KW 2: Hyundai und Apple Car, Mit KI gegen Ärztepfusch, EU-Behörde benennt Risiken Künstlicher Intelligenz

NACHRICHTEN

Apple Car: Hyundai bestätigt Gespräche – und dementiert sie dann wieder: Schon seit Jahren gibt es Gerüchte über ein mögliches Auto aus dem Hause Apple. Während diese sich bisher nie bewahrheiteten, werden sie momentan immer konkreter. Medienberichte zufolge sei das „Apple Car“ für circa 2024 geplant. Auch einige Personalien scheinen Apples Pläne zu untermauern: So stellte das Unternehmen einige Ex-Tesla-Ingenieure wie Steve MacManus, Dough Field und Jonathan Sive ein, was für einen Neustart des „Titan“ genannten Auto-Projekts sprechen könnte. Noch konkreter wurde es kürzlich, als ein Vertreter des südkoreanischen Automobilkonzerns Hyundai gegenüber CNBC verlauten ließ: „Wir wissen, dass Apple in Gesprächen mit einer Reihe von globalen Automobilherstellern ist, einschließlich Hyundai Motors. Da sich die Diskussion in einem frühen Stadium befindet, ist noch nichts entschieden.“ Infolgedessen stieg Hyundais Aktie um 24 Prozent. Doch während Apple sich nicht zu den Gerüchten äußerte, ruderte man im Hause Hyundai später zurück: Jeder konkrete Hinweis auf die Firma Apple wurde gelöscht, „man sei von potenziellen Partnern für die Entwicklung autonomer Elektrofahrzeuge kontaktiert worden,“ zitiert t3n.de die südkoreanischen Autobauer und wertet die Aussage als Versuch, mögliche Verhandlungen mit dem Silicon Valley nicht zu torpedieren.
t3n.de, businessinsider.de

Mit KI gegen Ärztepfusch: Ein israelisches Start-Up möchte künstliche Intelligenz dazu nutzen, Fehldiagnosen zu vermeiden. Laut Weltgesundheitsorganisation WHO stirbt weltweit alle fünf Minuten ein Mensch aufgrund einer fehlerhaften Therapie. Fehler sind menschlich, doch insbesondere im Medizinbereich sind sie eben oft tödlich. Die Gründe für sogenannte Kunstfehler sind vielfältig: Mangelnde Erfahrung, Überlastung oder Übermüdung durch zu lange Schichten. „Mit dem Aufkommen der Covid-19-Pandemie hat sich die Situation in vielen der ohnehin bereits überlasteten Gesundheitssysteme auf der Welt noch weiter verschärft,“ so Gidi Stein, Arzt und Geschäftsführer von MedAware, dem Unternehmen, dass Fehlbehandlungen nun mit KI Einhalt gebieten möchte. Das Unternehmen hat rund 1,7 Millionen Rezepte die zwischen 2012 und 2017 in Israels größtem Krankenhaus, dem Sheba Medical Center in Tel HaSchomer, ausgestellt wurden, ausgewertet. Laut Angaben von MedAware waren 3.700 der Verordnungen fälschlich. Zudem untersuchte die Firma auch Verordnungen des Massachusetts General Hospital und der Brigham and Women’s Hospital in den USA – mit ähnlichem Ergebnis. „Mediziner stehen heute bei jedem Patienten vor wachsenden Datenbergen, die sie alle eigens durchforsten müssen, um sich ein möglichst genaues Bild einer Erkrankung machen zu können und dann eine Entscheidung zu treffen, was zu tun ist,“ meint Gidi Stein. Sein Unternehmen möchte mit der Auswertung der Daten dazu beitragen, Ärztinnen und Ärzten schnell ein genaues Bild der Erkrankung zu verschaffen und mögliche Handlungsempfehlungen zu liefern.
juedische-allgemeine.de

EU-Behörde benennt Risiken Künstlicher Intelligenz: Künstliche Intelligenz (KI) bietet insbesondere bezüglich der Cybersicherheit und im Kampf gegen Internetkriminalität viele Vorteile mit sich, wie die europäische Behörde für IT-Sicherheit ENISA kürzlich erklärte. Doch selbstverständlich bergen neue Technologien auch Gefahren für die IT-Sicherheit. So könne der Einsatz von KI gerade in „sicherheitskritischen, auf automatisierte Entscheidungsfindung setzenden Anwendungen wie autonomen Fahrzeugen, intelligenter Fertigung und E-Health Individuen und Organisationen teils ‚unvorhersehbaren Risiken'“ für Nutzerinnen und Nutzer bergen. Auch ergeben sich durch neue Technologien stets auch neue Angriffsflächen für Kriminelle und Gefahren für den Datenschutz. Die EU müsse deshalb auf „gezieltere und angemessenere Sicherheitsmaßnahmen“ setzen, um auf die von der Agentur ENISA gefundenen Bedrohungen zu reagieren. Insbesondere sollte auch die Notwendigkeit des Einsatzes von KI in Bereichen wie Gesundheit, Automobil und Finanzen vorab eingehend geprüft werden.
heise.de

