzusehen. Deep-Learning und die vermehrte Anwendung von KI-Systemen kann zwar dazu führen, dass an einigen Stellen Energie gespart wird. Durch Analysen können beispielsweise Kühlleistungen von Serverzentren optimiert werden. Gleichzeitig steigt der Stromverbrauch jedoch durch die intensive Rechenleistung exponentiell. Anhänger der künstlichen Intelligenz verweisen darauf, dass mehr künstliche Intelligenz zu mehr Einsparungen führen würde, allerdings ist bisher ungeklärt, wann und wie die Einsparungseffekte ohne Rebound-Effekt eintreffen werden.
heise.de

Ölbranche investiert verstärkt in KI: Engpässe in der Förderung sowie Trends zur Elektromobilität und erneuerbare Energien erhöhen den Preisdruck in der Erdölbranche. Daher investieren Unternehmen in diesem Zweig verstärkt in Künstliche Intelligenz – diese kann sowohl Engpässe rechtzeitig signalisieren, als auch Prozesse optimieren und der Suche von neuen Quellen helfen. Auch Schwierigkeiten beim technischen Förderprozess sollen vorzeitig analysiert werden, sodass keine zusätzlichen Kosten entstehen und stattdessen die Umsätze wachsen.
energyload.eu

PROJEKT DER WOCHE

Mit GAN-Technologie gegen das Coronavirus: Das Deep-Learning-Unternehmen Insilico versucht mithilfe der GAN-Technologie Moleküle zu identifizieren, die das Coronavirus blockiert würden. Be der GAN (Generative Adversarial Networks) handelt es sich um die Methode, die auch für das Erstellen von Deepfakes genutzt wird – aus einer hohen Menge an Bildinformationen kann dabei ein neues Gesicht generiert werden. Dieses Prinzip soll auf die Molekularebene übertragen werden.
dw.com

ZITAT

“Der Einsatz von richtiger Künstlicher Intelligenz, also genuin intelligenter und selbstlernender Technologie, ist aus unserer Sicht noch nicht praxisreif für den Finanzbereich. Es gibt Versuche und Use Cases, aber wir sind noch weit von einem flächendeckenden Einsatz entfernt.”
Dr. Markus Kreher, Partner und Head of Finance Advisory bei der KPMG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, sieht bei der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz in der Finanzbranche Verbesserungspotenzial.
springerprofessional.de

UNGEKÜNSTELT

Facebooks KI im Kampf gegen Fake News fehleranfällig: Weil über das Coronavirus eine Reihe von Falschinformationen über soziale Netzwerke und Messenger verbreitet werden, will Facebook verstärkt mit KI gegen Fake News vorgehen. Allerdings war das System anfangs merklich fehleranfällig und markierte auch Beiträge, die keine Falschinformationen enthielten, als Spam. Der Fehler sei nun behoben und der Algorithmus verfeinert.
mimikama.at

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