KW 50: Watson for Genomics erstmals in Genf im Einsatz, Erste Universität für KI-Absolventen, KI-Studiengang in Linz

NACHRICHTEN

Watson for Genomics erstmals in Genf im Einsatz: An der Universitätsklinik in Genf haben Wissenschaftler erstmals in Europa mit der Künstlichen Intelligenz von IBM Watson for Genomics gearbeitet. Das Tool ist in der Lage Daten über Krebs schneller als zuvor zu kategorisieren. Dies soll bei einer präziseren und effizienteren Behandlung helfen.
medonline.at

Erste Universität für KI-Absolventen: Weltweit wurde in Abu Dhabi die erste Universität gegründet, die ihr gesamtes Lehrangebot auf die künstliche Intelligenz ausrichtet. Für den ersten Master-Studiengang und die ersten Doktoranden wurden die Kernkurse bereits entwickelt. Sie basieren in erster Linie auf maschinellem Lernen, legen jedoch einen starken Schwerpunkt auf Bildanalyse und natürliches Sprachverständnis.
computerwoche.de

KI-Studiengang in Linz: An der Universität in Linz können Studenten Künstliche Intelligenz ab sofort studieren. Damit ist die Uni in Europa ein Vorreiter. Das Artificial Intelligence-Studium an, soll die AI-Kernkompetenz Machine Learning und insbesondere den Bereich Deep Learning vermitteln. Dabei soll auch der Aspekt der Ethik im Vordergrund stehen. Die Studierenden sollen lernen, dass nicht alles, was technisch möglich ist, gesellschaftlich auch sinnvoll ist.
krone.at

“Seeing AI” auf deutsch erschienen: Die auf KI basierende App “Seeing AI” von Microsoft ist auch in Deutschland erschienen. Sie kann Texte vorlesen, soll Gesichter erkennen können und welchen Geldschein man gerade in der Hand hält. Experten vom Bayerischer Blinden- und Sehbehindertenbund sehen aber Nachholbedarf im Bereich der Navigation. Als blinder Mensch wirklich alleine unterwegs zu sein, beispielsweise beim Wandern, sei noch nicht möglich.
br.de

KI vollendet Beethoven-Werk: Der Komponist Ludwig van Beethoven konnte seine zehnte Sinfonie nicht mehr vollenden. Er starb vorher. Nun soll KI das Stück vollenden. Ein auf YouTube veröffentlichtes Beispiel zeigt den Trainingsstand der KI, die zum Anlass des Beethoven-Jahrs 2020 die 10. Sinfonie von Beethoven vollenden soll. Die ersten zwölf Sekunden des Glasharmonika-Stücks sind das Beethoven-Original, ab Sekunde 13 beginnt die KI zu improvisieren. Koordiniert wird das Vorhaben seitens des Salzburger Eliette and Herbert von Karajan Institute.
krone.at

Darmerkrankungen Häuslfotos für die Wissenschaft derstandard.at
Nachhaltigkeit: Mit “Deep AI” aus Israel gegen die globale Infrastrukturkrise glocalist.de
Kommunikation-KI: Chinesen investieren in Medicus AI medtech-zwo.de
Leftshift One: Künstliche Intelligenz aus Graz gefragt orf.at

ZAHL DER WOCHE

Knapp 430 Studierende beginnen in Linz das Artificial Intelligence-Studium.
krone.at

HINTERGRUND

Gesetz gegen den Missbrauch von KI: Am Eindhoven AI Systems Institute (EAISI) fand der Informationstag High Tech Next statt. Dabei ging es auch um die Regulation von KI. Direktor Carlo van de Weijer sprach sich für ein universelles Gesetz über Verhaltensregeln für Roboter und den Einsatz künstlicher Intelligenz. Ein Missbrauch könnte für die ganze Menschheit gravierende Folgen haben. Als Institution kämen nur die Vereinten Nationen in Frage. „Es steht dort auch auf der Tagesordnung. Allerdings ist nicht jedes Land Mitglied der Vereinten Nationen“, sagte Van de Weijer.
innovationorigins.de

Künstlich-intelligenter Zimmerservice: Chinas Tech-Konzern Alibaba betreibt ein Hotel, in dem Gäste außer anderen Gäste keine Menschen mehr finden. Das komplette Hotel wird von Robotern und Smart Speakern betreut. Das Hotel wurde von der Online-Reiseplattform des Unternehmens, Fliggy, in Verbindung mit Alibabas Labor für Künstliche Intelligenz und Alibabas Cloud-Technologie entwickelt. Mit dem Ziel, „Spitzentechnologie zu nutzen, um die Hotellerie zu transformieren“, verkündete das Unternehmen. Kunden geben bei der Buchung besondere Wünsche an. Der Check-In erfolgt über eine App im Telefon und Gesichtserkennung.
tagesspiegel.de

ZITAT

“Die unkritische Euphorie mancher Politiker und Ärztefunktionäre ist verblüffend. Sobald ein Computerprogramm ein paar Zellen auseinanderhalten kann und nachts nicht ermüdet, bekommt es die Marketing-Etiketten “KI” und “Innovation” verpasst – und schon gilt es dem Arzt als überlegen.”
Dem SZ-Journalist Werner Bartens ist die KI-Euphorie im Gesundheitswesen suspekt.
sueddeutsche.de

UNGEKÜNSTELT

Die Gefahren von KI in der Medizin: Der Journalist Werner Bartens hat in der “Süddeutschen Zeitung” einen Kommentar gegen den unreflektierten Einsatz von KI in der Medizin geschrieben. In der Medizin gehe es um Leben und Tod. Diese Thematik könne man nicht einem Algorithmus oder einer Maschine überlassen. Er nennt das Beispiel eines Projekts der Uni Stanford, die Krebspatienten mit KI behandelten. Die Algorithmen lagen dabei ziemlich daneben. Wäre es nach dem KI-Programm gegangen, hätten sich etliche Patienten im Hospiz oder auf der Palliativstation wiedergefunden, denen unabhängige Ärzte begründete Hoffnungen auf einen Therapieerfolg zusprachen.
sueddeutsche.de

Newsletter anmelden

Melden Sie sich hier für unseren kostenlosen Newsletter an. Sie erhalten täglich den kompakten Digest mit dem wichtigsten europäischen Themen:

AI-Ticker

Weitere Digibriefings

Unsere Politbriefings