KW 43: Datenbank soll KI auf Früherkennung von Brustkrebs trainieren, Wenn Roboterdelfine die Zoos erobern, Forscher wollen Geldwäsche per KI bekämpfen

NACHRICHTEN

Datenbank soll KI auf Früherkennung von Brustkrebs trainieren: Die im vergangenen Jahr in Berlin gegründete humanitäre Organisation HIPPO AI Foundation arbeitet an der weltweit größten offenen Datenbank gegen Brustkrebs. Die “Viktoria 1.0”-Datenbank soll weltweit Datensätze von Brustkrebspatienten sammeln, die Algorithmen dabei helfen sollen, Tumore eher zu erkennen. Mithilfe der Daten soll es perspektivisch möglich sein, bessere KI-Tools zur Früherkennung von Brustkrebs zu entwickeln. Durch eine Vielzahl differenter Daten könne die KI gezielter und genauer trainiert werden, so die Hoffnung der NGO.
aerztezeitung.de

Wenn Roboterdelfine die Zoos erobern: Roboter, die aussehen wie Delfine, sich so bewegen und sogar so verhalten wie die Meeressäuger: Das gibt es jetzt in der Francisco Bay Area zu bestaunen. Verantwortlich ist das Unternehmen Edge Innovations aus San Francisco. Es hat den täuschend echten Delfinroboter “DRU 2.0” kreiert.Dabei haben die Entwickler den Roboter mit dem passenden Gewicht ausgestattet und auch Details wie den Auftrieb, die Anatomie oder die Dicke der Fettschicht angepasst. Das Verhalten des DRU 2.0 wird per KI gesteuert. Sie lässt den Roboterdelfin autonom abtauchen, auftauchen und mit ihrer Schwanzbewegung für Vortrieb sorgen. Auf Dauer soll der DRU 2.0 alle in Zoos und Aquaparks gehaltenen echten Delfine ersetzen.
heise.de

Forscher wollen Geldwäsche per KI bekämpfen: Wissenschaftler des Freiburger Max-Planck-Instituts (MPI) haben Kritik am Gesetzesentwurf der Bundesregierung zum Kampf gegen Geldwäsche geäußert. Sie wollen den Straftätern mithilfe Künstlicher Intelligenz auf die Spur kommen. Dafür solle die Financial Intelligence Unit (FIU) des Zolls KI einsetzen, um Muster beim erkennen zu können, so MPI-Forscher Vogel. Bislang werden Verdachtsfälle isoliert voneinander geprüft, was einen Anteil an der geringen Aufklärungsquote von unter einem Prozent habe. Für den Einsatz Künstlicher Intelligenz gegen Geldwäsche gibt es aber noch kein Datenschutzgesetz.
badische-zeitung.de

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IoT-Ticker: Real life trifft auf die digitale Welt. Internet of Things als Schnittstelle, das sowohl die Industrie als auch den Alltag revolutioniert. Erhalten Sie wöchentlich ein Update aus der Welt “Internet der Dinge”. iot-ticker.net

EU plant europäischen Cloud-Verbund: Die Digitalminister der Europäischen Union haben sich bei einer Videokonferenz für die Einrichtung einer Europäischen Cloud-Föderation ausgesprochen. Der Erklärung stimmten 25 von 27 Ländern zu, nur Dänemark und Zypern müssten diese noch vor der Unterzeichnung im Heimatland debattieren. Im internationalen Wettbewerb ist die EU gegenüber China und den USA in diesem Bereich deutlich im Hintertreffen. In den USA sitzen mit Amazon, Google und Microsoft drei der größten Cloud-Anbieter. Aus China drängt Alibaba auf den Weltmarkt. Um nicht den Anschluss zu verlieren, haben sich die EU-Minister nun verpflichtet, in die nächste Generation von vertrauenswürdigen, sicheren und energieeffizienten Cloud- und Datenverarbeitungstechnologien zu investieren.
cio.de

Sieben Grundsätze für den Einsatz von KI bei BMW: Der Autobauer BMW hat sich einen Ethikkodex zum Einsatz von KI-Technologie in der Produktion auferlegt. In den sieben Grundsätzen soll es darum gehen, Mitarbeiter und Kunden beim Einsatz der “Schlüsseltechnologie” nicht aus den Augen zu verlieren. In den sieben Grundsätzen geht es unter anderem um den Vorrang menschlichen Handelns im Produktionsprozess, Datensicherheit und Privatsphäre sowie Transparenz und Fairness. KI wird im Unternehmen bereits entlang der gesamten Wertschöpfungskette eingesetzt.
elektroniknet.de

