KW 35: Trumpf und Fraunhofer IPA arbeiten enger zusammen, Facebook könnte VR-Daten zur Weiterentwicklung von KI nutzen, Künstliche Intelligenz zerstört in der Masse keine Arbeitsplätze

NACHRICHTEN

Trumpf und Fraunhofer IPA arbeiten enger zusammen: Das Unternehmen Trumpf und das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA sind eine Forschungskooperation bis 2025 eingegangen, um eine Lösung für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Fertigung zu entwickeln. Beim Projekt soll die Industriereife erreicht werden. Bei der Kooperation geht es insbesondere um die Blechfertigung. Trumpf und das Fraunhofer-Institut arbeiten bereits seit fünf Jahren zusammen, sehen jedoch auch im Zuge des Corona bedingten Digitalisierungsschubs einen großen Bedarf an der Fortführung ihrer Arbeit im Bereich KI.
industrie.de

Facebook könnte VR-Daten zur Weiterentwicklung von KI nutzen: Vor sechs Jahren startete Facebook mit Oculus sein Virtual-Reality-Angebot. Mittlerweile ist klar, dass die Technologie bisher nicht die Durchschlagskraft entfaltet hat, die man sich erhofft hat. Selbst der Gaming-Markt bietet für Facebooks Verhältnisse keine überzeugenden Gewinne. Allerdings könnte Facebook die Daten, die durch VR-Brillen generiert werden, für die Weiterentwicklung von KI nutzen. Denn: VR-Brillen zeichnen Bewegungsmuster auf. Die Körpersprache ist bisher wenig erforscht und könnte ein neues Geschäftsfeld im KI-Markt sein. Mithilfe einer bestehenden VR-Infrastruktur wird die Forschung zugänglicher.
mixed.de

Künstliche Intelligenz zerstört in der Masse keine Arbeitsplätze: Immer wieder haben Ökonomen vor den Folgen der Digitalisierung auf den Arbeitsmarkt gewarnt. Insbesondere Künstliche Intelligenz und Automatisierung sollten massenweise Arbeitsplätze vernichten. Prognosen zu Beginn der 2010-er Jahre gingen davon aus, dass die Hälfte der Arbeitsplätze verschwinden könnte. Enzo Weber vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung unterstreicht, dass dem nicht so sei. Berufe verändern sich durch die Digitalisierung, jedoch ist nur bei einem sehr geringen Teil die Gefahr präsent, dass sie vollständig verschwinden würden. Weber erklärt, dass sogar neue Tätigkeitsfelder entstehen, die man zuvor nicht kannte. Allerdings müsse man von den Fehlern der Vergangenheit stärker lernen und Weiterbildungsmodelle für Menschen anbieten, die befürchten vom Fortschritt abgehängt zu werden.
businessinsider.de

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Foto-Algorithmus macht kuriose Interpretationen anhand von Portraits: Bei ImageNet Roulette konnten Nutzer Fotos von sich hochladen und erhielten eine Bewertung von einer Künstlicher Intelligenz. Lediglich anhand des Gesichts sollte die KI Menschen kategorisieren. Nutzer wurden unter anderem als Kriminelle und Sonderlinge bezeichnet. Manchmal wurden lediglich Bewertungen anhand des Geschlechts vorgenommen. Bei dunkelhäutigen Menschen versagte die KI teilweise und erkannte die Gesichter nicht. Die Ergebnisse des Projekts sind mittlerweile dokumentiert und erklären den Lernprozess der KI – sie warnen auch davor, dass der gegenwärtige Forschungsstand nicht ausreichend sei, um verantwortungsvolle Entscheidungen einem Algorithmus zu überlassen.
welt.de

Künstliche Intelligenz entziffert historische Dokumente: Die Universität Kiel ist Teil der internationalen READ-Genossenschaft geworden. Diese nutzt zu Forschungszwecken einen Algorithmus, der handschriftliche historische Aufzeichnungen und Bücher entziffern kann. Mithilfe von Maschinellem Lernen kann das READ-System Schriftmuster erkennen und bewerten. Dieses System wird im Zuge der Digitalisierung der Forschung eingesetzt. Damit soll Wissen für Forschende leichter und dezentraler verfügbar werden, ohne, dass Dokumente dabei beschädigt werden.
nachrichten.idw-online.de

Mehrheit der deutschen Verbraucher sieht Vorteile durch Künstliche Intelligenz: Laut einer Studie des IT-Dienstleisters Adesso werden die deutschen Verbraucher zuversichtlicher bezüglich der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz. 55 Prozent gehen davon aus, dass die Technologie in Zukunft Vorteile bringen wird. Die Mehrheit hofft zudem, dass Behördenprozesse durch Künstliche Intelligenz leichter abgewickelt werden können und dass KI auch bei der Suche nach einem Corona-Impfstoff behilflich sein kann. Allerdings lehnen die Deutschen Tracking des Kaufverhaltens ab und bewerten Datenschutz als wichtig.
der-bank-blog.de

