KW 50: KI-Strategie der Bundesregierung wird fortgeschrieben, Bosch möchte Ethik-Kodex für KI schaffen, Mit KI gegen Treibhausgasemissionen in Unternehmen

NACHRICHTEN

KI-Strategie der Bundesregierung wird fortgeschrieben: Künstliche Intelligenz gilt international als bedeutende Schlüsseltechnologie. Aus diesem Grund hat sich die Bundesregierung 2018 entschieden, eine KI-Strategie auf den Weg zu bringen, die einen gemeinsamen Handlungsrahmen für Forschung und Wirtschaft schafft, um die Potenziale der KI zum Wohle aller Menschen und der Umwelt zu nutzen. Aufgrund gestiegener Bedarfe und einiger neuen Entwicklungen in diesem Sektor hat die Bundesregierung nun entschieden, die Strategie fortzusetzen. – Auch, um Deutschland im Kampf gegen die Corona-Pandemie zu stärken und die Grundlagen für die Wettbewerbsfähigkeit auch nach der Krise zu legen, verstärkt die Bundesregierung ihr Engagement für die Zukunftstechnologie KI noch einmal. Konkret heißt das: Die Investitionen in Künstliche Intelligenz werden bis 2025 von drei auf fünf Milliarden Euro aufgestockt.
bmbf.de

Mit KI zum Durchbruch in der Medikamentenforschung? Laut einer Pressemitteilung soll es britischen Forschern gelungen sein, ein zentrales Problem der biomedizinischen Forschung zu lösen. Konkret gelang es Mitarbeitern der Firma „Deepmind“ mithilfe der KI „AlpaFold“, Molekülstrukturen von Proteinen in kurzer Zeit zu entschlüsseln. Bislang brauchten Wissenschaftler hierfür laut der Pressemitteilung „jahrelang“. Die Struktur eines Proteins beeinflusst unter anderem auch, ob, wie und wo im Körper ein Medikament wirkt, weshalb die schnellere Entschlüsselung der Strukturen auch die Medikamentenforschung beflügeln könnte.
spiegel.de

Bosch möchte Ethik-Kodex für KI schaffen: Künstliche Intelligenz ist in immer mehr Anwendungsbereichen allgegenwärtig. Der Stuttgarter Bosch-Konzern plant, dass bereits in fünf Jahren alle Produkte des Hauses KI in sich tragen und vernetzt sind. Im Rahmen dessen plädiert Bosch aber auch für die Schaffung ethischer Standards. Da Künstliche Intelligenz das Potenzial birgt, die Gesellschaft nachhaltig und dauerhaft zu verändern, müsse sie nach ethischen Standards programmiert werden, so die Verantwortlichen. Um einen solchen KI-Kodex branchenweit durchzusetzen, hat sich Bosch 2018 Unterstützung von SAP, dem TÜV Süd und dem Max-Planck-Institut geholt: Mit dem Digital Trust Forum, soll der Kodex branchenweit und international „auf eine breite Basis“ gestellt werden.
handelsblatt.com

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IoT-Ticker: Real life trifft auf die digitale Welt. Internet of Things als Schnittstelle, das sowohl die Industrie als auch den Alltag revolutioniert. Erhalten Sie wöchentlich ein Update aus der Welt “Internet der Dinge”. iot-ticker.net

