KW 51: KI-Beweis: Schulschließungen hätten größten Effekt gegen Corona, Studie bietet Hinweise auf Ursachen diskriminierender Algorithmen, Retin AI und Novartis geben Zusammenarbeit im Bereich KI für Augenheilkunde bekannt

NACHRICHTEN

KI-Beweis: Schulschließungen hätten größten Effekt gegen Corona: Während zahlreiche Bereiche und Branchen Anfang November vom „Lockdown light“ betroffen waren, um die zweite Welle der Corona-Pandemie in Deutschland zu brechen, blieben Schulen und Kitas landesweit offen. Erst jetzt konnten sich die Länder auf eine vorgezogene Schließung der Schulen einigen – nachdem Forscher der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina in einem Positionspapier dringend dazu geraten haben. Die Dringlichkeit ihres Appells wird nun durch eine Studie des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) untermauert. Demnach hätte eine frühzeitige Schließung von Schulen die Pandemieausbreitung deutlich einschränken können. Zu dem Schluss gelangen die Forscher durch eine Untersuchung unterschiedlicher Corona-Maßnahmen aus einer Vielzahl von Ländern mithilfe Künstlicher Intelligenz.
berliner-zeitung.de

Studie bietet Hinweise auf Ursachen diskriminierender Algorithmen: Immer wieder fallen auch vermeintlich neutrale intelligente Technologien durch diskriminierende Praktiken auf. Forscher der University of Columbia haben sich nun auf Ursachenforschung begeben. Dazu wurden 400 KI-Ingenieure beauftragt, ein automatisiertes System zu entwickeln, mit dessen Hilfe über einen Pool von 20.000 Personen Aussagen über deren mathematische Leistungen getroffen werden können. Durch die Berücksichtigung biografischer Merkmale konnten die Forscher Indizien dafür ermitteln, dass die Ingenieure persönliche Vorurteile in die Algorithmen einschrieben und diese so auf die Technologie übertragen.
t3n.de

Retin AI und Novartis geben Zusammenarbeit im Bereich KI gegen Augenheilkunde bekannt: Der Schweizer Pharmagigant Novartis hat bekannt gegeben, die Zusammenarbeit mit dem auf künstliche Intelligenz spezialisierten Unternehmen Retin AI zu intensivieren. Gemeinsam plane man eine Studie, bei der die IT-Lösungen und Tools für künstliche Intelligenz von Retain AI in der Augenheilkunde und digitalen Gesundheit eingesetzt werden sollen. Dafür werde man Patienten mit neovaskulärer altersbedingter Makuladegeneration (nAMD) behandeln. Dabei soll die von Retin AI entwickelte Softwareplattform RetinAI Discovery zum Einsatz kommen.
b3cnewswire.com

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ETL – Deutschlands führende Steuerberatungsgruppe mit Tipps zum Jahreswechsel: Ein turbulentes Jahr voller Herausforderungen geht zu Ende. Und egal ob Unternehmer, Selbstständige, Arbeitnehmer oder Familien – im neuen Jahr erwarten Sie zahlreiche steuerrechtliche Änderungen. Ob Soli-Wegfall, Wiedereinführung der degressiven AfA, Regelungen zum Investitionsabzugsbetrag oder Steuerrechtliche Fragen im Zusammenhang mit Corona-Hilfen und Home-Office: Mit den Ratschlägen der ETL umgehen Sie potenzielle Fallstricke und lernen Möglichkeiten kennen, zu einem zumindest in steuerlicher Hinsicht versöhnlichen Jahresausklang zu finden.
youtube.com

Huawei plant KI-Fallstudie für schnellere und bessere Arztdiagnosen: Das auf die Entwicklung von Rechenleistung und KI-Kapazitäten spezialisierte Huawei Technologies hat angekündigt, eine Fallstudie über den Einsatz von KI-Technologie im Gesundheitsbereich durchzuführen. Dadurch soll ermittelt werden, in welchem Ausmaß die Technologie Diagnoseverfahren beschleunigt und qualitativ verbessert. „Die Automatisierung gehört zu den wichtigsten technischen Durchbrüchen [im Gesundheitssektor], wobei sich die künstliche Intelligenz (KI) als ein wirkungsvolles Werkzeug für den medizinischen Erfolg erweist“, so Tony Xu, Präsident von Huawei Ascend Computing Business.
finanzen.net

KI-Forscherin Timnit Gebru verlässt Google nach Konflikt: Die renommierte KI-Forscherin Timing Geburtstag hat den Technischen-Giganten Google im Streit verlassen. Tausende Mitarbeiter protestierten gegen die Trennung des Konzerns von Gebru und warfen Google vor, die Forscherin rassistisch diskriminiert und danach entlassen zu haben. Google widerspricht dem Vorwurf und betont, Gebru habe aus eigenem Antrieb gekündigt. Im Vorfeld der Trennung hatte die KI-Forscherin in einer Mail und auf dem Kurznachrichtendienst Twitter die mangelnde Geschlechtervielfalt bei Google angeprangert. In einer von Google nicht veröffentlichten Studie hatte Gebru nachgewiesen, dass vermeintlich neutrale Google-Algorithmen strukturell schwarze Frauen diskriminieren, was daran liege, dass nur wenige schwarze Frauen an der Entwicklung der Algorithmen beteiligt seien.
taz.de

