KW 44: Smart Speaker erobern Gesundheitsmarkt, KI erkennt gesprochenes Wort besser als Mensch, Škoda mit Pilotprojekt

NACHRICHTEN

Smart Speaker erobern Gesundheitsmarkt: Sogenannte Smart Speaker wie Google Home, Amazons Alexa oder Apples Siri, die auf Künstlicher Intelligenz basieren, erobern zunehmend den Gesundheitsmarkt. So hat ein Krankenhaus-Netzwerk aus Pennsylvania, Maryland und New Jersey eine Fähigkeit für Amazons Smart Speaker Alexa entwickelt, um Patienten zuhause helfen zu können. Es soll eine Brücke vom Zuhause des Patienten zur Arztpraxis schaffen. Dafür sollen Ärzte Informationen zur Krankheit ihrer Patienten wie den Medikationsplan, etwaige Übungen oder Arzneien in den Smart Speaker einsprechen. Der Patient hat so zuhause die Möglichkeit, sich vom behandelnden Arzt abgesegnete Informationen und Empfehlungen von Alexa geben zu lassen.
medicaldaily.com

KI erkennt gesprochenes Wort besser als Mensch: Erstmals ist Künstliche Intelligenz (KI) in der Lage, das gesprochene Wort eines Menschen nicht nur schneller aufzunehmen, sondern auch schnell wiederzugeben. Ein Team aus Wissenschaftlern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und Mitarbeitern der Firma KITES haben ein entsprechendes Computersystem programmiert, die besser und schneller als echte Menschen Gespräche aufnehmen und verarbeiten können. Die Schwierigkeit besteht darin, Füllwörter, Abbrecher, Verstotterer, Huster oder Lacher herauszufiltern. „Die Erkennung spontaner Sprache ist die wichtigste Komponente in diesem System, da Fehler und Verzögerungen bei der Erkennung die Übersetzung unverständlich machen. Die menschliche Fehlerrate liegt hier bei um die 5,5 Prozent. Unser System erreicht 5,0 Prozent“, erläutert Alex Waibel, Professor für Informatik am KIT. Erforscht wird das Programm in Vorlesungen am KIT. Mittlerweile ist es gelungen, die Vorlesungen live zu transkribieren, wobei die Verzögerung auf eine Sekunde gedrückt werden konnte. Nach Angaben Waibels der niedrigste Wert in der sogenannten Latenz, den je ein Spracherkennungssystem erreicht hat.
bigdata-insider.de

KI kann Nutzung chirurgischer Instrumente vor deren Einsatz vorhersehen: Wissenschaftler der Abteilung Transla­tio­nale Chirurgische Onkologie am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) haben zusammen mit dem Zentrum für taktiles Internet mit Mensch-Maschine-Interaktion (CeTI) der TU Dresden ein Computerprogramm entwickelt, dass den Einsatz chirurgischer Instrumente vorhersehen kann. Dazu setzten die Forscher ein künstliches neuronales Netz ein, das die Fähigkeit des Menschen nachahmt, mit Beispielen zu lernen. Ziel des Projekts ist es, die Durchführung von Operationen zu vereinfachen, indem früh vor Komplikationen gewarnt wird, die mit dem Einsatz eines bestimmten Instruments einhergehen können. Auch könne die Effizienz bei der Vorbereitung von Werkzeugen damit erhöht werden.
aerzteblatt.de

– Anzeige –
IoT-Ticker: Real life trifft auf die digitale Welt. Internet of Things als Schnittstelle, das sowohl die Industrie als auch den Alltag revolutioniert. Erhalten Sie wöchentlich ein Update aus der Welt “Internet der Dinge”. iot-ticker.net

Handelskammer Hamburg regt Lotsenprogramm für Nutzung von KI-Systemen an: Der Einsatz von KI ist für Unternehmen reizvoll und kann lukrativ sein – wenn das Know-How stimmt. Hier gibt es aus der Sicht der Handelskammer Hamburg aber deutlichen Nachholbedarf. Deshalb fordert die Handelskammer ein Lotsenprogramm für die Nutzung der künstlichen Intelligenz für Unternehmen. Gemeinsam mit dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum können man Beratungsgespräche anbieten und damit besonders kleine Unternehmen im Umgang mit KI-Systemen schulen. Finanziert werden soll das Programm durch Corona-Konjunkturmittel des Bundes oder der Stadt. Hintergrund ist eine Umfrage der Handelskammer unter ihren Mitgliedern, wonach bis zum Jahr 2022 seien es voraussichtlich 47 Prozent der Hamburger Unternehmen KI einsetzen werden.
welt.de

Škoda mit Pilotprojekt zu KI für Bildauswertung: Der tschechische Autobauer Škoda führt derzeit ein Pilotprojekt auf dem Parkplatz des Werkgeländes in Mladá Boleslav durch, dass KI-basierte Bildauswertung benutzt, um freie Parkplätze zu erkennen. Dabei beobachtet ein Tool über Kameras die Parkplätze und ermittelt freie Stellplatzflächen. Kurzfristig soll die Technologie dabei helfen, das Lkw-Aufkommen vor dem Werkstor 13 am tschechischen Stammsitz zu koordinieren. Langfristig plant der Autobauer den Einsatz vor allem in den Bereichen Produktion und Logistik.
automotiveit.eu

Umfrage: Angst vor Künstlicher Intelligenz in Bevölkerung weit verbreitet it-daily.net
Augenwischerei: Grüne werfen Bundesregierung Beschönigung der Zwischenergebnisse ihrer KI-Strategie vor oldenburger-onlinezeitung.de
Arbeitswelt: KI steigert Performancedruck und Überwachung am Arbeitsplatz meedia.de
KI-Forschung: ETH Zürich gründet interdisziplinäres Kompetenzzentrum srf.ch
Ernährung: Start-up entwickelt KI-Nährstoffriegel zum Stressabbau vegconomist.de

