KW 48: Europol warnt vor krimineller KI, Deutsche befürworten Einsatz von KI, Wenn KIs diskriminieren

NACHRICHTEN

Europol warnt vor krimineller KI: In einer gemeinsamen Studie warnen Europol, das Interregionale UN-Institut für Kriminalitäts- und Justizforschung (UNICRI) und die IT-Sicherheitsfirma Trend Micro vor dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz für kriminelle Zwecke. Die Analyse kommt zu dem Schluss, dass Hacker und andere Cyber-Verbrecher mittels KI “innovative kriminelle Geschäftsmodelle” entwickeln könnten. So könnte Maschinenlernen zum Einsatz kommen, um schneller Passwörter zu erraten. Eine neuere Entwicklung, vor der die Autoren warnen, stellen sogenannte Deep Fakes dar. Kriminelle könnten durch KI veränderte oder ganz gefälschte Medieninhalte nutzen, um Opfer zu täuschen. Um solche Gefahren abzuwehren, brauche es neue Kontroll- und Abwehrtechnologien.
heise.de

Humboldt-Stiftung fördert zwei KI-Professorinnen: Um bei der Forschung zu Künstlicher Intelligenz aufzuholen, will Deutschland insgesamt 100 KI-Professuren finanzieren. Die Alexander von Humboldt-Stiftung hat nun zwei Forscherinnen aus Kanada und den Niederlanden angeworben, deren Professur für fünf Jahre sichergestellt wird. Aimee van Wynsberghe ist KI- und Roboterethikerin und forscht derzeit noch an der TU im niederländischen Delft. Ab dem nächsten Semester wird sie an der Universität Bonn das Institut für Wissenschaft und Ethik (IWE) leiten. Die zweite Forscherin ist die Deutsche Angela Schöllig, die derzeit noch als Assistenzprofessorin am Institute for Aerospace Studies (UTIAS) arbeitet. Künftig soll sie als Automatisierungs- und Robotikexpertin an der Technischen Universität München tätig sein.
tagesspiegel.de

Deutsche befürworten Einsatz von KI: Die Mehrheit der Deutschen steht dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz aufgeschlossen entgegen. Das zeigt eine neue Studie von Bosch. Vor allem bei der industriellen Produktion würde ein Großteil der Befragten eher einer künstlichen Intelligenz als einem Menschen vertrauen. Anders sieht es bei den sozialen Bereichen aus. So vertrauen die Studienteilnehmer bei Themen wie der Alten- und Krankenpflege eher einem Menschen als einer KI. Die Studie zeigt auch, dass das Vertrauen in KI wächst, je besser sich die Befragten mit der Technologie auskennen. Von den Menschen, die sich selbst für weniger techniknah und eher uninformiert halten, bewerten nur 27 Prozent den Einsatz von KI als positiv.
it-business.de

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Grüne fordern Einsatz von KI-App zur Erkennung von Covid-19: Die Grünen im Bundestag haben die Bundesregierung dazu aufgefordert, den Einsatz einer App zu prüfen, die eine Covid-19-Erkrankung anhand des Hustens erkennen soll. Grünenexpertin für KI, Anna Christmann, hatte angefragt, ob die Bundesregierung den Einsatz einer solchen App in Erwägung zieht. Ein entsprechender Algorithmus wurde von Forschern des Massachusetts Institute of Technology (MIT) entworfen und soll in der Lage sein, Personen mit Covid-19 nur anhand einer Aufnahme des Hustens erkennen zu können – auch wenn diese keine Symptome haben.  Laut dem MIT habe der Algorithmus eine Genauigkeit von 98,5 Prozent. Christmann glaubt, die Technologie könne “eine wichtige Ergänzung sein”.
spiegel.de

Update für Googles Spracherkennung: Googles KI-Assistent soll dank einem Update bald in der Lage sein, einzelne Sprecher in einem Raum zu identifizieren. Im Gegensatz zu der alten Version wird die neue Spracherkennung VoiceFilter-Lite außerdem auf nicht mehr in der Cloud sondern auf dem Endgerät laufen und benötigt deshalb keine Internetanbindung. Die bessere Spracherkennung funktioniert derzeit nur in englischer Sprache, soll jedoch auch für andere Sprachen getestet werden.
mixed.de

Studie: Jedes vierte österreichische Unternehmen setzt KI-Lösungen ein industriemagazin.at
Deep Learning: IBM will KI vereinfachen cio.de
Google Lens: Update zeigt KI-Fortschritt mixed.de
KI-Mediathek: Wie sie die passenden Serien findet br.de
KI und Medizin: Startschuss für medizinisches KI-Zentrum in Bern netzwoche.ch