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ETL – Deutschlands führende Steuerberatungsgruppe mit Tipps zum Jahreswechsel: Ein turbulentes Jahr voller Herausforderungen geht zu Ende. Und egal ob Unternehmer, Selbstständige, Arbeitnehmer oder Familien – im neuen Jahr erwarten Sie zahlreiche steuerrechtliche Änderungen. Ob Soli-Wegfall, Wiedereinführung der degressiven AfA, Regelungen zum Investitionsabzugsbetrag oder Steuerrechtliche Fragen im Zusammenhang mit Corona-Hilfen und Home-Office: Mit den Ratschlägen der ETL umgehen Sie potenzielle Fallstricke und lernen Möglichkeiten kennen, zu einem zumindest in steuerlicher Hinsicht versöhnlichen Jahresausklang zu finden.
youtube.com

YouTuber skaliert 125 Jahre alte Filme der Gebrüder Lumière mit KI auf 4K: Dem YouTuber Denis Shiryaev ist die Restaurierung von 18 Minuten Filmmaterial der Gebrüder Lumière aus der Zeit zwischen 1895 und 1902 mittels KI gelungen – in 4K-Auflösung, 60 Bilder pro Sekunde und Farbe. Laut Shiryaev fand er die nun upgescalten Filme vor einigen Monaten in guter Qualität auf der Videoplattform YouTube und entschied sich, diese zu restaurieren. So nutzte der YouTuber, der sich die Verfahren selbst beigebracht hat, ein eigens trainiertes neuronales Netzwerk, um die Auflösung auf 4K zu erhöhen und Zwischenbilder einzufügen und später KI-Algorithmen, um das Material zu kolorieren. Für Shiryaev ist klar: „Das Potenzial ist riesig. In der Zukunft werden alle Filme mit KI aufgemöbelt.“
mixed.de

Künstliche Intelligenz hilft bei Berechnung von Turbulenzen: Forschern der ETH Zürich ist es gelungen, mithilfe des Supercomputers „Piz Daint“ und Künstlicher Intelligenz Turbulenzen zu berechnen. Die Modellierung sogenannter „turbulenter Strömungen“ gilt aus große Herausforderung in der Wissenschaft, da die Komplexität des Strömungsverhaltens noch nicht komplett ergründet wurde. Doch ihre Auswirkungen müssen in einer Vielzahl von Bereichen berücksichtigt werden, sei es der Flugzeug- oder Autobau oder die Wettervorhersage. An der ETH Zürich hat man nun Reinforcement Learning (RL)-Algorithmen entwickelt und diese mit physikalischen Erkenntnissen kombiniert, um Turbulenzen zu modellieren. „Die neu entwickelte Methodik bietet einen neuen und leistungsfähigen Weg zur Automatisierung der Multiskalenmodellierung und zum Fortschritt der Wissenschaft durch eine vernünftige Nutzung der Künstlichen Intelligenz,“ so Petros Koumoutsakos, Professor am Labor für Computational Science and Engineering der ETH Zürich.
punkt4.info

Neue KI kann ein bisschen Denken: Ein neues Deepmind-Forschungsprojekt zeigt, dass Deep Learning symbolische KI-Systeme ersetzen könnte. Den Forschern gelang es, einem neuronalen Netz anzutrainieren, die Auswirkungen einfacher Objekte aufeinander zu verstehen. Es scheint, als könnten neuronale Netze tatsächlich lernen, effektiv über die „kausale, dynamische Struktur physikalischer Ereignisse nachzudenken“, so die Forscher. Wichtig sei nun die Schaffung neuer Benchmarks, um so das ganze Potenzial neuronaler Netze empirisch bestimmen zu können.
mixed.de

DFKI in Kaiserslautern: Künstliche Intelligenz für Verbrecherjagd rheinpfalz.de
KUKA & AIoT Maßgeschneiderte, KI-gestützte Lösungen im IIoT-Umfeld bigdata-insider.de
CES: Sony setzt bei TVs auf Mini-LEDs und Künstliche Intelligenz heise.de
Digitale Revolution: Googles Milliardenwetten auf KI – vier Beispiele aus den Laboren handelsblatt.com
Alphabet Workers Union: US-Beschäftigte gründen Google-Gewerkschaft spiegel.de