Neue Art von Künstlicher Intelligenz an biologischen Vorbildern orientiert: Ein Forscherteam aus Österreich hat eine neue Art von Künstlicher Intelligenz entwickelt, die sich an der Natur orientiert und von ihr lernt. Dabei habe man neue mathematische Modelle für Neuronen und Synapsen entwickelt, die die Komplexität von KI-Technologie massiv reduzieren soll, so Prof. Thomas Henzinger. Die Vorteile gegenüber Deep Learning Modellen seien beim autonomen Fahren erprobt worden, wo die neuentwickelten Netzwerke nur noch 75.000 trainerbaren Parametern auskommen, statt mit Millionen von Parametern arbeiten zu müssen. Die Ergebnisse seien so besser interpretierbar.
infopoint-security.de

On Search: Neue Google-Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz heise.de
Recycling: Mithilfe von KI Kunststoffmüll bekämpfen industrieanzeiger.industrie.de
Drohnentechnik: KI-Drohne soll Fehler in Solarfeldern melden nordbayern.de
Medizin: Mit KI gegen Tuberkulose mdr.de
Landwirtschaft: Google-Roboter ermitteln perfekten Erntezeitort stern.de

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novalis.studio

ZAHL DER WOCHE

In einer Verbraucherstudie von Bitkom gehen 77 Prozent der Befragten davon aus, dass Unternehmen KI vor allem zur Personalisierung von Werbung einsetzen würden. In der Realität sind es 4 Prozent.
contentmanager.de

HINTERGRUND

Wenn die KI Kunst produziert: Malen, schreiben, musizieren – Künstliche Intelligenz kann mittlerweile künstlerisch durchaus mit dem Menschen mithalten. Noch hat kein KI-produzierter Hit die Chartspitze erreicht, doch schon jetzt können Softwares gezielt Musikstile bestimmter Künstler nachahmen. Dabei stellt sich die Frage, ob das künstlerischen Wert hat, oder nur maschinelles Nachahmen. Und auch Uhrheberrechtsfragen dürften durch die Potentiale der Technologie bald an der Tagesordnung sein.
derstandard.de

KI entdeckt 2 Milliarden Bäume in Wüsten: Die Wüste lebt. Mithilfe von Satellitentechnik und KI hat ein internationales Forscherteam, darunter Mitarbeiter der US-Raumfahrtbehörde Nasa, fast zwei Milliarden Bäume in den Wüsten Sahara und Sahel entdeckt. Dabei wurden Satellitenbilder mittels KI auf Bäume ab einer Kronenabdeckung von drei Quadratmetern abgesucht. Das untersuchte Gebiet galt bislang als weitgehend baumlos, weil bisherige Studien sich auf Baumgebiete mit einer Kronenabdeckung ab 25 Prozent konzentriert hatten.
n-tv.de

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Safety-Security-Ticker – Mit unserem Newsletter versorgen wir Sie mit den neuesten Infos zu Themen aus dem Embedded Umfeld. safety-security-ticker.net

PROJEKT DER WOCHE

Bamberger Forscher machen Roboter alltagstauglich: An der Universität Bamberg entstehen in den nächsten Jahren sieben neue Professuren, die die Alltagstauglichkeit von Robotern erforschen sollen. Dabei sollen neue KI-Systeme für Alltagsanwendungen von den Forschern angelernt werden. Es geht auch um die Frage, wie Roboter Aufgaben mit potenziell gefährlichen Haushaltsgegenständen wie Messern sicher anwenden können.
br.de

ZITAT

“Die Hauptarbeitsfelder bestehen darin, in der Arbeitswelt der Zukunft Menschen einzusparen und stattdessen Maschinen einzusetzen, weil das effizienter ist. Es gibt bestimmte Dinge, die diese Maschinen besser können als Menschen – und vor allem sehr viel günstiger.”
Der Philosoph Richard David Precht über die Gefahren von Künstlicher Intelligenz in kapitalistischen Ökonomien.
deutschlandfunkkultur.de

UNGEKÜNSTELT

Marsroboter auf der Galopprennbahn: Auf der Bremer Galopprennbahn hat sich ein ungewöhnlicher Besucher eingefunden. Der Marsroboter SherpaTT vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Bremen, der sonst in Wüsten auf die Bedingungen des fremden Planeten vorbereitet wird, lief in der vergangenen Woche auf der Pferderennbahn der Hansestadt entlang. Dabei hat diese landschaftlich wenig gemein mit den Begebenheiten auf dem Mars. So überrascht es nicht, dass der Einsatz nur ein Notfallplan war, da aufgrund der momentanen Corona-Situation ein Flug der Forscher in die USA oder auf Fuerteventura, wo SherpaTT sonst zum Einsatz kommt, nicht möglich ist. Egal, dachten sich die Forscher: Auch auf der Bremer Galopprennbahn gibt es weite Flächen, Sanddünen von der ehemaligen Golfanlage und ein paar Hügel.
butenunbinnen.de

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