KW 39: Nvidia will ARM kaufen, Stiftung fördert KI zur Entdeckung von Antisemitismus, KI-Bundesverband unzufrieden mit von der Leyens Rede

NACHRICHTEN

Nvidia will ARM kaufen: Der amerikanische Halbleiterkonzern Nvidia hat es auf den britischen Chiphersteller ARM abgesehen. Sollten die Aufsichtsbehörden dem Deal zustimmen, würde Softbank zum größten Einzelaktionär bei Nvidia werden – die Sofabank-Holding hält ARM. Nvidia-Chef Jensen Huang erklärt zum Vorhaben: “Mit ARM schaffen wir das Chip-Powerhouse der Zukunft für KI… Durch den Schritt werden wir die KI-Chips von Nvidia dem gesamten Ökosystem von ARM zur Verfügung stellen können.” Huang hatte bereits zuvor erklärt einen stärkeren Fokus auf KI legen zu wollen, um zukunftsfähig zu bleiben. Mit dieser Partnerschaft soll die Konkurrenz abgehängt werden.
wiwo.de

Stiftung fördert KI zur Entdeckung von Antisemitismus: Die 2019 gegründete Alfred-Landecker-Stiftung förderte mit einem Volumen von drei Millionen Euro die Entwicklung einer Antisemitismus-KI. Daran sollen Forscher, Computerlinguisten und Historiker arbeiten, um bestimmte Codes für antisemitische Botschaften auf Deutsch, Englisch und Französisch zu identifizieren. Ziel ist es, für Webseiten-Betreiber ein Instrument zu entwickeln, das es ihnen ermöglicht, Hass und Hetze zu identifizieren.
bild.de

KI ist noch nicht soweit, menschliche Arbeit tatsächlich zu bedrohen: Während es immer größere Fortschritte im Bereich der Künstlichen Intelligenz gibt und die Befürchtungen bestehen, dass der Mensch Stück für Stück durch Maschinen ersetzt wird, ist die Technologie in der Regel weit davon entfernt. Ein Beispiel dafür ist die Schreib-KI GPT-3. Diese wird als hochwertige Textmaschine angepriesen. Tatsächlich schafft sie es eine Reihe von sinnvollen und korrekten Sätzen elegant zu formulieren – allerdings gibt es inhaltlich noch große Schwächen. Die KI ahmt Sprache nach, sie denkt nicht über den Inhalt nach und formuliert keine eigenen Annahmen.
gq-magazin.de

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KI-Bundesverband unzufrieden mit von der Leyens Rede: Am Mittwoch sprach EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyer zur Lage der Union. Dabei machte sie deutlich, dass KI reguliert werden müsse. Für den KI-Bundesverband greifen die Pläne, die sie während der Rede skizzierte, zu kurz. Er fordert beispielsweise eine Abstufung bei der Regulation: “Zum Beispiel sollte jede KI-Anwendung, die Menschen oder Tieren körperlichen Schaden zufügen kann, wesentlich höheren regulatorischen Hürden ausgesetzt sein als KI-Anwendungen, die dies nicht tun”, heißt es in einem Statement. Die Verhältnismäßigkeit müsse gewahrt werden, sodass kein Schaden für die Entwicklung der Technologie entsteht.
it-daily.net

Chatbots haben nicht die versprochene Qualität: KI-Experte Peter Gentsch findet, dass die Anforderung an KI oft zu hoch sind – diese habe viel mit Wunschdenken zu tun. Im Marketing würden Experten auf Chatbots hoffen, die permanent Kunden versorgen können – in der Praxis sei die KI bisher allerdings schwach. Gentsch erwartet, dass erst in etwa zehn Jahren das Niveau bei der KI erreicht wird, die Chatbots wirklich intelligent machen würde. Die Bereitschaft für die Nutzung von Chatbots auf Kundenseite sei da – allerdings wollen sie es mit einem kompetenten System zu haben.
horizont.net

USA-China: „Wer in der KI führt, dominiert wirtschaftlich und militärisch“ faz.net
Forschung: Künstliche Intelligenz braucht Menschen nachrichten.idw-online.de
Mittelstand: Rahmenbedingungen bremsen KI aus springerprofessional.de
Produktion: Wie künstliche Intelligenz die Qualitätskontrolle optimiert all-electronics.de
B2C: Keine Angst vor künstlicher Intelligenz im Kundenservice etailment.de