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ZAHL DER WOCHE

16,5 Milliarden Pfund will die britische Regierung in den nächsten Jahren in das Militär investieren. Vor allem der Einsatz von Künstlicher Intelligenz soll damit ausgebaut werden.
mixed.de

HINTERGRUND

Welche Zukunft hat KI in der Musikindustrie? Künstliche Intelligenz spielt bei der Produktion von Musik eine immer größere Rolle. So erprobt beispielsweise das Forschungsinstitut OpenAI mit dem Programm “JukeBox” die Komposition von Songs im Stil bekannter Pop-Legenden wie Frank Sinatra. Während solche Projekte in der Öffentlichkeit derzeit noch mit Unbehagen wahrgenommen werden, nutzen einige Start-Ups schon heute KI, um Werbe-Jingles zu generieren. Auch der Streamingdienst Spotify betreibt ein eigenes Forschungsprogramm zu KI. Es kann davon ausgegangen werden, dass Urheberrechtsfragen in Zukunft deutlich komplizierter werden, wenn Algorithmen Songs entwerfen.
sueddeutsche.de

Wenn KIs diskriminieren: Studien zeigen, dass Algorithmen in den verschiedensten Bereichen Frauen und Minderheiten diskriminieren. So nutzen Unternehmen unter anderem bei der Kreditvergabe Künstliche Intelligenzen, deren Entscheidungen oft von einem sogenannten “Algorithmic bias” beeinflusst werden. Dieser entsteht beispielsweise, wenn ein Algorithmus anhand von Trainingsdaten zu dem Schluss kommt, dass Männer öfter Kredite mit höheren Summen aufnehmen als Frauen. Die US-amerikanische Künstlerin und Aktivistin Caroline Sinders kritisiert solche erlernten Vorurteile. Sie glaubt, dass der Grund für die schlecht trainierten Algorithmen die fehlende Repräsentation von Frauen in Entwickler-Teams ist. Tatsächlich sind nur 22 Prozent der Menschen, die in der KI-Branche arbeiten, weiblich. Dass diskriminierende KI teilweise lebensgefährlich sein kann, zeigt eine Studie des Georgia Institutes of Technology aus dem Jahr 2019. Sie kam zu dem Ergebnis, dass dunkelhäutige Menschen von selbstfahrenden Autos schlechter erkannt werden als hellhäutige Menschen. Inzwischen zeigt sich, dass sich Forschung und Politik dem Problem bewusst werden. Um Diskriminierung durch Technologie künftig zu vermeiden hat der Bundestag im Jahr 2018 die Enquete-Kommission “Künstliche Intelligenz – Gesellschaftliche Verantwortung und wirtschaftliche, soziale und ökologische Potenziale” ins Leben gerufen.
welt.de

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PROJEKT DER WOCHE

Googles Chimera Painter kreiert Fantasy-Monster aus wenigen Strichen: Das neue kostenlose Programm “Chimera Painter” von Google erschafft aus wenigen selbstgezeichneten Strichen merkwürdige und teilweise gruselige Kreaturen. Das Tool könnte laut Google vor allem für Entwickler von Videospielen geeignet sein, die durch die schnelle Generierung von Monstern einiges an Zeit sparen könnten. Das Programm basiert auf zwei neuronalen Netzen. Das erste generiert die Bilder, das zweite bewertet diese und verbessert die Ergebnisse dadurch kontinuierlich.
t3n.de

ZITAT

“Wir wollen ein europäisches Forschungsnetzwerk aus Deutschland heraus fördern und aufbauen, damit wir in Europa die Expertise haben, um KI selbst zu entwickeln und in die Anwendung zu bringen.”
Anna Christmann, zuständig für Künstliche Intelligenz bei den Grünen, über die Zukunft von KI in Europa.
background.tagesspiegel.de

UNGEKÜNSTELT

KI-Start-Up Augustus Intelligence muss Stellen abbauen: Das New Yorker KI-Start-Up Augustus Intelligence muss wegen finanzieller Schwierigkeiten fast die Hälfte seiner Belegschaft entlassen. Obwohl das Unternehmen von Investoren insgesamt 34,5 Millionen US-Dollar eingesammelt haben soll, konnte es weder eine Strategie noch ein Produkt vorlegen. In Deutschland ist das Start-Up vor allem wegen seiner Verwicklung in die “Amthor-Affäre” bekannt. Dem Bundestagsabgeordneten Philipp Amthor wurde vorgeworfen, Lobbyarbeit für das Unternehmen betrieben und davon persönlich profitiert zu haben.
t3n.de

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