Mit KI gegen Treibhausgasemissionen in Unternehmen: Eine neue Studie der Beratungsfirma Capgemini kommt zu dem Ergebnis, dass Künstliche Intelligenz Unternehmen dabei helfen könnte, bis zu 45 Prozent ihres Klimaschutzziels nach dem Pariser Klimaabkommen zu erreichen. Bislang haben nur wenige (13 Prozent) der Unternehmen ihre KI-Ressourcen mit ihren Klimazielen verknüpft. Doch wenn sie dies sinnvoll ändern, könnten Unternehmen ihre Treibhausgasemissionen in den nächsten drei bis fünf Jahren durch KI-basierte Klimaschutzmaßnahmen um durchschnittlich 16 Prozent reduzieren. Insbesondere im Einzelhandel sind die möglichen Einsparungen mit 45 Prozent enorm. Insgesamt wurden fünf Branchen untersucht: Automobilbranche, Fertigungsindustrie, Energie- und Versorgungswirtschaft, Konsumgüterindustrie und der Einzelhandel. Es gilt, KI umsichtig und mit Bedacht einzusetzen. Denn die Systeme können sehr viel Strom verbrauchen und viele Emissionen verursachen. So könnte sich ihr Effekt minimieren, wenn sie nicht durchdacht eingesetzt werden. Wichtig ist demnach, dass Unternehmen vorab die Umweltauswirkungen der KI ermitteln, ein Bewusstsein hierfür schaffen und beim Einsatz von künstlicher Intelligenz auf Nachhaltigkeit bedacht sind.
energie.de

Schweizer Bundesrat prüft Kompetenznetzwerk für Künstliche Intelligenz: Ähnlich wie einige andere Länder, möchte nun auch die Schweiz Künstliche Intelligenz stärker fördern. Hierzu soll ein spezielles Kompetenznetzwerk aufgebaut werden. Bis Mitte 2021 soll die Bundeskanzlei eine detailliertere Ausgestaltung eines solchen Netzwerks ausarbeiten. Laut Auffassung des Schweizer Bundesrates soll die Bundeskanzlei hierbei dem Grundsatz „Think big, start small and start fast“ folgen.
netzwoche.ch

Sprach-App soll Corona erkennen: Forscher der Universität Augsburg arbeiten an einer mobilen Anwendung, mit deren Hilfe eine Covid-19-Infektion diagnostiziert werden kann. Hierzu achtet die KI auf sprachliche Veränderungen der Nutzer und analysiert diese. Seit März arbeitet ein Team von rund zwanzig Informatikern an der App, die nun eine Erfolgsquote von 80 Prozent vorweisen kann. Die Künstliche Intelligenz analysiert das Stimmbild der Probanden hinsichtlich Covid-19-bedingter Veränderungen wie Kurzatmigkeit, Ermüdung, Husten oder verstopfte Nase. Das Interesse an der App ist groß. Denn die Möglichkeit, eine Infektion mit Smartphone-Technologie unkompliziert, schnell, kontaktlos und über Distanz zu erkennen, klingt mehr als verlockend.
kma-online.de

Künstliche Intelligenz: Das schiefe Bild des Richard David Precht cicero.de
Digital-Gipfel: Kann Künstliche Intelligenz die Umwelt retten? br.de
KI: Patienten im Fokus aerzteblatt.de
Investmentfonds: Wo Künstliche Intelligenz Rendite bringt handelsblatt.com
Scale AI: KI-Start-up erhält Millionen für Mensch-Skalierung mixed.de

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ZAHL DER WOCHE

54 Prozent der 16- bis 30-Jährigen in Deutschland glaubt, dass KI die Arbeitswelt revolutioniert und neue Jobprofile entstehen werden, so eine Umfrage unter 1.000 jungen Menschen in Deutschland, die vom Marktforschungsinstitut Arlington im Auftrag des Softwareunternehmens Kaspersky durchgeführt wurde.
faz.net

HINTERGRUND

Mehr über KI sprechen, um Ängste und Vorurteile abzubauen: Oft kommt es einem so vor, als wäre KI omnipräsent. Doch auch wenn fast jeder schon einmal von ihr gehört hat, so wissen viele nicht, was genau sich dahinter verbirgt. In seinem Wirtschaftswoche-Gastbeitrag plädiert Karl Heinz Streibich, Präsident der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (Acatech) und Co-Vorsitzender der Plattform Lernende Systeme, für mehr Aufklärung und das Ernstnehmen möglicher Sorgen. Nur wenn KI verständlich gemacht und der Dialog mit der Gesellschaft gefördert werden kann, wird sie auch angenommen. Zudem spricht sich Streich für eine Zertifizierung von KI-Systemen, sowie eine gemeinwohlorientierte Ausschöpfung der Potenziale von KI aus. Auch zeigt er auf, dass digitale Souveränität für eine vertrauenswürdige KI enorm wichtig ist. Nur so kann auch in Zeiten der Krise Europas Selbstbestimmtheit gewahrt werden.
wiwo.de

