KW 34: Mit KI gegen Geldwäsche, Neue Google KI versteht Licht, Deutsche Cyberagentur gegründet

NACHRICHTEN

Mit künstlicher Intelligenz gegen neue Geldwäschepraktiken: Die Corona-Pandemie stellt auch die organisierte Kriminalität vor neue Herausforderungen: Wie soll man sein Geld waschen, wenn ganze Staaten im Lockdown sind und man kaum mehr Gelegenheit hat, sein – wie auch immer erwirtschaftetes – Bargeld loszuwerden? Neben vielen kriminellen Aktivitäten zur Geldgewinnung verlagerte sich auch die Geldwäsche ins Digitale. Behörden setzen nun im Kampf gegen die Geldwäsche auf Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen, um ungewöhnliche Finanzaktivitäten zu erkennen. Da durch die Pandemie sehr viele Menschen ihre Zahlungsaktivitäten verändert hatten, wurde einmal mehr erkennbar, dass agile Technologien unabdingbar sind, um in der schnelllebigen Zeit Finanztransaktionen noch sinnvoll zu überwachen.
heise.de

Mehr Input benötigt: Künstliche Intelligenz (KI) ist aus kaum einem Lebensbereich mehr wegzudenken. Laut einer Umfrage des Digitalverbands bitkom unter 503 Unternehmen ab 50 Mitarbeitern erwarten die Unternehmen einen steigenden Bedarf an Trainingsdaten für KI, insbesondere natürlich im Bereich des maschinellen Lernens. Auch viele personenbezogene Daten werden benötigt. Durch die Nutzung dieser Daten ergebe sich eine große Unsicherheit bezüglich der Rechtmäßigkeit, Unternehmen betreiben laut der Umfrage aber einen großen Aufwand, um rechtliche Vorgaben einzuhalten und sensible Daten zu schützen.
datensicherheit.de

Neue Google KI versteht Licht: Technologieriese Google möchte die Erde digital rekonstruieren. Eine KI soll anhand von Fotos Modelle erstellen. Grundlage hierfür ist das Verständnis der KI für Licht. Mit der “Neural Radiance Fields”-Methode (NeRF) kann ein neuronales Netzwerk 3D-Tiefendaten aus 2D-Bildern wie Fotos extrahieren, indem es erkennt, wo Lichtstrahlen enden. So könnte die NeRF-KI dann texturierte 3D-Modelle generieren.
mixed.de

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Deutsche Cyberagentur gegründet: In Halle (Saale) wurde in der vergangenen Woche die Agentur für Innovation in der Cybersicherheit gegründet. Unter Zusammenarbeit des Verteidigungs- und des Bundesinnenministeriums soll von Sachsen-Anhalt aus die innere und äußere Sicherheit verbessert werden. Geleitet wird die neue Cyberagentur von Christoph Igel, welcher zuvor am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) arbeitete, bis er zur Bundeswehr wechselte. Die Agentur wird bis zum Jahr 2023 mit 350 Millionen Euro gefördert. Nach dem Vorbild der amerikanischen Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) soll sie ausgebaut und bis zu 100 Arbeitsplätze geschaffen werden.
golem.de

Maschinelles Lernen wird immer mehr zur Pflicht: Deutsche Unternehmen erkennen zunehmend den vielseitigen Nutzen von Machine Learning und Künstlicher Intelligenz. Ob in der Qualitätssicherung in Produktionsumgebungen, für Chat-Bots, zur Unterstützung des Kundenservices oder bei der Prognose für Wartungsarbeiten (Predictive Maintenance). “Die meisten Firmen in Deutschland haben die Relevanz von Machine Learning erkannt und setzen diese Technologie vermehrt ein”, bestätigt Dr. Susan Wegner, Vice President Artificial Intelligence & Data Analytics des IT-Dienstleistungsunternehmens Lufthansa Industry Solutions (LHIND). Gerade im Finanzsektor, aber auch im Cargo-Bereich steigt die Nachfrage mehr und mehr. So lässt sich in der Logistikbranche maschinelles Lernen dafür nutzen, Prognosen über Lieferzeiträume zu treffen und anhand dieser Daten beispielsweise Personaleinsatz oder Preisgestaltung anzupassen.
computerwoche.de