US-Untersuchung identifiziert Lieblingslektüre KI-basierter Maschinen: Unternehmensberichte sind die meistgelesene Lektüre KI-basierter Maschinen in den USA. Das fand eine Studie der Professorin für Finanzwissenschaft an der Columbia-Universität in New York, Wei Jiang, heraus. Demnach haben intelligente Softwares binnen eines Jahres ganze 165 Millionen mal Geschäftsberichte gelesen, die Firmen bei der amerikanischen Börsenaufsicht SEC hinterlegen. Menschliche Leser von Unternehmensberichten befänden sich längst in der Minderheit, so die Untersuchung mit dem Titel „Wie reden, wenn eine Maschine zuhört“. Die Studie spiegelt einen Trend wieder. Demnach würden Investoren längst auf Programme vertrauen, die eigenständig Millionen von Geschäftsbekanntmachungen durchforsten und analysieren. Somit würden Investitionsentscheidungen schon jetzt mehrheitlich auf der Basis maschineller Urteile getroffen.
zeit.de

Waschstraße: KI reinigt Autos in Duisburg rp-online.de
Neue Mobilität: Wo genau im Auto KI zum Einsatz kommt welt.de
Neue Kriege: Neuer Pentagon-Chef setzt auf KI mixed.de
Figuren-Alarm?: Hat Huawei KI gegen muslimische Minderheit eingesetzt? t3n.de
European AI Forum: EU soll KI nicht überregulieren heise.de

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ZAHL DER WOCHE

Durch Weltmarktneuheiten im Bereich der Künstlichen Intelligenz erzielten deutsche Unternehmen im Jahr 2018 einen Umsatz von 7,6 Milliarden Euro, wie eine Studie des ZEW Mannheim im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) ermittelt hat.
nachrichten.idw-online.de

HINTERGRUND

KI definiert Monetarisierung in den Medien neu: Im renommierten US-Wirtschaftsmagazin Forbes hat der Chief Scientist von Mediaocean, Alok Choudhary, eine Prognose hinsichtlich zukünftiger Potenziale von KI-Technologie im Medienbereich gewagt. So werde KI in den kommenden Jahren eine neue Vision für eine dynamische Produktplatzierung ermöglichen und sich dabei auf die Anwendung von Deep Learning konzentrieren, um die kreativen Kombinationen zu generieren, die für den Medienplan eines Werbetreibenden am besten geeignet sind. Dieser Sprung nach vorn werde die Grenzen zwischen Abonnement-basierten Video-on-Demand-Umgebungen und werbeunterstützten Umgebungen effektiv verwischen und eine völlig neue Machtdynamik in der Medienwelt schaffen, ist Choudhary überzeugt.
forbes.com

Wie KI Polizeiarbeit unterstützen kann: Wie in vielen Bereichen bietet auch bei der Polizeiarbeit KI großes Potenzial zur Unterstützung der Beamten. Besonders bei der Auswertung und Analyse von großen Datensätzen ermöglichen KI-Technologien Möglichkeiten, Arbeit zu beschleunigen und Fehleranfälligkeiten zu verringern. In Nordrhein-Westfalen greift das Landesamtes für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) bereits auf KI-Ansätze im Kampf gegen Kinderpornografie zurück – die Technologie unterstützt die Beamten bei der Gesichts- und Gegenstandserkennung. Auch bei der Verfolgung von Wirtschaftsdelikten sowie bei Fahndungen kommt sie zum Einsatz. Der Vizepräsident der Zentralen Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich (ZITiS), Hans-Christian Witthauer, erhofft sich perspektivisch auch Unterstützung beim Kampf gegen Hasskriminalität oder Organisierte Kriminalität.
behoerden-spiegel.de

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PROJEKT DER WOCHE

Porsche Digital entwickelt künstliche Intelligenz für die Geräuscherkennung: Die Tochtergesellschaft des Stuttgarter Sportwagenherstellers Porsche, Porsche Digital, hat die Entwicklung des digitalen Soundassistenten „Sounce“ bekannt gegeben. Er biete eine verbesserte Fähigkeit, Geräusche zu erkennen – etwa während der Prüfungen von Fahrzeugkomponenten. Ziel ist es, die Entwicklung und Produktion von Komponenten in der Automobilindustrie zu verbessern. Dafür benutzt die Technologie Deep-Learning-Methoden, um Geräusche zuverlässig und präzise zu erkennen. Es sei denkbar, „Sounce“ in Testsituationen zu verwenden, in denen eine große Anzahl verschiedener akustischer Signale die analoge Analyse über das menschliche Ohr erschwert, so das Unternehmen.
automotiveworld.com

ZITAT

„Wenn wir aufhören, unser Gehirn zu nutzen, können gleich die Roboter übernehmen“
Telekom-Managerin und KI-Spezialistin Kenza Ait Si Abbou Lyadini im Interview mit dem Handelsblatt über ihr persönliches Verhältnis zu Künstlicher Intelligenz.
handelsblatt.com

UNGEKÜNSTELT

Berliner Start-up nutzt KI für Optimierung von Hundefutter: Es ist einfach ein besonderes Verhältnis zwischen Mensch und Hund. Abzulesen ist dies am Steig wachsenden Markt für Hundefutter. Doch nicht jedes Produkt ist für jedes Tier bekömmlich. Längst gibt es daher ein schier unüberschaubares Angebot an Hundefutter. Das Berliner Start-up „Hurrado“ hat nun einen KI-basierten Futterberater entwickelt, um diesem Problem zu begegnen. Auf der Homepage des jungen Unternehmens können Hundebesitzer nun eine Ernährungsberatung auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse in Anspruch nehmen. Somit bieten die Berliner Gründer über 1000 unterschiedliche Variationen und über 15 verschiedene Proteinquellen an – und sind damit nicht allein. Weltweit wachsen Start-ups aus dem Boden, die Algorithmen zur Ernährungsoptimierung der Haustiere einsetzen.
link.de

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