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novalis.studio

ZAHL DER WOCHE

In Deutschland setzen 247 Startups Künstliche Intelligenz in maßgeblichem Umfang ein.
vc-magazin.de

HINTERGRUND

Bundesverband der Geldwäschebeauftragten fordert Unterstützung durch KI: Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) und des Bundesministeriums für Finanzen (BMF) möchte Geldwäsche in Deutschland stärker bekämpfen und hat bereits einen ersten Gesetzesentwurf vorgelegt. “Wichtig wäre es, die Aufsicht und den Vollzug zu stärken und die Anwendungs- und Ausführungsbestimmungen auf empirischer Basis konsequent weiterzuentwickeln”, erklärte Christian Tsambikakis, Vorsitzender des Bundesverbands der Geldwäschebeauftragten. Die Datensätze und Informationen, die im Rahmen der Aktionen gegen Geldwäsche gesammelt würden, können allerdings ohne KI kaum noch beherrscht werden, da es sich zum Teil um transnationale Netzwerke handelt, die ins Visier der Ermittler geraten.
businessinsider.de

KI stößt bei Corona an Grenzen: KI-Forscher Gary Marcus sieht die Corona-Krise als Weckruf für die KI. Trotz einer langen Forschungs- und Entwicklungsgeschichte wurde deutlich, dass sie an Grenzen stößt und nicht die erhofften Effekte bei der Bekämpfung der Pandemie erzielte. Marcus fordert, dass die Technologie nicht mehr primär für Marketing und Werbung eingesetzt wird, sondern für Bereiche, in denen sie einen wirklichen Unterschied machen kann. In seinem Buch “Rebooting AI” fordert er eine Rückbesinnung auf regelbasierte Forschung.
mixed.de

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PROJEKT DER WOCHE

KI gegen Kinderpornografie: In Niedersachsen wird ein System entwickelt, das Inhalte im Internet nach pornografischen Mustern herausfiltert. Dieses soll im Landeskriminalamt bei der Fahndung von Kindesmissbrauch und -pornografie eingesetzt werden. Ziel ist es, frühzeitig illegale Handlungen gegen Kinder zu identifizieren, um diese zu schätzen. Mehrere Bundesländer haben bereits Interesse an dem System geäußert, um es selbst einzusetzen.
noz.de

ZITAT

” Maschinelles Lernen wird zunehmend eingesetzt werden, um zu analysieren, wie Benutzerinnen und Benutzer mit verschiedenen Aufgaben umgehen. Sobald Muster identifiziert sind, können sie automatisiert werden – wobei die Technologien dazulernen und sich selbst weiter verbessern. So kann eine KI zum Beispiel erkennen, dass eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter eine Aktion 20 Mal in der gleichen Art ausgeführt hat und fragen, ob die Aktion von nun an automatisiert ablaufen soll. Dadurch nimmt der Anteil an häufig als langweilig empfundenen Routine-Aufgaben ab, die Angestellten haben mehr Zeit für qualifizierte Aufgaben.”
Maximilian Thost, Country Manager DACH von Quinyx, über den Einsatz von KI im Personalwesen.
it-daily.net

UNGEKÜNSTELT

Big Brother Award an Datenkraken vergeben: Die Big Brother Awards (BBA) werden an Unternehmen und Organisationen vergeben, die datenschutzrechtlich bedenkliche Anwendungen entwickeln. In diesem Jahr ist auch Tesla dabei, das im Außenbereich eine Reihe von Kameras eingebaut hat, die die Umwelt scannt und analysiert. Diese Daten werden zu Servern nach Kalifornien geschickt. Die BBW-Jury kommentierte Teslas Technologie wie folgt: “Wir haben nichts gegen Kfz-Assistenzsysteme, auch nichts gegen halbautomatisiertes Fahren. Dafür sind Sensoren und sogenannte künstliche Intelligenz nötig. Aber diese Daten können und müssen aus Datenschutzsicht weitgehend im Auto bleiben.”
heise.de, tagesschau.de

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