KW 42: Mit Bewegungsdaten und KI zur Gewinnmaximierung, Nvidia möchte mit KI Qualität von Videocalls verbessern, Deutsche Unternehmen verkennen häufig die Chancen von KI

NACHRICHTEN

Mit Bewegungsdaten und KI zur Gewinnmaximierung: Die 2014 gegründete Firma Cosmose AI ist eine der Gewinnerinnen der Covid-19-Pandemie. Mittels KI und maschinellem Lernen treffen die Experten des kürzlich mit 100 Millionen Dollar bewerteten Unternehmens Vorhersagen darüber, wer wann wo einkaufen gehen wird. Zudem misst das Startup die Effektivität von Onlinewerbung und vergleicht Online- und Vor-Ort-Besuche in Geschäften. Diese detaillierten Einblicke in das Kundenverhalten wurden für Händler gerade während der coronabedingten Einschränkungen interessant. Es gilt, ideale Verhaltensweisen während der Pandemie, aber auch für die Zukunft des Einzel- und Onlinehandels mit KI zu formen.
forbes.com

KI und Privatsphäre – passt das zusammen? KI ist nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken: von der Suche im Internet, dem schnellsten Weg zu einem Ziel nimmt Routinearbeiten ab. Damit KI-Modelle funktionieren, benötigen sie Daten. Je mehr davon gesammelt werden, desto größer wird aber auch die Gefahr des Datenmissbrauchs. Beispielsweise wird sie für andere als die ursprünglichen Zwecke verwendet oder an Dritte verkauft. Doch es gibt technische Lösungswege, den Datenschutz aufrecht zu erhalten. Zum Beispiel die Datenanonymisierung und die homomorphen Verschlüsselung. Hier werden die gesammelten Daten verändert, bevor sie weiterverwendet werden. Eine Dritte Variante ist das Edge-Computing bzw. Federated Learning, bei der die Nutzerdaten auf den Endgeräten bleiben. Mit diesem dezentralen Ansatz ist der Schutz der Privatsphäre von Anfang an in die KI integriert.
t3n.de

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Nvidia möchte mit KI Qualität von Videocalls verbessern: Videoanrufe sind in Zeiten von Kontaktbeschränkungen und flächendeckendem Homeoffice essentiell geworden. Doch wenn die Internetverbindung ausbaufähig ist, gilt selbiges häufig auch für Videoanrufe. Abhilfe schafft hier zumeist das Ausschalten der Bildübertragung – oder eben die Reduzierung der zu übertragenden Datenmenge. An dieser Stelle setzt der amerikanische Chiphersteller Nvidia an. Über die cloud-AI Videostreaming Plattform “Nvidia Maxine” soll der Datenverbrauch reduziert und so die Bildqualität erhöht werden. Ausschlaggebend: Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz. “Nvidia Maxine” analysiert markante Punkte der Gesichter in Videocalls und überträgt an die jeweilige Empfängerin quasi ein künstlich erzeugtes Bewegtbild, welches “auf einen flüchtigen Blick […] wie eine tatsächliche Videoübertragung des Senders” wirken soll.
zeit.de

Deutsche Unternehmen verkennen häufig die Chancen von KI: Eine Umfrage des TÜV-Verbandes (VdTÜV) kommt zu dem Ergebnis, dass jedes zweite Unternehmen in der Bundesrepublik keine sinnvollen Anwendungsgebiete für Künstliche Intelligenz sieht. In der Praxis wird KI derzeit nur in jedem zehnten Unternehmen verwendet. Nur vier Prozent planen konkret, dies zu ändern.
Ein Großteil der Firmen habe sich noch nicht einmal Gedanken über die Vorteile der strategischen Datennutzung gemacht, fast die Hälfte hält ihre Datenbasis für unzureichend. Vier von zehn befragten Unternehmen äußern Bedenken vor juristischen oder Datenschutzproblemen.
welt.de

Künstliche Intelligenz kann kranke und gesunde Stimmen unterscheiden: Das israelische Stimmanalyse-Startup “Vocalis Health” hat eine App entwickelt, die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) im Anfangsstadium erkennt, indem das gesprochene Wort auf Anzeichen von Atemnot untersucht wird. Nun nutzt das Unternehmen seine Technologie auch im Kampf gegen das Coronavirus. Positiv auf das Virus Getestete sollten sich via App an der Forschung des Unternehmens beteiligen, indem sie einmal am Tag etwas nach Anweisung in ihr Mobiltelefon sprechen.
Mittels maschinellem Lernen wurden die Aufnahmen verglichen, um einen Covid-19-typischen Stimmabdruck zu erhalten. Aus der Forschungsphase resultiert nun die Pilotversion eines digitalen Covid-19-Stimmanalyse-Tools, welche nun in die weltweite Testphase geht.
spektrum.de