Videotelefonie: Per App zur KI-Webcam: Smartphonekameras sind einfachen Webcams zumeist technisch mehr als überlegen. Mit einer neuen App kann man seine Handykamera nun zur KI-Cam umwandeln. So kommt die Kamera mit nützlichen und spannenden Funktionen daher. Ein Bildanalysetool und Lichtsensoren sorgen dafür, dass das gezeigte Bild stets optimal ist, zudem erkennt die Software Gesten und Nacktheit und blurrt im Zweifelsfall automatisch.
mixed.de

Forschung: Die Frau, die Tinder durchschaut spiegel.de
Arzneimittelforschung: Künstliche Intelligenz als Waffe gegen Corona welt.de
Künstliche Intelligenz: Zehn Unternehmen an der Weltspitze mixed.de
Robo-Advisor-Markt: Raus aus der Nische sueddeutsche.de
Studie: Was laut maschinellem Lernen Menschen in einer Beziehung glücklich macht ecommerce-vision.de

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novalis.studio

ZAHL DER WOCHE

Die weltweiten Ausgaben für Artificial Intelligence sollen sich 2020 auf 46 Milliarden Dollar belaufen. – Das wäre ein Plus von knapp 30 Prozent zum Vorjahr.
blog.wiwo.de

HINTERGRUND

Algorithmusbasierte Durchschnittsnoten in UK benachteiligen Schüler: In Großbritannien waren aufgrund der Corona-Pandemie die Abiturprüfungen (A-Levels) entfallen. Das britische Bildungsministerium entschied sich für den Einsatz eines Algorithmus, der auf Grundlage früherer Noten und einer Einschätzung der Lehrer eine Abschlussnote berechnet. Doch diese wirkt sich nachteilig auf die Schüler aus. Der Algorithmus sollte einen Anstieg an zu guten Noten vermeiden, doch augenscheinlich war er noch nicht ausgereift: Vierzig Prozent der Schülerinnen und Schüler wurden so stark vom Algorithmus abgewertet, dass bereits erhaltene Zusagen für Studienplätze wieder revidiert werden mussten, da die Schüler den notwendigen Notendurchschnitt nicht erreichten.
theguardian.com

In Deutschland herrscht Nachholbedarf in Sachen KI und Digitalisierung der Medizin: Zwar hat sich das deutsche Gesundheitswesen besonders vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Pandemie bewährt, doch in puncto Digitalisierung und Künstliche Intelligenz muss das Land noch aufholen. Die Zeit des Lockdowns könnte hier zu einem Mentalitätswandel beitragen. Tatsächlich wird in Deutschland immerhin im kommenden Jahr die digitale Patientenakte eingeführt und immer mehr an digitalen Lösungen für Patientinnen und Patienten gearbeitet. Das ist auch dringend notwendig, denn neue Technologien haben das Potenzial, den Medizinsektor zu revolutionieren. Hier muss Deutschland anschlussfähig bleiben.
businessinsider.de

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PROJEKT DER WOCHE

Energiewende mit KI: Forscher der OTH Amberg-Weiden erforschen aktuell, wie sich der Betrieb von Mikro-Blockheizkraftwerken unter ökologischen sowie ökonomischen Gesichtspunkten optimieren lassen und so in Zukunft gänzlich auf Atomkraft verzichtet werden kann. Ziel des Forschungsprojekts “Energy2Go” ist es, Elektromobilität in die Wärme- und Stromversorgung zu integrieren. Ein vernetztes Blockheizkraftwerk soll selbstständig entscheiden, in welchem Fall es in Betrieb geht und ob der gewonnene Strom zum Eigenbedarf genutzt oder ins Netz eingespeist werden soll.
oberpfalzecho.de

ZITAT

“Wer KI rein nur als technologische Innovation versteht, wird scheitern.”
Dr. Kay Müller-Jones, Leiter Consulting und Services Integration bei TCS plädiert für eine durchdachte Strategie bei der Einführung von Künstlicher Intelligenz in Unternehmen und ein agiles Change-Management.
it-daily.net

UNGEKÜNSTELT

Muster irritieren KI-Bilderkenner: Die Bilderkennung autonomer Autos lässt sich durch Muster stören. So könnte es sein, dass sie Schilder oder andere Verkehrsteilnehmer nicht wahrnehmen. Wissenschaftler der Universität Tübingen und des Max-Planck-Instituts für intelligente Systeme fanden heraus, dass selbst kleinste Aufkleber die KI auf gefährliche Weise irritieren können.
heise.de

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