Podcast: Künstliche Intelligenz braucht Moral n-tv.de
Kommentar: Ethik ersetzt keine erfolgreichen Produkte faz.net
Fortschritt: Peking schlägt Washington wiwo.de
Banking: KI braucht Erwartungsmanagement und Mindset der-bank-blog.de

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ZAHL DER WOCHE

Von den deutschen Unternehmen, die Künstliche Intelligenz einsetzen wollen, planen 69 Prozent ihren Einsatz im Bereich Marketing.
computer-automation.de

HINTERGRUND

KI muss Kontext lernen: Immer wieder wird von Falschbewertungen durch Künstliche Intelligenz berichtet. Rassistische Muster, Geschlechtervorurteile und zweifelhafte Analysen von Kriminellen spiegeln reale Stereotype wider. Die Daten, mit der Algorithmen lernen, ist schließlich ein Abbild der Umwelt, in der sie gesammelt werden. Diverse Unternehmen wie Microsoft und Google haben angekündigt ethische Richtlinien für Künstliche Intelligenz zu entwickeln, um schädliche automatische Bewertungen und Kategorisierungen von Personen zu vermeiden. Allerdings: dafür müssen KI-Systeme konzeptualisiertes Wissen lernen. Sie müssen effizienter in der Unterscheidung von Personengruppen werden. Allerdings bedarf dies, dass auch kulturelle Komponenten Teil von KI-Systemen ist, die auf die Kategorisierung abzielen. Wann ethische Richtlinien umgesetzt und die konzeptualisierte Weiterentwicklung Künstlicher Intelligenz erreicht ist, ist bisher nicht abzuschätzen.
netzpiloten.de

Auswirkungen von KI auf Nachhaltigkeit sind begrenzt: In den Bereichen Landwirtschaft und Energie werden große Hoffnungen auf die Künstliche Intelligenz gesetzt, um mehr Nachhaltigkeit zu erreichen. Durch Precision Farming werden beispielsweise Ressourcen schonender auf Äckern eingesetzt, durch Smart Grids kann die Nachfrage nach Energie gemessen werden. Allerdings: die Effekte auf die Nachhaltigkeit sind bisher begrenzt, meint Autorin Annika Kettenburg. Bisher wird Künstliche Intelligenz vor allem für die Optimierung von Geschäftsmodellen eingesetzt, die tatsächlichen Einsparungen bei CO2-Emissionen oder dem Ressourcenverbrauch sind gering. Politischer Gestaltungswille müsse den Einsatz von Künstlicher Intelligenz für das Gemeinwohl stärker regulieren, um die erhofften Nachhaltigkeitseffekt zu erzielen.
netzpolitik.org

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PROJEKT DER WOCHE

Künstlerin macht Musik mithilfe von KI: Die US-amerikanische Künstlerin Holly Herndon hat mithilfe einer selbstentwickelten Künstlichen Intelligenz Musik aufgezeichnet. Für die Produktion hat sie Hardware aus dem Internet gekauft, ein befreundeter Programmierer entwickelte den passenden Algorithmus. Dieser wurde mit Samples ihrer Stimme gefüttert. Die von der KI entwickelten Ergebnisse sind in ihre Lieder eingeflossen. Henderson ist davon überzeugt, dass Künstliche Intelligenz in der Kunst immer häufiger Verwendung finden wird, allerdings müsse man sie verantwortungsvoll “erziehen”.
rollingstone.de

ZITAT

“Wir haben ein Ich-Zentrum, auf das wir das, was wir erleben, beziehen. Wir Menschen sind fiktionsbedürftig, leben in unserer Fantasie also gerne in anderen Zeiten und anderen Welten. Das kann künstliche Intelligenz nicht. Und wir sind aufgrund all der anderen Eigenschaften moralfähig.”
Philosoph Richard David Precht über die Unterschiede zwischen menschlicher und künstlicher Intelligenz.
t3n.de

UNGEKÜNSTELT

KI gewinnt Luftkampf gegen Air-Force-Piloten: In einem Flugsimulator stand ein amerikanischer Air-Force-Pilot einer Künstliche Intelligenz in einem digitalen Kampf gegenüber. Das Ergebnis war eindeutig: In fünf Runden gewann jedes Mal die Künstliche Intelligenz. Insbesondere die Präzision und Wechsel der Taktik überraschten den erfahrenen Piloten. Menschenrechner warnten nach dem Experiment vor unbemannten KI-Flugzeugen, die gegen Menschen eingesetzt werden können.
derstandard.de

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