Radiologie: Wie AI die Zukunft bildgebender Verfahren beeinflussen wird. theprint.in
Forschung: Wie die Hardware-Lotterie die KI-Forschung bestimmt mixed.de
Buchbranche: KI hilft bei Zuordnung der Lesemotive boersenblatt.net
Digitale Revolution: Wie KI Milliarden-Start-ups erkennen soll handelsblatt.com
AI Governance: Wie man es richtig macht forbes.com

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ZAHL DER WOCHE

Nur vier Prozent der Unternehmen nutzen KI, um Werbung zu personalisieren. Eine neue Bitkom-Studie zeigt, dass die Deutschen stark überschätzen, wie viel KI von Firmen derzeit aktiv eingesetzt wird. So gingen beispielsweise 77 Prozent der Befragten davon aus, dass personalisierte Werbung mit KI-Hilfe bereits heute von vielen Unternehmen eingesetzt wird.
industrie.de

HINTERGRUND

Big Data, Deep Learning und KI: Der Schweizer Physiker und Philosoph Eduard Kaeser fordert einen theoretischen Leitfaden für die KI-Forschung und das maschinelle Lernen. Das sogenannte Deep Learning findet inzwischen in vielen Wissenschaftsdisziplinen inzwischen regen Anklang, ermöglicht es doch Durchblick in Anbetracht der Big Data. Genaudeshalb müsse nun noch ein theoretischer Rahmen, das Deep Thinking, formuliert werden, damit die Analyse auch großer Datenmengen noch zielführend möglich ist.
nzz.ch

Unternehmen fordern gesetzliche KI-Regeln: Im Kontext der bereits angesprochenen TÜV-Studie zu KI in Unternehmen fordern einige Firmen nun einheitliche gesetzliche Vorschriften für den Einsatz von KI in Unternehmen. 90 Prozent der befragten Unternehmen sprachen sich für klare gesetzliche Regelungen, beispielsweise hinsichtlich der Haftung aus. Viele KI-Anwendungen sollten je nach ihrem spezifischen Risiko reguliert werden. Auch für die klare Kennzeichnung von KI-Produkten und -Anwendungen sprach sich ein Großteil der Befragten aus. “KI-Anwendungen sollten bestimmte Sicherheitsanforderungen erfüllen, wenn bei ihrer Nutzung die Gesundheit von Menschen oder ihre elementaren Grundrechte wie Privatsphäre oder Gleichberechtigung in Gefahr sind,” so Dr. Dirk Stenkamp, Präsident des TÜV-Verbands (VdTÜV), bei Vorstellung der Studienergebnisse in Berlin.
infopoint-security.de

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Safety-Security-Ticker – Mit unserem Newsletter versorgen wir Sie mit den neuesten Infos zu Themen aus dem Embedded Umfeld. safety-security-ticker.net

PROJEKT DER WOCHE

Kommunikationsnetze schützen mit künstlicher Intelligenz: Ein neues Forschungsprojekt der Universität Bremen beim Schutz von komplexen Kommunikationsnetze auf KI. Erforscht werden soll, wie Angriffe abgewiesen, Datenverluste vermieden und so die Netzwerksicherheit erhöht werden kann.
nachrichten.idw-online.de

ZITAT

“Heute finden viele Menschen KI noch alles andere als intelligent – aber sie wird immer mehr können, zum Beispiel Wahlen beeinflussen oder Waffen entwickeln. Da gibt es viele böse Vorhaben, die wir sicher nicht wollen. Deshalb müssen wir uns als Gemeinschaft Gedanken darüber machen und Regelungen finden.”
Tach-Investor Frank Thelen spricht mit dem Magazin GQ über seine Vorstellungen der Zukunft.
gq-magazin.de

UNGEKÜNSTELT

Mit KI-Kameras gegen Corona: Um die Einhaltung der Corona-Regeln zu überprüfen und so die Ausbreitung des Virus einzudämmen, setzen einige britische Städte nun auf Kameras und künstliche Intelligenz. Die Kamerasysteme der Londoner Firma Vivacity Labs mit integrierten Sensoren wurden eigentlich entwickelt, um den Verkehrsfluss mit Autos, Radfahrern und Fußgängern, zu verfolgen. Doch nun helfen sie auch dabei, Social Distancing zu überwachen. Doch es mehren sich Bedenken, ob die damit einhergehenden Grundrechtseingriffe nicht zu groß sind.
heise.de

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