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ZAHL DER WOCHE

Laut einer McKinsey-Studie könnten in einer Smart-City mit fünf Millionen Einwohnern im Vergleich zu einer „normalen“ Stadt rund 30-40 Prozent der Überfälle und Einbrüche verhindert werden.
faz.net

HINTERGRUND

Open AI entwickelt KI zur Erstellung von Bildern nach Beschreibung: Das amerikanische Unternehmen Open AI hat eine KI entwickelt, die Bilder aus Text generieren kann. DALL·E soll Texteingaben verstehen und basierend darauf Kunst herstellen. Basierend auf der jeweiligen Eingabe erzeugt die KI verschiedene Versionen des gewünschten Bildes. Jia-Bin Huang, Assistenzprofessor am Virginia Polytechnic Institute and State University, zeigte sich bei Twitter begeistert: „Das ist sooo beeindruckend!“ Interessierte können die KI auf openai.com selbst testen – bislang kann man aber noch keine ganzen Sätze eingeben, sondern lediglich einzelne Worte in vorgegebenen (englischen) Sätzen anpassen.
t-online.de

Künstliche Intelligenz löst Schrödingers Gleichung Forscher der Freien Universität Berlin möchten mit Künstlicher Intelligenz ein Grundlagenproblem der Quantenchemie lösen: Schrödingers Gleichung – ein sehr komplexes mathematisches Problem, für das es aktuell keine exakte und effizient berechenbare Lösung gibt. Nun soll dies mittels Deep Learning geschehen. „Wir denken, dass unser Ansatz die Quantenchemie signifikant beeinflussen wird,“ so Team-Leiter Professor Frank Noé. Bislang handelt es sich um Grundlagenforschung, es wird also noch einige Zeit dauern, bis die Methode in der Praxis Anwendung finden könnte. Dennoch ist das Projekt ein völlig neuer Ansatz für ein altes Problem.
mixed.de

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PROJEKT DER WOCHE

Mit KI Blutkonserven besser verteilen: Pro Tag müssen in Deutschland rund 800 Blutkonserven entsorgt werden, da sie nicht rechtzeitig verbraucht wurden. Ein Projekt des Universitätsklinikums Essen und der Fachhochschule Dortmund möchte der „Blut-Verschwendung“ nun Einhalt gebieten: Mittels Künstlicher Intelligenz (KI) sollen die Konserven besser auf die Kliniken verteilt und Abschreibungen gering gehalten werden. „Daten und KI können helfen, die Bedarfe in den Kliniken besser zu prognostizieren, Blutspenden ge­zielter nachzufragen und Spender und Patient passgenauer zusammenzubringen“, so Projektleiterin Britta Böck­mann. In den kommenden Zweieinhalbjahren soll zudem auch eine App entwickelt werden, die Blutspenderinnen und -spendern anzeigt, wo gerade eine wie hohe Nachfrage nach einer bestimmten Blutgruppe ist. Denn auch die gezielte Abgabe von Blutspenden könnte dazu beitragen, die Menge an zu vernichtenden Konserven zu minimieren.
aerzteblatt.de

ZITAT

„Ein Weg der Konzerne in die Schule führt über Lernmaterialien. Zum Beispiel will Microsoft 15.000 Schüler fit fürs „KI-Zeitalter“ machen und kooperiert dazu mit Arbeitergebern. Die Formulierung „KI-Zeitalter“ ist verräterisch: Sie steht für eine starke Technik-Gläubigkeit, wenn ein modisches Schlagwort ein ganzes Zeitalter charakterisieren soll. Wird es aber wirklich ein Zeitalter „Künstlicher Intelligenz“ geben? Mit solchen Worten werden auf jeden Fall Ideen platziert, und zwar in vielen Köpfen. „
Wirtschaftsjournalist und Dozenten Ingo Leipner plädiert im Interview zum Thema „Digitale Bildung“ dafür, hohle Phrasen auch in diesem Kontext zu hinterfragen.
heise.de

UNGEKÜNSTELT

Backen mit Googles KI: Um die Erklärbarkeit mittels maschinellem Lernens getroffener Entscheidungen zu erforschen, hatte Sara Robinson, eine Google-Mitarbeiterin, eine praxisnahe Idee für ein Machine-Learning-Modell: Die KI sollte Backrezepte kreieren. Genauer: Sie sollte auch definieren, wo genau beispielsweise die Unterschiede zwischen Kuchen und Brot oder Keksen liegen. So traf das Modell zu möglichen Zutatenkombinationen Aussagen bezüglich der Kuchen-, Brot- oder Cookie-Tauglichkeit und gab auch Zutatenlisten für Kuchen-Brot-Hybride wie den „Cakie“ oder den „Breakie“ aus.
t3n.de

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