KW 47: Hamburg setzt auf KI, Kretschmann fordert mehr Tempo bei KI-Förderung, Airbus nutzt KI, Diskriminierende Datensätze

NACHRICHTEN

Hamburg möchte KI-Zentrum werden: Die Hansestadt Hamburg hat die Zeichen der Zeit erkannt und möchte verhindern, dass Unternehmen aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz sich primär in Berlin und München niederlassen. Rund 800.000 Euro sollen jährlich in ein neues Kompetenzzentrum in der norddeutschen Stadt fließen, zusätzlich wird ein KI-Space für intelligente Gesundheitssysteme entwickelt. Neben der Universität Hamburg sind auch drei weitere Hochschulen in die Bestrebungen eingespannt, um eine wissenschaftliche Grundlage für die KI-Entwicklung zu liefern.
zeit.de

Baden-Württembergs Ministerpräsident Kretschmann kritisiert Regierung: Das Tempo in Deutschland bei der Förderung und Entwicklung von Künstlicher Intelligenz sei viel zu langsam um international mithalten zu können, klagt Winfried Kretschmann. Der süddeutsche Politiker zielt dabei auf die Bundesregierung ab – sie müsse mehr Mittel für die Länder zur Verfügung stellen, um die Schlüsseltechnologie weiterentwickeln zu können. Der Stadt der Technologie sei beeindruckend, aber die Rahmenbedingungen für die Förderung noch zu schlecht.
swr.de

Airbus setzt auf KI bei Design-Entwicklung: Der Flugzeugbauer Airbus erprobt den Einsatz von Künstlicher Intelligenz bei Design, Entwicklung und Produktion von Bauteilen. Noch in diesem Jahr soll die Technologie implementiert werden. Das Unternehmen wolle damit effizienter und wettbewerbsfähiger werden. Airbus hat bereits erste Elemente mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz im Jahr 2015 entwickelt und baut auf dieser Erfahrung auf.
cio.de

Hamburger Unternehmer starten KI-Initiative: Mit “AI for Hamburg” ist ein neues Projekt an den Start gegangen, hinter welchem Ragnar Kruse, Petra Vorsteher und Uwe Jens Neumann stehen. Die Unternehmer möchten mit ihrem neugegründeten Netzwerk Workshops, Lernangebote und Unterstützung für Unternehmen bieten, um bei dem Thema Künstliche Intelligenz aufzuholen. Sie sehen, dass China und die USA bereits einen so großen Abstand haben, dass die Bündelung von Kräften und der Austausch notwendig sind, um noch eine Chance im Wettbewerb zu haben.
welt.de

Praxis: Wie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz gelingt zdnet.de
B2B: Diese Gründer vermittelt Firmen durch Künstliche Intelligenz den besten IT-Partner handelsblatt.com
Facebook und KI-Algorithmen: „Es ist ein Rüstungswettlauf“ deutschlandfunk.de
Kooperation: Sony eröffnet neue KI-Abteilung mit Microsoft-Hilfe pcgameshardware.de
Sicherheit: Die Polizei nutzt Künstliche Intelligenz, um Verbrechen vorherzusagen businessinsider.de

ZAHL DER WOCHE

Jedes vierte Unternehmen setzt bereits auf Künstliche Intelligenz. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie von Uniserv unter 154 Entschieden.
it-daily.net

HINTERGRUND

Künstliche Intelligenz diskriminiert Frauen und Minderheiten: KI-Systeme werden bereits jetzt in ersten Ansätzen bei der Suche nach geeigneten Fachkräften für eine Stelle eingesetzt. In Zukunft werden die Datensätze feiner, die Entscheidungen werden häufiger von Maschinen gemacht. Gegenwärtig gibt es jedoch noch Schwierigkeiten beim Recruiting, denn Künstliche Intelligenz bewertet Frauen und Minderheiten schlechter als Männer. Das Problem seien die Datensätze – sie reflektieren Stereotype und Ungerechtigkeiten, die in der Gesellschaft existieren, da sie von Menschen geschrieben werden, die versuchen die reale Welt abzubilden. In dieser gibt es bisweilen Ungleichbehandlung. Vorurteilsfreie Datensätze zu erhalten, ist gegenwärtig noch immer eine Herausforderung.
zdf.de

Studie zeigt, dass KI das Bruttoinlandsprodukt steigern kann: Laut der Untersuchung des Verbands der Internetwirtschaft (eco) und der Unternehmensberatung Arthur D. Little könne bis 2025 das Bruttoinlandsprodukt um 13 Prozent steigen. Die Bedingung: Unternehmen setzten die Technologie flächendeckend in Deutschland ein. 70 Prozent der Steigerungen ließen sich durch Einsparungen erzielen, 30 Prozent durch Umsatzsteigerungen. Die Branchen “Handel und Konsum” sowie “Energie, Umwelt und Chemie” würden von dem Einsatz von KI am meisten profitieren.
heise.de

PROJEKT DER WOCHE

Mehr KI für den Mittelstand dank neuer Initiative: Ein überregionaler Zusammenschluss soll die Berührungsängste vor der Künstlichen Intelligenz nehmen. Das Projekt AppliedAI der TU München, AI.HAMBURG und das Artificial Intelligence Center Hamburg, das Fraunhofer IIS/EAS und das Smart Systems Hub in Dresden sowie das KI.NRW/Fraunhofer IAIS in Sankt Augustin sind nun alle Teil des Zusammenschlusses “AI4Germany”. Ziel ist eine breitere Anwendung von Künstlicher Intelligenz im Mittelstand.
automobilwoche.de

ZITAT

“Künstliche Intelligenz ist besser als natürliche Dummheit, aber nicht besser als menschliches Expertenwissen.”
Peter Fettke, Professor für Wirtschaftsinformatik an der Universität des Saarlandes sowie leitender Wissenschaftler sowie DFKI Research Fellow am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz.
teckbote.de

UNGEKÜNSTELT

KI soll antike Wüstenlinien entziffern: Nahe der peruanischen Nasch-Wüste befinden sich bis zu 20 Kilometer lange Linien und Schnörkel, die Archäologen nicht entschlüsseln können. Die vollständigen Muster sind allesamt nur aus der Luft zu erkennen und wurden vor über 2000 Jahren in den Boden gescharrt. Künstliche Intelligenz soll den Forschern nun dabei helfen, die Geoglyphen zu entschlüsseln.
tagesanzeiger.ch

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