– Anzeige –
Erreichen Sie Ihre Zielgruppe mit modernen Videoformaten ohne großen Aufwand: Nutzen Sie unser Studio im Herzen von Berlin-Mitte. Wir bieten ein technisches Rundum-Paket, erfahrene Produzenten und ein hochwertiges Regie-Equipment. Ob Diskussionsrunde, Social-Media-Posts oder Livestreams – wir stellen Ihnen unser Studio, unsere Expertise und unser Team von der ersten Idee bis zur Postproduktion zu attraktiven Konditionen zur Verfügung.
novalis.studio

ZAHL DER WOCHE

Jeder Fünfte glaubt einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom zufolge, dass Maschinen irgendwann die Weltherrschaft übernehmen werden.
it-daily.net

HINTERGRUND

Mit KI Nitratgehalt im Grundwasser senken: Ein KI-basiertes Modell für Vorhersagen soll dabei helfen, den Nitratgehalt im Grundwasser zu senken. An der Entwicklung war ein Forscherverband aus Karlsruhe beteiligt. Da aus dem Grundwasser in Deutschland Trinkwasser gewonnen wird, ist ein zu hoher Nitratgehalt in vielen Regionen ein ernstzunehmendes Problem für die menschliche Gesundheit. Im Projekt “Nitrat-Monitoring 4.0 – Intelligente Systeme zur nachhaltigen Reduzierung von Nitrat im Grundwasser” (NiMo 4.0) soll mithilfe eines KI-Systems nun die räumliche und zeitliche Verteilung des Nitrats im Grundwasser besser analysiert und vorhergesagt werden können. Dadurch sollen Programme zum Grundwasserschutz zielgerichteter vorgenommen werden können. Der Bund fördert das Projekt mit 2,478 Millionen Euro.
industrie.de

Nur auf KI gegen den Klimawandel setzen reicht nicht: Im Kampf gegen den Klimawandel setzen viele auf technologische Lösungen. KI-Systeme können z.B. dazu beitragen, genauere Klimaprognosen erstellen und erneuerbare Energien effizienter nutzen. Gleichzeitig ist ihre Anwendung selbst energieintensiv. Die Problematik liegt im sogenannten Rebound-Effekt: Effizientere Lösungen ändern durch Kosteneinsparungen oft das Konsumverhalten von Gesellschaften. Der durch KI-Lösungen eingesparte Verbrauch wird so durch einen größeren Konsum der neuen Produkte ersetzt. Gleichzeitig sind viele KI-Systeme enorm ressourcenintensiv. Das Verhältnis zwischen KI und Klimawandel bedarf auch weiterhin der intelligenten menschlichen Steuerung.
netzpolitik.org

– Anzeige –
Safety-Security-Ticker – Mit unserem Newsletter versorgen wir Sie mit den neuesten Infos zu Themen aus dem Embedded Umfeld. safety-security-ticker.net

PROJEKT DER WOCHE

Kammerorchester testet KI-Textilien: Das Verworner-Krause-Kammerochester in München spielt derzeit testweise nicht immer mit Instrumenten, sondern mit musikalischen Textilien, die auf Körperbewegungen reagieren. Entwickelt wurden die Anzüge von Forscherteams der Universität der Künste zu Berlin (UdK) und des Einstein Center Digital Future. Die Technik im Anzug basiert auf “in situ Polymerisation”. Damit ist eine chemische Reaktion gemeint, mittels derer die Stoffe sensitiv für Druck gemacht werden und darüber eine Reihe von Klängen erzeugen können. Die KI in den Textilien soll dafür Sorge tragen, dass die Klänge nicht zufällig entstehen, sondern genau dann, wenn der Dirigent sie anzeigt. Fehlerfrei funktioniert sie aber noch nicht. Teilweise reagiert sie zu langsam oder verwechselt Bewegungen.
deutschlandfunkkultur.de

ZITAT

“Überall, wo es um die Auswertung von Bild-, Text- und Sprachdateien oder von Messwerten ‎geht, kurz um das Aufspüren von Mustern in der Datenflut, ist KI heute schon uns Menschen ‎überlegen.‎”
Der Buchautor Ulrich Eberl gegenüber dem ZDF-‎Wirtschaftsmagazin makro über die Potentiale und Herausforderungen der KI-Technologie.
zdf.de

UNGEKÜNSTELT

Wenn der Braumeister ein Algorithmus ist: Darf’s noch ein Bier vom Algorithmus sein? Forscher der Universität Luzern in der Schweiz haben einen Bier-Rezept-Generator entworfen, der Bier in höchster Qualität verspricht. Um herauszufinden, welche Zutaten zusammen passen, haben die Forscher über 150.000 Rezepte aus dem Internet gesammelt und davon 70.000 in eine Software eingearbeitet. Diese spürte nun Muster in den Rezepten auf und überprüfte sie auf Zutaten-Kombinationen, die zusammenpassen oder nicht. Am Ende vieler Testvorgänge verspricht der Algorithmus, die perfekte Zutaten-Kombination für ein Bier zu kennen. Gibt man als Nutzer des Bier-Rezept-Generators nun Zutaten ein, so schlägt die KI dazu passende Ingredienzen vor. Damit sollte dem perfekten Biergenuss nichts mehr im Wege stehen.
srf.ch

Newsletter anmelden

Melden Sie sich hier für unseren kostenlosen Newsletter an. Sie erhalten jede Woche den kompakten Digest mit dem wichtigsten Themen zu Künstlicher Intelligenz:

AI-Ticker

Weitere Digibriefings

Unsere Politbriefings