AI und IoT verknüpfen, um AIoT zu erhalten: Durch eine Verknüpfung des Internet of Things (IoT) mit Künstlicher Intelligenz können Industrieunternehmen nicht nur die Effizienz, sondern auch die Qualität ihrer Produkte steigern, wie Kuka, Device Insight und Sentian zeigen. Es sei zu kurz gedacht, hier nur an den Bereich der vorausschauenden Wartung – oder: „Predictive Maintenance“ – zu denken, so Christian Liedtke, Head of Strategic Alliances bei Kuka. Für Endkunden wichtiger sei, mehr Umsatz zu erwirtschaften. Damit dies möglich ist, müssen alle Beteiligten besser zusammenarbeiten und Einzelprozesse nahtlos ineinandergreifen, so Liedtke weiter. Durch „Artificial Intelligence of Things“ haben Unternehmen die Möglichkeit, ihre Fertigung ganzheitlich zu optimieren und so zu einer „smarten Produktion“ zu werden. Das Ziel hierbei ist es, Abweichungen vom Optimum innerhalb eines Herstellungsprozesses fortlaufend zu verringern und die Verbesserungen zu automatisieren. Wie erste Anwendungsfälle von AIoT zeigen, lassen sich gerade mit feinen Justierungen einer Industrieproduktion enorme Potenziale heben, um die Qualität der produzierten Güter und den Gesamtertrag zu steigern.
automationspraxis.industrie.de

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PROJEKT DER WOCHE

ReCircE: Kunststoffrecycling mit Künstlicher Intelligenz: Ein neues Forschungsprojekt des Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz in Partnerschaft mit der TU Darmstadt, GreenDelta, der Fraunhofer-Einrichtung für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS und dem rheinland-pfälzischen Unternehmen Papier-Mettler möchte ein umfassendes, neues Recyclingverfahren entwickeln. Hierbei soll die Sortiertechnik der Anlagen mit maschinellem Lernen und einem digitalen Produktpass kombiniert werden und so „trainiert“ werden. Ziel ist es, durch die KI im Recyclingvorgang einzelne Molekülketten zu erkennen und das geschmolzene Plastik so weiterzubearbeiten, dass es in die jeweiligen Fraktionen zerfällt. Mithilfe des digitalen Produktpasses soll die Wertstoffkette transparent gehalten werden, um die Verwertung der Kunststoffe zu erleichtern. Das Projekt wird vom Umweltbundesministerium im Rahmen des Förderprogramms „KI-Leuchttürme für Umwelt, Klima, Natur und Ressourcen“ gefördert.
eu-recycling.com

ZITAT

„Grundlage und Ausgangspunkt für die Entwicklung von KI müssen die Bedürfnisse der Menschen sein. Ihre Bedenken und Wünsche, die hierzulande andere sind als in den USA oder China, müssen uns den rechtlichen und ethischen Weg für den Einsatz von KI weisen.“
Karl Heinz Streibich, ist Präsident der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (Acatech) und Co-Vorsitzender der Plattform Lernende Systeme plädiert für einen gemeinwohlorientierten KI-Ansatz.
wiwo.de

UNGEKÜNSTELT

Forscher entwickeln KI, die Fake-Onlineshop erkennt: Mit dem Projekt „Simbad“ möchte ein Forscherteam des Österreichischen Instituts für Angewandte Telekommunikation (ÖIAT) und des Austrian Institute of Technology (AIT) arbeitet daran, Fake-Shops im Internet auf Anhieb zu erkennen. Ob Rechtschreibfehler oder auffällige Satzordnung – die KI durchforstet Websites nach bestimmten Merkmalen und schlägt gegebenenfalls Alarm. Noch vor Weihnachten soll ein entsprechendes Browser-Plugin für Google Chrome und Firefox zur Verfügung stehen, dass Nutzerinnen und Nutzern beim Erkennen unseriöser Anbieter hilft.
futurezone.at

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